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IG Bau warnt

Donnerstag, 13. Dezember 2007, 09:38 Uhr
Gegen Ebbe in der Weihnachtslohntüte: Beschäftigte aus Nordthüringen sollten bei ihrer aktuellen Gehaltsabrechnung genau hinschauen. In vielen Branchen hätte mit dem Novemberlohn das Weihnachtsgeld – zumindest zum Teil – ausgezahlt werden müssen...


Darauf hat die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hingewiesen. „Leider gibt es immer wieder Chefs, die das Weihnachtsgeld kürzen oder es erst gar nicht auszahlen“, so Wilfried Grams von der IG BAU Nordthüringen.

Die Finanzspritze zum Jahresende sei aber keine „milde Gabe“ der Arbeitgeber. „In vielen Branchen ist das Weihnachtsgeld Teil des Tariflohns – und steht damit den Beschäftigten zu. Ohne Wenn und Aber“, erklärt der IG BAU-Bezirksverbandsvorsitzende Grams. So erhalte ein Dachdecker den Lohn von 65 Stunden als 13. Monatsgehalt. „Bei einem Dachdeckergesellen beispielsweise kommen da nach Tarifvertrag rund 930 Euro zusammen“, erklärt Grams. Auch in Teilen der Baustoff-Industrie sei das Weihnachtsgeld Pflicht. Teilzeitbeschäftigte müssten auf den warmen Geldregen zur kalten Jahreszeit ebenfalls nicht verzichten. „Das Weihnachtsgeld errechnet sich dann über die Anzahl der Wochenstunden“, so der Gewerkschafter.

Fehlt das Weihnachtsgeld auf der Gehaltsabrechung, sollten sich die Beschäftigten an die IG BAU wenden – und sich nicht die Adventszeit verderben lassen. „Auch wenn der Tannenbaum dann schon alle Nadeln verloren hat: In der Regel kann das Weihnachtsgeld noch in den nächsten beiden Monaten geltend gemacht werden“, betont Wilfried Grams.
Autor: nnz

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