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Leben gerettet

Freitag, 25. Januar 2008, 09:39 Uhr
Mehr als 1.000 mal war er im vergangenen Jahr in den Lüften unterwegs: „Christoph 37“ Mehr zur Jahresbilanz des Rettungshubschraubers mit nur einem Klick.


1.091-mal wurde er im vergangenen Jahr gerufen, der am Luftrettungszentrum des Deutschen Roten Kreuzes stationierte rot-weiße Hubschrauber der DRF (Deutsche Rettungsflugwacht e.V.). Wenn die Maschine mit dem Funkrufnamen „Christoph 37“ abhebt, ist ein Mensch in Not und es muss schnell gehen. In 403 Fällen war die DRF-Besatzung im Jahr 2007 die erste medizinische Hilfe vor Ort.

Zu den häufigsten Alarmierungsgründen zählten lebensgefährliche Erkrankungen, darunter Herzinfarkte und Schlaganfälle sowie Unfälle. Das Team von „Christoph 37“ brachte beispielsweise 125 Schlaganfallpatienten in geeignete Kliniken. In 48 Fällen verdankten Kinder dem DRF-Hubschrauber notärztliche Versorgung.

Schnelle Hilfe bei Herzinfarkt
Martin Wagner, leitender Stationspilot des Luftrettungszentrums Nordhausen, unterstreicht, wie wichtig die Luftrettung ist: „Bei vielen Erkrankungen muss der Betroffene sehr schnell notärztliche Hilfe bekommen, wie beispielsweise die 41 Herzinfarktpatienten, zu denen wir im letzten Jahr gerufen wurden.“

Laut Statistischem Bundesamt sterben jedes Jahr über 60.000 Menschen in Deutschland nach einem Herzinfarkt. Dr. Jörg Braun, Ärztlicher Leiter der DRF, unterstreicht, warum der Hubschrauber hier hilft, Leben zu retten: „Bei Herzinfarkten zählt jede Minute. Je länger es dauert, bis der Patient Hilfe erhält, desto größer ist die Gefahr von irreparablen Schäden. Die DRF rettet mit „Christoph 37“ Leben, indem der Patient sehr schnell von einem Notarzt versorgt und dann in eine Klinik mit optimaler Behandlungsmöglichkeit, beispielsweise einem Herzkatheterlabor, transportiert wird.“

„Christoph 37“ wird bei Notfällen als schneller Notarztzubringer alarmiert. Dazu ist der Hubschrauber täglich von 7.00 Uhr morgens bis Sonnenuntergang einsatzbereit und mit erfahrenen Piloten, Notärzten und Rettungsassistenten besetzt. Notfallorte im Umkreis von 60 Kilometern kann „Christoph 37“ in maximal 15 Minuten erreichen. Zum Einsatzgebiet des Rettungshubschraubers gehören die Landkreise Kyffhäuser, Unstrut Hainich, Eichsfeld, Sangerhausen, Wernigerode, Quedlinburg, Goslar und Osterode. Darüber hinaus wurde „Christoph 37“ im vergangenen Jahr in 108 Fällen für den dringenden Transport von Patienten zwischen Kliniken eingesetzt.

Das Luftrettungszentrum Nordhausen verfügt über ein eingespieltes Team von hoch motivierten Mitarbeitern: vier Piloten der DRF, sechs Rettungsassistenten und neun Notärzte.

Im Auto eingeklemmt
Am 15. September 2007 alarmierte die Rettungsleitstelle Nordhausen „Christoph 37“ zu einem Verkehrsunfall auf der B 80 im Landkreis Mansfeld Südharz. Bei einem Frontalzusammenstoß waren zwei Personen schwer verletzt und eingeklemmt worden. Der Notarzt und der Rettungsassistent versorgten zusammen mit dem bodengebundenen Rettungsdienst einen der beiden Fahrer. Es bestand der Verdacht auf innere Verletzungen sowie ein Schädel-Hirn-Trauma. Nach der Befreiung aus dem Auto durch die Feuerwehr und die Stabilisierung des Patienten durch den Notarzt wurde der Mann schnell und schonend mit dem Hubschrauber in die nahe gelegene Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Bergmannstrost in Halle/Saale gebracht.
Autor: nnz

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