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Endphase hat begonnen

Mittwoch, 16. Januar 2008, 07:13 Uhr
Auf Hochtouren laufen am Nordhäuser Theater derzeit die Vorbereitungen für das nächste große Opernereignis: Am 25. Januar erlebt Giacomo Puccinis Erfolgsoper „La Bohème“ ihre Premiere. Doch bis dahin gibt es noch viel zu tun...


Mit ihr setzt das Theater – nach „Tosca“, „Madame Butterfly“ und „Turandot“ – seine Puccini-Reihe fort. Während Puccini vor allem in „Tosca“ und „Turandot“ menschliches Leben, Lieben und Leiden auch vor dem Hintergrund staatlicher Angelegenheiten schilderte, geht es in „La Bohème“, seiner zweiten Oper, wesentlich privater zu: Erzählt wird die Geschichte der vier Pariser Künstler Rodolfo, Marcello, Schaunard und Colline, die sich, arm und chronisch verschuldet, aber frei und ungebunden, ihrer Kunst widmen, vom großen Erfolg träumen und das Leben und vor allem die Liebe lieben. Erst als Rodolfos Geliebte Mimi schwer erkrankt, müssen sie erfahren, dass die tragische Seite des Lebens auch vor ihnen nicht Halt macht.

Die Vorlage für Puccinis Oper lieferten Henri Murgers „Scènes de la vie de Bohème“, die erstmals zwischen 1845 und 1849 als Fortsetzungsroman in einer französischen Zeitschrift erschienen und große Beachtung fanden. Auch der Komponist war fasziniert von dem Stoff: „Da ist Menschlichkeit, da ist Empfindung, da ist Herz. Und da ist vor allem Poesie.“ Gerade die Liebesgeschichte zwischen Rodolfo und Mimi inspirierte Puccini zu einer betörend sinnlichen Musik, der auch die effektvolle und detailgenaue Darstellung des Pariser Ambientes in nichts nachsteht.

Waltraud Lehner, derzeit szenische Produktionsleiterin an der Staatsoper Stuttgart, inszeniert das Werk am Theater Nordhausen. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Generalmusikdirektor Hiroaki Masuda. Als Mimi wird Sabine Blanchard zu erleben sein. Die vier Künstler werden dargestellt von Maurizio Casa (Rodolfo), Thomas Kohl (Schaunard), Daniel Shay (Marcello) und Matthias Ehm (Colline).

Karten gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/ 98 34 52) sowie an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.
Autor: nnz

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