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Quasi grünes Licht für Ausbildung

Donnerstag, 21. Februar 2008, 18:53 Uhr
Ein umfangreiches Tour-Programm hatte heute Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) im Kyffhäuserkreis vor sich. Hier erfahren Sie, wo er war.

Start war schon kurz nach 8:00 Uhr mit dem Einkleiden. Auch ein Ministerpräsident darf nicht ohne Kittel durch einen Betrieb der Nahrungsgüterwirtschaft gehen, denn erste Station war die Salami- und Schinkenfabrik in Greußen. Das über die Grenzen Thüringens hinaus bekannte Unternehmen wurde Dank der guten und gleichmäßigen Qualitätsarbeit zertifiziert.
Im Holzhandel Groppe ließ sich Althaus die neusten Exponate für die Thüringenausstellung zeigen.

Ministerpräsident Althaus (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Ministerpräsident Althaus (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Sehr zugig ging es dann im wahrsten Sinne des Wortes in Sondershausen weiter. Beim Besuch der ehemaligen Cruciskirche wurde auch der im Rahmen der ersten Bauphase fertiggestellte Turm bestiegen. Das nasskalte Wetter und die starke Zugluft auf dem Turm waren bestimmte nicht förderlich für den Schnupfen, den auch einen Ministerpräsidenten befallen kann. Tapfer ließ er sich von Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) das Stadtbild von Sondershausen erklären.

Vorher hatte er sich das Modellvorhaben „Demografischer Wandel“ – Bau des Bürgerzentrums Cruciskirche vom Vereinsvorsitzenden und Stadtrat Wolfgang Wytrieckus (Freie Wähler) erläutern lassen. Das Projekt wird von einem Verein realisiert, der 2001 gegründet wurde, und durch viele Firmen der Region unterstützt wird. Trotzdem müssen die Vereinsmitglieder viele Leistungen selbst aufbringen. Wytrieckus zeigte Genugtuung, dass das Landesverwaltungsamt die durch die Mitglieder geleisteten Stunden als Eigenleistungen anerkennt.

In der Cruciskirche (Foto: Karl-Heinz Herrmann) In der Cruciskirche (Foto: Karl-Heinz Herrmann)


Viel Spannung herrschte vor dem Besuch bei der GVV, der Gesellschaft zur Verwahrung von Bergwerken. Wird Geschäftsführer Hans-Joachim Hartwig schon etwas vom Geheimnis der Ausschreibung lüften? Aber selbst von Althaus darauf angesprochen, war nur soviel zu erfahren, dass es bei den ausländischen Firmen um ein israelisches, ein kanadisches und ein französisches Unternehmen handelt.

Hartwig sagte aber auch sehr deutlich, dass es vor Herbst keine weiteren Entscheidungen geben wird, da die Angebote der Firmen sehr genau geprüft werden. Es geht nicht nur um den Kaufpreis, sondern noch wichtiger sei ein schlüssiges Unternehmenskonzept, bei der die Zahl der geschaffenen Arbeitsplätze wichtig sein. Auch hinsichtlich des weiteren Zeitablaufs gab sich Hartwig bedeckt.

Mehr Erfolg hatte da Landrat Peter Hengstermann (CDU). Er gab recht deutlich zu erkennen, dass er von Ministerpräsident Althaus Unterstützung bei der zukünftigen Ausbildung von Bergmechanikern in Sondershausen erwarte. Insbesondere bedarf es einer Anschubfinanzierung. Die Voraussetzungen seien gut, denn die praktische Ausbildung wird von der GSES Sondershausen übernommen und die theoretische Ausbildung von der staatlichen Berufsschule Sondershausen. Schützenhilfe erhielt Hengstermann dabei von Dr. Helmut Springer (ehemaliger Geschäftsführer GSES), der zum Ausdruck brachte, dass die Kali & Salz AG nicht mehr die Kapazität für die Ausbildung der in der Region benötigten Bergmechaniker habe.

Auch mahnte er an, dass dieser künftige Ausbildungsberuf Anerkennung bei den Thüringer Schulbehörden befinden sollte. Das sei sehr wichtig, da im Zuge des demografischen Wandels nicht mehr beliebig viele Auszubildende zur Verfügung stehen.

Da auch schon Sachsen-Anhalt signalisiert habe, dass man Bergmechaniker brauche und auch eine mögliche Bachelor-Ausbildung an der FH Nordhausen ins Auge gefasst wird, gab Althaus zu erkennen, das er von dem Vorhaben angetan sei. Damit scheint der Ausbildung von mindestens 15 Bergmechanikern ab Lehrjahr 2008/2009 nichts mehr im Wege zu stehen. So dürfte sich für den Landkreis dieser Besuch schon gelohnt haben.

Bei belegten Brötchen und einer Tasse Kaffe gönnte sich der Ministerpräsident eine kurze Pause, die aber mit einem sehr interessanten Film über die umfangreichen Arbeiten der GVV untermalt wurde. Und ein weiterer Besuch des Ministerpräsidenten in Sondershausen steht auch schon fest.

Geschäftsführer Hans-Joachim Hartwig erhielt die Zusage, dass Althaus am 5. September zum 15. jährigen Bestehens der GVV kommen wird.
Autor: khh

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