Zweit-Jobs haben Konjunktur
Montag, 21. Januar 2008, 13:39 Uhr
832 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Landkreis Nordhausen gehen zwischenzeitlich mehr als einer Beschäftigung nach. Über Hintergründe hat sich der DGB so seine Gedanken gemacht...
Sie üben neben einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung noch einen Nebenjob bis 400 Euro im Monat aus, so der geschäftsführende Regionsvorsitzende der DGB-Region Mittel-/Nordthüringen, Ulrich Hannemann. Hinzu kommt eine nicht bekannte Zahl, die mehrere sozialversicherungspflichtige Jobs gleichzeitig ausüben oder durch die Kombination mehrerer Mini-Jobs sozialversicherungspflichtig werden. Nicht einbezogen sind ebenso Beamte und kleine Selbständige mit Zweit-Job.
Immer häufiger müssen Menschen in unserem Landkreis diesen Zweit-Job aus Geldnot ausüben, um den niedrigen Verdienst aus der Haupttätigkeit aufzubessern und Hartz IV-Bedürftigkeit möglichst zu verhindern. Eine zweite Gruppe nutzt den Nebenverdienst aber auch als steuerfreies Extra-Taschengeld, so Hannemann. Steuerfreiheit und die niedrige Belastung mit Sozialabgaben haben die finanzielle Attraktivität der Nebenjobs erhöht. Immer häufiger geschehe dies aber auch der Not gehorchend, um überhaupt noch finanziell über die Runden zu kommen.
Für die Arbeitgeber rechnen sich die Nebenjobs bis 400 Euro, denn die Arbeitskosten sind deutlich geringer als für Vollzeitjobs. Damit werden sie aber schnell zum Einfallstor für Niedriglöhne und gefährden zusätzliche reguläre Jobs.
Ein Zweit-Job wird überdurchschnittlich häufig im Dienstleistungssektor ausgeübt. Etwa 80 % der Nebentätigkeit entfallen auf diese Branche. Vor allem schlecht bezahlte Jobs – wie im Servicebereich – dominieren hier. Im Reinigungs- und Gastgewerbe kommen auf zehn sozialversicherte Beschäftigte mindestens drei bis vier Nebenjobber.
Autor: nnzSie üben neben einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung noch einen Nebenjob bis 400 Euro im Monat aus, so der geschäftsführende Regionsvorsitzende der DGB-Region Mittel-/Nordthüringen, Ulrich Hannemann. Hinzu kommt eine nicht bekannte Zahl, die mehrere sozialversicherungspflichtige Jobs gleichzeitig ausüben oder durch die Kombination mehrerer Mini-Jobs sozialversicherungspflichtig werden. Nicht einbezogen sind ebenso Beamte und kleine Selbständige mit Zweit-Job.
Immer häufiger müssen Menschen in unserem Landkreis diesen Zweit-Job aus Geldnot ausüben, um den niedrigen Verdienst aus der Haupttätigkeit aufzubessern und Hartz IV-Bedürftigkeit möglichst zu verhindern. Eine zweite Gruppe nutzt den Nebenverdienst aber auch als steuerfreies Extra-Taschengeld, so Hannemann. Steuerfreiheit und die niedrige Belastung mit Sozialabgaben haben die finanzielle Attraktivität der Nebenjobs erhöht. Immer häufiger geschehe dies aber auch der Not gehorchend, um überhaupt noch finanziell über die Runden zu kommen.
Für die Arbeitgeber rechnen sich die Nebenjobs bis 400 Euro, denn die Arbeitskosten sind deutlich geringer als für Vollzeitjobs. Damit werden sie aber schnell zum Einfallstor für Niedriglöhne und gefährden zusätzliche reguläre Jobs.
Ein Zweit-Job wird überdurchschnittlich häufig im Dienstleistungssektor ausgeübt. Etwa 80 % der Nebentätigkeit entfallen auf diese Branche. Vor allem schlecht bezahlte Jobs – wie im Servicebereich – dominieren hier. Im Reinigungs- und Gastgewerbe kommen auf zehn sozialversicherte Beschäftigte mindestens drei bis vier Nebenjobber.
