Bahnhof mit Hindernissen
Freitag, 08. Februar 2008, 01:00 Uhr
Wer in Sondershausen mit dem Zug ankommt oder abfahren möchte, sollte das nicht mit Kinderwagen und Rollstuhl versuchen. Zumindest wird es ein Hindernislauf.
Unterführung Am Bahnhof Sondershausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Zu DDR-Zeiten wurde es nicht geschafft und auch nach der Wende war die Bahn AG nicht in der Lage, die Bahnsteigunterführung am Hauptbahnhof so zu gestalten, dass man einigermaßen problemlos mit Kinderwagen die Treppe benutzen kann.
Runter geht es ja mit viel Ruckelei noch einigermaßen. Das Dumme ist nur, auf der anderen Seite muss man aber den Kinderwagen wieder hoch zerren. Da kommt mach junge Mutti an die Grenzen ihrer Kräfte. Und auch manch älterer Mitbürger hat mit seinem Rolli so seine Probleme, die Treppe zu überwinden. Denn nicht immer ist eine helfende Hand zur Stelle. Wer kommt schon auf die Idee am anderen Ende des Bahnsteiges den Fahrdienstleiter um Hilfe zu bitte.
Auf so eine Hilfe sind aber Rollstuhlfahrer angewiesen, denn Rollstühle, die Treppen überwinden können, sind wohl die absolute Seltenheit, wenn es sie überhaupt gibt. Für Rollstuhlfahrer bleibt nur der Weg über die Schienen am anderen Ende des Bahnsteigs.
Wie sich kn heute am Hauptbahnhof Sondershausen überzeugte, bleibt dem Rollstuhlfahrer nur übrig, beim Fahrdienstleiter am Fenster zu klopfen, denn auch bei Zugankunft kommt der Fahrdienstleiter nicht in jedem Fall heraus. Problematisch wird es nur, wenn der Rollstuhlfahrer mit dem Zug ankommt. Denn wenn ihm dann kein Mitfahrer zu Hilfe kommt, bleibt nur ein lautes stimmliches Organ zum Rufen, wenn ihn der Fahrdienstleiter denn überhaupt hört.
Denn von sich aus sollte ein Rollstuhlfahrer nicht den Weg über die Schienen benutzen, denn durch das Verbotsschild verliert er sonst jeglichen Versicherungsschutz. Denn nur wenn man sehr genau weiß, dass gerade kein Zug kommt (das weiß nur der Fahrdienstleiter), kann man an dieser Stelle die Schienen überqueren.
Nun ist kn nicht so weltfremd zu glauben, dass an diesem Bahnhof die Bahn AG noch viel investiert. Im Gegenteil, man muss ja noch froh sein, dass die Strecke nicht auch noch geschlossen wird. Aber die beiden Unterführungen wenigsten mit einer Fahrhilfe für Kinderwagen auszustatten, und wenn es nur zwei U-Eisen sind, wird doch wohl drin sein. Und das Anbringen einer Klingel vor den Unterführungen (oder etwas komfortabler eine Gegensprechanlage), damit der Fahrdienstleiter zu Hilfe gerufen werden kann, sollte die Bahn AG nicht in den Ruin stürzen. Hier sollte die Stadt Sondershausen mal zu Gunsten ihrer Bürger mit der Bahn AG verhandeln. Denn Barrierefreiheit ist auch ein wichtiges Zauberwort im Tourismus...
Autor: khh
Unterführung Am Bahnhof Sondershausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Zu DDR-Zeiten wurde es nicht geschafft und auch nach der Wende war die Bahn AG nicht in der Lage, die Bahnsteigunterführung am Hauptbahnhof so zu gestalten, dass man einigermaßen problemlos mit Kinderwagen die Treppe benutzen kann. Runter geht es ja mit viel Ruckelei noch einigermaßen. Das Dumme ist nur, auf der anderen Seite muss man aber den Kinderwagen wieder hoch zerren. Da kommt mach junge Mutti an die Grenzen ihrer Kräfte. Und auch manch älterer Mitbürger hat mit seinem Rolli so seine Probleme, die Treppe zu überwinden. Denn nicht immer ist eine helfende Hand zur Stelle. Wer kommt schon auf die Idee am anderen Ende des Bahnsteiges den Fahrdienstleiter um Hilfe zu bitte.
Auf so eine Hilfe sind aber Rollstuhlfahrer angewiesen, denn Rollstühle, die Treppen überwinden können, sind wohl die absolute Seltenheit, wenn es sie überhaupt gibt. Für Rollstuhlfahrer bleibt nur der Weg über die Schienen am anderen Ende des Bahnsteigs.
Wie sich kn heute am Hauptbahnhof Sondershausen überzeugte, bleibt dem Rollstuhlfahrer nur übrig, beim Fahrdienstleiter am Fenster zu klopfen, denn auch bei Zugankunft kommt der Fahrdienstleiter nicht in jedem Fall heraus. Problematisch wird es nur, wenn der Rollstuhlfahrer mit dem Zug ankommt. Denn wenn ihm dann kein Mitfahrer zu Hilfe kommt, bleibt nur ein lautes stimmliches Organ zum Rufen, wenn ihn der Fahrdienstleiter denn überhaupt hört.
Denn von sich aus sollte ein Rollstuhlfahrer nicht den Weg über die Schienen benutzen, denn durch das Verbotsschild verliert er sonst jeglichen Versicherungsschutz. Denn nur wenn man sehr genau weiß, dass gerade kein Zug kommt (das weiß nur der Fahrdienstleiter), kann man an dieser Stelle die Schienen überqueren.
Nun ist kn nicht so weltfremd zu glauben, dass an diesem Bahnhof die Bahn AG noch viel investiert. Im Gegenteil, man muss ja noch froh sein, dass die Strecke nicht auch noch geschlossen wird. Aber die beiden Unterführungen wenigsten mit einer Fahrhilfe für Kinderwagen auszustatten, und wenn es nur zwei U-Eisen sind, wird doch wohl drin sein. Und das Anbringen einer Klingel vor den Unterführungen (oder etwas komfortabler eine Gegensprechanlage), damit der Fahrdienstleiter zu Hilfe gerufen werden kann, sollte die Bahn AG nicht in den Ruin stürzen. Hier sollte die Stadt Sondershausen mal zu Gunsten ihrer Bürger mit der Bahn AG verhandeln. Denn Barrierefreiheit ist auch ein wichtiges Zauberwort im Tourismus...

