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Selbsthilfegruppe-Wie es läuft

Donnerstag, 10. Januar 2008, 10:19 Uhr
Am Dienstag traf sich die Selbsthilfegruppe Diabetiker zu ihrer ersten Veranstaltung des Jahres. Wir fragten bei der IKOS – der Informations- und Kontaktstellen für Selbsthilfegruppen nach, wie denn so eine Gruppe eigentlich arbeitet.

Die IKOS – der Informations- und Kontaktstellen für Selbsthilfegruppen ist beim Gesundheitsamt des Landratsamtes Kyffhäuserkreis angelegt. In einem Gespräch erläuterte Frau Graul, die diese Informations- und Kontaktstelle betreut, die Arbeitsweise so einer Selbsthilfegruppe am Beispiel der Selbsthilfegruppe der Diabetiker. Die Arbeitsweise anderer Selbsthilfegruppe verläuft analog, da alle an entsprechende Gesetzlichkeiten gebunden sind.

Generell ist, dass die Selbsthilfegruppen keine Vereine sind, und es dem zu Folge auch keine feste Mitgliedschaft mit Beiträgen und es auch keine Austrittsfristen gibt. In der Kontaktstelle (siehe Artikelende) kann man Termine und Örtlichkeiten erfragen, da dort die jeweiligen Jahrespläne vorliegen. Es steht also jedem Bürger frei, kostenlos an so einem Treffen der Selbsthilfegruppen teilzunehmen. Einige Selbsthilfegruppe haben sich aber so organisiert, dass für Kaffee (Getränke) und Kuchen ein kleiner Obolus eingesammelt wird, der aber meist nicht hoch ist (50 Cent bis 1 Euro).

Bei den Diabetikern war das letzte Thema der Aufbau und die Wirkungsweisen von Insulinen im Allgemeinen. Dazu hatte man sich mit Frau Fritsch von der Fa. Novo Nordisc eine Kompetente Gesprächspartnerin eingeladen. Außer solcher Gesprächsrunden gibt es auch bestimmte Projekte, die organisiert werden. So ein Projekt gibt es in der Selbsthilfegruppe Diabetiker zum Beispiel am 14.Mai unter dem Thema „Ernährungsberatung für Diabetiker. Zubereitung von Speisen nach Nährwerttabellen.“ Dazu fährt man an eine kompetente Einrichtung zur Paracelsusschule nach Bad Frankenhausen.

Gesetzlich geregelt ist, wie solche Projekte zu finanzieren sind. Da die meisten Firmen, Einrichtungen und Kliniken keine Kosten erheben, bleibt es oft nur bei den Fahrkosten. Bei den Gesamtkosten ist das so geregelt, dass die Selbsthilfegruppe 20% der Kosten tragen muss und der Rest von den Krankenkassen übernommen wird. Nun muss hier kein Besucher einer Selbsthilfegruppe befürchten, extra zu seiner Krankenkasse rennen zu müssen. Auch hier ist gesetzlich geregelt, dass bei nur einer Krankenkasse, die Kostenübernahme beantragt wird . Aus einem Finanzpool, den alle Krankenkassen gebildet haben, werden dann die finanziellen Mittel entnommen. Die Beantragung läuft über den Leiter der Selbsthilfegruppe. Auf die „normalen“ Besucher kommt also kein Verwaltungsaufwand zu. Da es alleine im Kyffhäuserkreis ein Vielzahl von Selbsthilfegruppen gibt, kann man sie einfach nicht alle aufzählen. Unter www.kyffhaeuser.de Punkt „Soziales und Gesundheit“ findet man schnell eine Übersicht bestehender Selbsthilfegruppen im Kyffhäuserkreis. Wenn Sie also gesundheitliche Beschwerden haben, schauen Sie einfach mal rein. Solche Selbsthilfegruppe bieten vielfältige Möglichkeiten, gute Tipps zu bekommen.


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Ansprechpartnerin: Frau Graul
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Ansprechpartnerin: Frau Graul
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Mittwoch 08.00 - 12.00 Uhr
Donnerstag 08:00 - 12:00 Uhr und 13:00 - 18:00 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung.
Autor: khh

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