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Ausbildungszentrum mit Niveau

Dienstag, 25. März 2008, 07:10 Uhr
Vom Besuch eines interessanten Ausbildungszentrums in Sondershausen, dass immerhin zurzeit 47 Auszubildende bis hin aus Artern und Roßleben in der Lehre hat, berichtet unser Leserbrief...

Großzügig, ausgestattet mit der neusten Technik im Bauwesen, von der Laservermessung bis zur Wasserwaage, präsentiert sich das Ausbildungszentrum der Bauinnung des Kyffhäuser – Unstrut-Hainichen Kreises vor der Windleite 7 in Sondershausen. Der Leiter Horst Haferung mit seinen zwei Ausbildern und einer Verwaltungskraft sind erfahrenen Fachleute und können somit fachgerechtes Wissen vermitteln. Die Ausbildungspläne gibt es dazu seit dem Jahr 1999. Zur Zeit werden Maurer, Stahlbetonbauer, Zimmerer und Fliesenplattenmosaikleger ausgebildet. Das Handwerk hat zur Zeit im Kammerbezirk Erfurt sechs Ausbildungsstätten.

Eines davon befindet sich in Sondershausen. Hier werden die Lehrlinge aus den Kyffhäuserkreis ausgebildet. Für den Unstrut-Hainich Kreis befindet sich das Ausbildungszentrum in Menteroda. Von den 47 Auszubildenden wurden 20 Lehrlinge vom Arbeitsamt delegiert, die nach 2 Jahren die Prüfung zum Hochbau –Tiefbau oder Ausbaufacharbeiter ablegen können. Angestrebt wird allerdings, dass noch ein drittes .Jahr angehangen wird, um die Gesellenprüfung ablegen zu können, so wie die restlichen 27, die von den Bauhandwerksbetrieben des Kyffhäuserkreises delegiert wurden. Damit ist auch gesagt, dass das Ausbildungszentrum noch Kapazitäten hat.

Leider haben im Kyffhäuserkreis etliche Baubetriebe geschlossen. Es mangelte an Aufträgen, obwohl in ganz Deutschland von ihnen gebaut wird. Ein Lehrling kostet auch für den Betrieb Geld, so das sich mancher Chef überlegen muss, wie viel Lehrlinge sein Betrieb verkraften kann. Ein weiteres Problem tritt auf. Die Lehrlinge beginnen die Ausbildung mit schlechten Kenntnissen auf dem Gebiet der Mathematik, ganz zu schweigen von Deutschkenntnissen. Grade in den Bauberufen sind Grundrechenarten gefordert. Also jeder Lehrling muss Volumen - und Flächenberechnungen beherrschen, um ein Beispiel zu nennen.

Die theoretische Ausbildung erhalten sie einmal in der Staatlichen Berufsbildenden Schule auf dem Schachgelände in Sondershausen und im Berufsschulzentrum in Artern. Im Juni erfolgt die Kenntnisprüfung im Ausbildungszentrum in Sondershausen. Im Juli werden die Fertigkeiten geprüft bzw. nach 3 Jahren erfolgt die Gesellenprüfung. Als Gesellenstück muss eine Mauerwerkskonstruktion angefertigt werden, wobei die Zeichnung, das Material und die Zeit vorgegeben ist. Eine Prüfungskommission bewertet dann das Gesellenstück. Haben die Lehrlinge alle Prüfungen bestanden werden sie dann frei gesprochen und können sich gegebenenfalls zum Meister qualifizieren bzw. können in der Bauwirtschaft als Gesellen arbeiten.

Hans-Jürgen Schmidt
Sondershausen

Bilder rechts nach links:
- Das Gebäude des Ausbildungszentrums in Sondershausen
- Kevin Kühnhold von der Tiefbaufirma G. Utsch aus Artern beim Verlegen von Natursteinpflaster.
- Lars Heiden vom Güllmaer-Bau Roßleben beim Mauern
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Autor: khh

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