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Lohnende Arbeitsplätze?

Donnerstag, 13. März 2008, 10:52 Uhr
Etwas mehr als eine Million Frauen und Männer arbeiteten im vergangenen Jahr in Thüringen. Welche Tendenz sich aus dieser Zahl ableiten lässt, das haben wir erfahren...


Im Jahr 2007 hatten im Jahresdurchschnitt 1 016 500 Personen einen Arbeitsplatz in Thüringen. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 11 800 Personen bzw. 1,2 Prozent mehr als im Jahr 2006.

In Deutschland stieg im Jahr 2007 die Zahl der Erwerbstätigen um 1,7 Prozent (auf 39,7 Millionen Personen), im früheren Bundesgebiet (ohne Berlin) um 1,6 Prozent und im Gebiet der neuen Bundesländer (ohne Berlin) ebenfalls um 1,6 Prozent.

Ausschlaggebend für die verhaltene Entwicklung der Erwerbstätigkeit in Thüringen im Jahr 2007 im Vergleich zu anderen Bundesländern war vor allem eine rückläufige Entwicklung der so genannten marginalen Beschäftigungsverhältnisse. Zu diesen zählen die geringfügig entlohnten Beschäftigten, die kurzfristig Beschäftigten und Beschäftigte in Arbeitsgelegenheiten (1-Euro-Jobs). Bei den voll sozialversicherungspflichtig Beschäftigten verlief die Entwicklung in Thüringen im Jahresdurchschnitt vergleichbar mit der in Deutschland (ca. + 2 Prozent).

Wie die Berechnungen des Arbeitskreises 'Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder' zeigen, verzeichneten im Jahr 2007 Berlin (+ 2,2 Prozent), Hamburg (+ 2,1 Prozent) und Brandenburg (+ 2,1 Prozent) den größten Beschäftigungszuwachs unter den Bundesländern. Geringe Zuwächse verzeichneten das Saarland (+ 1,0 Prozent), Sachsen-Anhalt (+ 1,1 Prozent) und Thüringen (+ 1,2 Prozent).

Betrachtet man die Wirtschaftsbereiche im Einzelnen, so stellt man fest, dass im Jahr 2007 in Thüringen in allen Hauptwirtschaftsbereichen, bis auf den Bereich der öffentlichen und privaten Dienstleister, die Zahl der Erwerbstätigen zugenommen hat. Den größten Zuwachs (+ 6 700 Personen bzw. + 3,4 Prozent) verzeichnete das Verarbeitende Gewerbe. In diesem Bereich waren im Jahr 2007 fast 205 000 Personen erwerbstätig. Das waren 20,2 Prozent aller Erwerbstätigen in Thüringen.

Den zweitgrößten Zuwachs gab es im Bereich der unternehmensbezogenen Dienstleister (+ 5 600 Personen bzw. + 4,1 Prozent), gefolgt vom Baugewerbe (+ 1 700 Personen bzw. + 2,0 Prozent) und dem Bereich Handel, Gastgewerbe und Verkehr (+ 1 300 Personen bzw. + 0,6 Prozent).Im Bereich der öffentlichen und privaten Dienstleister sank die Zahl der Erwerbstätigen um 3 600 Personen (- 1,1 Prozent).

Den vorgelegten Erwerbstätigenzahlen liegt das so genannte Arbeitsortkonzept zugrunde, d.h. die ausgewiesenen Ergebnisse umfassen nur diejenigen Erwerbstätigen, die ihren Arbeitsort in Thüringen haben. Auspendler in die anderen Bundesländer bleiben unberücksichtigt, Einpendler aus anderen Bundesländern sind einbezogen.
Autor: nnz

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