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Nein zu Gewalt an Frauen

Montag, 26. November 2007, 13:52 Uhr
Sondershausen (khh) Anlässlich des offiziellen Gedenktages „ Nein zu Gewalt an Frauen“ fand vor dem Rathaus in Sondershausen die Fahnenaktion „frei leben –ohne gewalt“ statt.

Ansprache Angela Al Doyali, Gleichstellungsbeauftragte Stadt Sondershausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Ansprache Angela Al Doyali, Gleichstellungsbeauftragte Stadt Sondershausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Im Beisein der Gleichstellungsbeauftragen des Kyffhäuserkreise, Jutta Schinkel, und Stadt Sondershausen, Angela Al Doyali übernahm Bürgermeister Joachim Kreyer die ehrenvolle Aufgabe des Hissens der Fahne.


Fahnenaktion 2007 Bürgermeister Joachim Kreyer beim Hissen (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Fahnenaktion 2007 Bürgermeister Joachim Kreyer beim Hissen (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Anlässlich des Internationalen Gedenktages gegen Gewalt an Frauen ging es in der Rede (siehe Hintergrund) der Gleichstellungsbeauftragen der Stadt, Angela Al Doyali darum, die Öffentlichkeit für dieses Thema zu sensibilisieren.

Die Gleichstellungsbeauftragen des Kyffhäuserkreise, Jutta Schinkel, brachte auch gleich eine gute Nachricht mit. Voraussichtlich ist die Finanzierung des Frauenhauses Sondershausen für die nächsten 2 Jahre gesichert. Denn allzu oft musste man in letzter Zeit vermelden, dass manche andere Projekte der Finanzierung zum Opfer gefallen sind.

Hintergrund der Fahnenaktion:
Mit der anlässlich des 25. November im Jahre 2001 entwickelten Fahnenaktion „frei leben – ohne gewalt“, will die gemeinnützige Menschenrechtsorganisation „TERRE DES FEMMES“ ein weithin sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen setzen und all der Frauen gedenken, die ihr zum Opfer fielen.

Die Fahnen sind für viele Aktive inzwischen ein Wichtiges Mittel der Öffentlichkeitsarbeit für Frauenrechte. TERRE DES FEMMES möchte die bundesweite Beteiligung weiter ausbauen und vernetzen und den 25. November noch bekannter machen.

In diesem Jahr spricht „TERRE DES FEEMMES“ mit der Fahnenaktion wieder das zweijährige Kampagnethema: „Nein zu Häuslicher Gewalt – frauen schlägt mann nicht!“ an.

Die Stadt Sondershausen möchte sich dieser Aktion anschließen und durch das Hissen der Fahne auf die bestehenden Probleme zum Thema „Häusliche Gewalt“ im Leben vieler Frauen aufmerksam machen.

Im Durchschnitt wird jeden Tag eine Frau in Deutschland von ihrem jetzigen oder einem früheren männlichen Partner getötet oder stirbt an den Folgen von diesen Misshandlungen. Über 40.000 Frauen jährlich flüchten bundesweit mit ihren Kindern in eines der rund 400 Frauenhäuser Deutschlands. Frauenhäuser, die wie hier in Thüringen aufgrund neuer Regelungen qualitativ und quantitativ in Gefahr sind.

Schutz Beratung, Täterarbeit, Intervention und Prävention sind wichtige Punkte zu denen sich die Gesellschaft bekennen muss, damit Frauen und Kinder heute geschützt und die Gewalt nicht in die Zukunft transportiert werden kann.

Um diese Punkte vor Ort in Angriff zu nehmen, hat sich im Januar diesen Jahres das „Netzwerk gegen häusliche Gewalt im Kyffhäuserkreis“ gegründet Die Mitwirkenden, die aus Bereichen kommen, die Betroffenen helfen können und beratend bei Seite stehen, unterstützen die Aktion und schießen sich den Forderungen von TERRE DES FEMMES an:

  • Verstärkte Öffentlichkeitsarbeit und Schulung von Fachleuten

  • ausreichende pauschale Finanzierung der Frauenhäuser muss staatliche Pflichtaufgabe werden. Der Staat soll sich das Geld von den Tätern wiederholen, z.B. durch konsequente Schadenersatzverfahren

  • Gewaltpräventionsprogramme müssen in die schulische usbildung integriert werden

  • Täterarbeit

  • Konsequente Täterbestrafung

  • Ausweitung von Interventionsprojekten


Wir wünschen uns, dass möglichst viele Menschen auf die Fahne aufmerksam werden und durch das Motto „frei leben – ohne gewalt“ sensibler werden, wenn es um Gewalt geht und Betroffenen helfen, aus dieser Situation heraus zu kommen.
Angela Al Doyali, Gleichstellungbeauftragte
Autor: khh

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