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Haftbefehl für betrunkenen LKW-Fahrer

Sonntag, 13. Januar 2008, 18:31 Uhr
Wer mit einem LKW ohne Licht und auf der falschen Straßenseite einem Funkstreifenwagen die Vorfahrt nimmt, mit dem muss etwas nicht stimmen. Diese Vermutung bekam am Freitagabend eine Funkstreifenwagenbesatzung in Nordhausen auch bestätigt und wir haben die Einzelheiten...

"Festgefahren" (Foto: Polizei) "Festgefahren" (Foto: Polizei)

Der Sattelzug aus Weißrussland war kurz vor 19 Uhr vom Betriebsgelände einer Backwarenfabrik an der Darre auf die Straße gefahren und hatte dabei den Funkstreifenwagen fast gerammt. Bei der Kontrolle des Fahrers bemerkten die Beamten starken Alkoholgeruch. Der Mann war nicht in der Lage, einen Atemalkoholtest durchzuführen. Daraufhin wurde eine Blutentnahme angeordnet, der 45-jährige Mann kam in die Ausnüchterungszelle. Inzwischen erfolgte im gerichtsmedizinischen Institut Jena die Auswertung der Blutprobe. Das Ergebnis: 2,9 Promille.

Weil der Beschuldigte nicht genügend Bargeld für eine Sicherheitsleistung bei sich hat, erließ am Sonntag eine Richterin am Amtsgericht Nordhausen Haftbefehl gegen den Mann. Damit soll sichergestellt werden, dass er am Montag zur Hauptverhandlung im Zuge eines beschleunigten Verfahrens anwesend ist.

Bis am Montagvormittag gegen den 45-Jährigen wegen Gefährdung des Straßenverkehrs verhandelt wird, bleibt er im Gewahrsam der Nordhäuser Polizei. Der LKW wurde ebenfalls bei der Polizei sichergestellt und soll im Laufe der Woche durch Mitarbeiter der Spedition in Minsk abgeholt werden.
Autor: nnz

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