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Ute Freudenberg auf Straußberg

Donnerstag, 14. Februar 2008, 19:42 Uhr
Herzlich begrüßt zu einer Autogrammstunde in Straußberg wurde am heutigen Nachmittag die Sängerin Ute Freudenberg. Sie will damit ein Zeichen gegen die Erweiterung der Schweinemastanlage Immenrode setzen


Begrüßung Ute Freudenberg (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Begrüßung Ute Freudenberg (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Und Ute Freudenberg spricht aus eigener Erfahrung. Sie ist in Weimar-Schöndorf, in einem ländlichen Bereich aufgewachsen. Sie sagte selbst, ich weiß wie ländlicher Duft riechen kann. Umso mehr kann sie nachvollziehen, wenn hier am Straußberg durch eine große Schweinemastanlage die Luft verpestet werden soll. Ihr war es ein Bedürfnis durch diesen öffentlichen Auftritt auf die Probleme hinzuweisen, die auf den Ferienpark Feuerkuppe zukommen könnte. Denn mit diesem Besuch im Ferienpark kommt sie an die Stelle zurück, an der ihr sängerisches Talent entdeckt wurde.

Begrüßt wurde Ute Freudenberg von Georg Schäfer (Vorsitzender Ferienpark Feuerkuppe e.V.. und 1. Beigeordneter des Landrates – SPD)), Antje Hochwind (Geschäftsführerin Ferienpark Feuerkuppe e.V..) und Jürgen König (Mitglied Kreistag – Jugendhilfeausschuss – CDU).

Ferienpark Feuerkuppe Rezeption (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Ferienpark Feuerkuppe Rezeption (Foto: Karl-Heinz Herrmann)


Zuerst ging es natürlich zu einem Rundgang durch den Ferienpark, denn Ute Freudenberg war ja gespannt, was sich alles gegenüber ihrer Jugendzeit geändert hat. Begleitet wurde sie von einem Team des MDR. In ihrem Interview mit dem MDR wies sie persönlich auf Probleme hin, die sie selbst sähe. Verschlechterung der Trinkwasserqualität durch Einbringen von Gülle und natürlich die Geruchsbelästigung. Dabei dachte sie auch an die Häuslebauer, deren Immobilienpreise sinken, wenn es hier zu permanenten Geruchsbelästigungen kommt.

In diesem Zusammenhang sagte Ute Freudenberg, Schweinefleisch sei das ungesündeste Fleisch und man sollte dessen Genuss verringern. Auch befürchtete sie, dass der einzige Gewinner der Betreiber der neuen Mastanlage sein werde, während hier im Ferienpark alle verlieren werden. Das komplette Interview strahlt der MDR voraussichtlich am Freitag in der Sendung „Hier ab Zwei“ um 14:00 Uhr im MDR.

Bevor es zur großen Autogrammstunde kam, verwies Vereinsvorsitzender Georg Schäfer auf großartige Entwicklung des Ferienparks. Von 2003 (39.554) über 2006 (44.394) stieg die Zahl der Übernachtungen 2007 auf 49.586 (+10% gegenüber Vorjahr). Welcher Tourismusbetrieb könne solche Steigerungsraten vorweisen. November 2007 gehörte der Ferienpark zu den ersten 12 (von ca. 5.000) Jugendeinrichtungen, die das „Drei-Sterne-Management“ verliehen bekommen haben.

In seiner kurzen Ansprache verwies er darauf, was es alles in 3 km Entfernung schon gäbe:
- Putenmastanlage mit 18.000 Tieren
- Schweinemastanlage mit 1.930 bzw. 1650 Tieren
- Ferkelzuchtanlage mit 700 Säuen und über tausend Ferkel

Jetzt noch eine Erweiterung auf 13.650 Schweine sei einfach nicht mehr hinnehmbar. Es gibt Proteste und eine Bürgerinitiative. Es gibt Stellungnahmen gegen diese Projekt von
- Regionale Planungsgemeinschaft Nordthüringen
- Kyffhäuserkreis
- Stadt Sondershausen

Auch eine Petition des Jugendhilfeausschusses des Kyffhäuserkreises gegen diese Erweiterung ligt vor, die übrigens einstimmig erfolgte.

Dann war es soweit und Ute Freudenberg hatte ganz schön zu tun, alle Autogrammwünsche zu erfüllen. Damit nicht genug, nach der Feuerkuppe ging es noch in ein Cafe in Immenrode und der Besuch des Kindergarten stand auch noch kurzfristig auf dem Plan.
Autor: khh

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