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Zu Hachelbichs Märzenbecher

Freitag, 07. März 2008, 07:11 Uhr
Wenn das Wetter am Wochenende schön ist, sollten Sie unbedingt einen Ausflug nach Hachelbich einplanen...

Im Schneidtal bei Hachelbich ist nur für kurze Zeit ein kleines Naturwunder zu beobachten, das Blühen der Märzenbecher in großer Zahl.

Märzenbecher (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Märzenbecher (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Die Frühlings-Knotenblume (Leucojum vernum), auch Märzenbecher, Märzbecher oder Großes Schneeglöckchen genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae) und kommt in der freien Natur nur noch selten in großen Ansammlungen frei vor. Im Schneidtal in der Nähe des Marienbrunnen findet man entlag des ausgetrockneten Steingrabens zig-Meter lang ganze „Wiesen“ von Märzenbecher.
Die Märzenbecher wächsen in Gruppen, bilden jedoch nur selten größere Bestände. Deshalb ist das Vorkommen im Schneidtal so eine Seltenheit. Der Märzenbecher gilt nach der Bundesartenschutzverordnung als besonders geschützt und nach der Roten Liste als gefährdet. Deshalb bitte nur ansehen und nicht abschneiden oder gar ausgraben!

Märzenbecher-Wiese (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Märzenbecher-Wiese (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Mit der Kamera lassen sich die Bestände leider nicht so schön darstellen.

Und wie kommt man hin? Natürlich umweltfreundlich mit dem Fahrrad. Deshalb noch heute aus dem Versteck holen, durchsehen und kurz die wichtigsten Teile ölen und ganz besonders die Funktionsfähigkeit der Bremsen testen.
Dann kann es auch schon losgehen. Das Finden ist eigentlich kinderleicht. Der Martin-Andersen-Nexö-Straße immer weiter geradeaus bis nach Berka folgen. Und auch in Berka immer geradeaus weiter bis die Straße in einen breiten Feldweg übergeht, der aber bis auf einige kleine Stellen zurzeit gut befahrbar ist. In Hachelbich dann rechts abbiegen und immer geradeaus bis in den Wald. Ab Hachelbich geht es dann allerdings immer leicht bergan. Kurz vor dem Marienbrunn werden Sie links der Straße die „Märzenbecher-Wiesen“ bewundern können.

Bleiben Sie aber im Gebiet links der Straße, denn das Waldstück rechts zählt zu den Munitionsfundgebieten. Dort wurde auch gestern eine gefundene Stielgranate vor Ort gesprengt, weil sie nicht abtransportiert werden konnte.
Autor: khh

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