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Wahlen in der IG Metall

Donnerstag, 24. Januar 2008, 22:27 Uhr
In Artern fand heute Vormittag die Wahlversammlung des Wahlreises II (Altkreis Artern) der Verwaltungsstelle Nordhausen statt.

Hierzu erhielten wir folgenden Bericht von Klaus Henze aus Artern:

Entsprechend des Beschlusses des 21. Ordentlichen Gewerkschaftstages der IG Metall finden Organisationswahlen dieser Industriegewerkschaft im Zeitraum vom 1. Januar bis 30 Juni 2008 statt. Gewählt werden die Delegierten zur Delegiertenversammlung, der Ortsvorstand, die Bevollmächtigten sowie die Delegierten zur Bezirkskonferenz (durch die Delegiertenversammlung). Zur Wahl der Delegierten zur Delegiertenversammlung fand am heute Vormittag. in der Kleingartenanlage „Kyffhäusergrund“ Artern die Wahlversammlung des Wahlreises II (Altkreis Artern) der Verwaltungsstelle Nordhausen statt.

Die beiden Bevollmächtigten des Ortsvorstandes Nordhausen Astrid Schwarz-Zaplinski und Klaus-Dieter Schmidt gaben einleitend einen Rückblick auf die vergangenen vier Jahre sowie erläuterten den Wahlverlauf. Schmidt machte kein Hehl daraus, dass das Gebiet um Artern zu den Problemregionen gehört und neben Altenburg noch heute die höchste Arbeitslosenquote habe. Wenn auch in der Nachfolge der Kyffhäuserhütte wieder etwa 600 Arbeitsplätze entstanden seien, so reiche das bei weitem nicht aus und in den wenigsten Betrieben gebe es eine Interessenvertretung, sprich Betriebsrat. Für die IG Metall in Nordthüringen habe es nach der Wende starke Mitgliederverluste gegeben. Seit zwei Jahren zeichne sich jedoch wieder eine gute Entwicklung ab und im Jahr 2007 gab es wieder 299 neue Mitglieder im Verwaltungsbereich Nordhausen, ergänzte Schwarz-Zaplinski. Es kam dann zu einer recht lebendigen Aussprache, in der es u. a. um die Probleme Mindestlohn, gleicher Lohn für gleiche Arbeit, Rente mit 67 sowie gleiche Rente für Ost und West bis hin zur staatlichen und europäischen Förderpolitik ging. Immer wieder kam dabei zum Ausdruck, dass für die Lösung der Probleme starke und geschlossen auftretende Gewerkschaften erforderlich sind. Die Diskussion zeigte wohl auch den hohen Gesprächsbedarf unter den anwesenden Arbeitslosen und Rentnern, der wohl nicht nur mit einer Versammlung zu den alle vier Jahre anstehenden Wahlen gedeckt werden kann.

Einmütig und ohne große Diskussion wurden dann 8 Ordentliche Mitglieder für die Delegiertenversammlung samt der Stellvertreter nominiert und gewählt. Die Delegiertenversammlung wird sich am 28. Februar in Nordhausen konstituieren, nachdem die Wahl auch in den anderen Wahlreisen erfolgte.
Klaus Henze
Autor: kn

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