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Transparente am Kyffhäuser

Donnerstag, 21. Februar 2008, 20:12 Uhr
Bei seiner Besuchstour durch den Kyffhäuserkreis begrüßten den Ministerpräsidenten Dieter Althaus (CDU) am Kyffhäuser erst mal Transparente. Worum es ging, erfahren Sie hier.

Übergabe Unterschriftenliste (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Übergabe Unterschriftenliste (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Gleich nach dem Aussteigen aus dem Tourbus wurde Ministerpräsident Althaus mit dem Problem der Abholzung am Kyffhäuser konfrontiert. Mit mehreren Transparenten machten sich engagierte Bürger Luft über das übertriebene Abholzen im Kyffhäusergebirge. Sie übergaben Althaus eine Mappe mit Luftaufnahmen und über 2.600 Unterschriften empörter Bürger.

Landrat Peter Hengstermann (CDU) versicherte den Demonstranten, dass er in den nächsten Tagen mit dem zuständigen Forstamtsleiter die Problematik klären werde. Erste Stimmen aus den Reihen der Demonstranten zeigten an, dass man zufrieden mit diesem Schritt sei, dem jetzt aber weitere seitens der Behörden folgen müssten.

Danach ließ sich Althaus die Probleme bei der Felssanierung am Kyffhäuser erläutern. In ihren Ausführungen brachte Geschäftsführein Catrin Auerbach (Burghof Kyyfhäuser Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG) zum Ausdruck, dass auf Dauer ein Winterbetrieb ohne Übernachtung für den Burghof nicht möglich sei. Das ehemalige Ferienheim steht schon seit der Wende leer und ist durch defekte Wasserrohre, Dachsteine und defekte Fenster völlig ruiniert. Eine Rekonstruktion ist aber erst sinnvoll, wenn die Hangsanierung im Bereich des Mittelbaus abgeschlossen ist. Dazu wurden bis 2007 im ersten Bauabschnitt durch den Landkreis bereits rund eine Million Euro bereitgestellt. Aber das reicht be weitem noch nicht. Denn tonnenschwere Abbrüche im Bereich des Rosengartens gefährden nicht nur das Gebäude, sondern auch die Menschen. In einem Rundgang überzeugt sich Althaus von dem maroden Zustand des Gebäudes. Er wurde aber auch informiert, was bereits an privaten Investitionsmitteln (1 Mio. Euro) eingesetzt wurde, und was in den nächsten Jahren bis 2013 weitere rund 2,5 Mio. Euro investiert werden soll.

Felssanierung noch notwendig (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Felssanierung noch notwendig (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Aber auch das Problem des schwierigen Zugangs zum Kyffhäuserdenkmal wurde dem Ministerpräsidenten nahe gebracht . Behinderte und ältere Besucher haben Probleme das Denkmal überhaupt besuchen zu können. Dem Ministerpräsidenten wurde dabei das Projekt eines Lifts erläutert, das aber wegen des Investitionsvolumens von Landkreis und privaten Betreibern nicht geschultert werden kann, auch wenn die Kyffhäusersparkasse zinsgünstige langjährige Kredite zugesagt hat. Das ursprüngliche Projekt eines gläsernen Lifts wurde aber wieder verworfen. So eine Art Lift würde enorme Instandhaltungs- und Wartungskosten verursachen. Auch würde das Aussehen des Kyffhäusers negativ beeinflusst. Das Kyffhäuserdenkmal solle das eigentliche Besuchsziel bleiben. Deshalb soll der Lift in das innere des Felsens gelegt werden.

Die Schachtbau Nordhausen GmbH, die das Objekt bauen soll, hätte genügend Erfahrungen mit dieser Art Gestein, da das Unternehmen mit Erfolg die bisherigen Sicherungsarbeiten am Fels durchgeführt hatte. Althaus gab zwar kein Zusage, war aber vom Projekt recht angetan und erbat sich Unterlagen zu dem Projekt.
Autor: khh

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