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1. Demografiekonvent in Sondershausen

Dienstag, 12. Februar 2008, 17:37 Uhr
Das im Januar gestartete Modellvorhaben „Demografischer Wandel – Zukunftsgestaltung der Daseinsvorsorge in ländlichen Räumen“ ist mit dem 1. Demografiekonvent in Sondershausen in eine neue Phase eingetreten.

Eröffnung 1. Demografiekonvent (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Eröffnung 1. Demografiekonvent (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Sondershausens Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) eröffnete im Achteckhaus von Sondershausen heute Vormittag den 1. Demografiekonvent. Während er vor ca. 220 Vertretern von Kommunen, u.a. der Modellregionen „Stettiner Haff“ und „Südharzkyffhäuser“ sowie verschiedener Institutionen und Hochschulen das schöne Achteckhaus würdigen konnte, kam er aber auf das Kernproblem zurück. Ca. 20 Einwohner pro Monat nimmt die Stadt im Durchschnitt ab. Diese Rückläufige Bevölkerungsentwicklung zog sich wie ein roter Faden durch fast alle Fachvorträge und Diskussionsbeiträge.

Während der Bevölkerungsrückgang in den 90 ziger Jahren noch ein typisches Ostproblem war, stellte Dr. Engelbert Lütke Daldrup, Staatssekretär im Bundesministerium für Stadt- und Raumentwicklungspolitik des Bundes, klar, dass dieser Bevölkerungsrückgang auch in vielen Teilen des Westens Deutschland angekommen ist, Ganz besonders dabei die Mitte Deutschlands.
In seiner Rede stelle er drei Leitbilder für die Raumentwicklung dar:

- Wachstum und Innovation fördern
- Daseinsvorsorge sichern
- Ressourcen bewahren und Kulturlandschaften gestalten.

Was er allerdings als Erfolg darstellte, der Rückbau von 210.000 Wohnungen allein im Osten Deutschlands, ist eigentlich ein beredetes Zeugnis dafür, wo und wie groß die Misere der Bevölkerungsentwicklung eigentlich ist.

Alle geäußerten Ideen an dieser Stelle gleich vorstellen ist sicher nicht möglich, wie zum Beispiel aus Österreich der „Mobile Kindergarten“, aber in weiteren Artikeln wird kn über einige Aspekte bericht. Eines kann man aber sicher sein, dass Projekte, wie „Sun City“ in den USA, in Deutschland nicht funktionieren werden. Dort werden ganz Stadtteile und sogar Städte nur noch für Personen über 50 Jahre geschaffen!

In seinem Diskussionsbeitrag ging Landrat Peter Hengstermann (CDU) auf die im Kyffhäuserkreis laufenden 17 Projekte ein. Besonders hob er da drei Projekte hervor, über die wir später noch ausführlich berichten werden:

1. Produktionsschule zur Förderung benachteiligter Jugendlicher
2. Untersuchung des nachgeordneten Straßennetzes im Zusammenhang mit den Autobahnen
3. Regionalmarketingstrategie

Landrat Peter Hengstermann bei Diskussion (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Landrat Peter Hengstermann bei Diskussion (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Landrat Hengstermann bei der Diskussion, u.a. mit Dr. Barbara Syrbe Landrätin Kreis Ostvorpommern (Mitte) und der Moderatorin vom MDR.

Und abhängig von den Projekten stellte Landrat Hengstermann klar, dass die Schaffung neuer Arbeitsplätze den Vorrang haben muss. Dabei forderte er nachdrücklich vom Land Thüringen die Fertigstellung der Autobahnen A38 und besonders der A71, als sehr wesentliche Standortfaktoren. Dabei hoffte er, dass das bis 2010 erfolgen könnte.


Bildergalerie:
Rechts: Blick in den Innenstadt Sondershausen
Mitte: TagungsraumDr. Hardo Kendschek sprach über die Re-Urbanisierung Innenstadt Sondershausen
Links: Landrat Peter Hengstermann und Bürgermeister Joachim Kreyer
Autor: khh

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