Baufehler bei Ortsumgehung Sondershausen?
Dienstag, 01. April 2008, 23:31 Uhr
So sahen es zumindest zu mindest einige Bürger bei der Einwohnerversammlung am Montag in Sondershausen für die Wohngebiete Bebra, Jechaburg und Franzberg. KN hat mal die Stellen mit der Kamera besucht, die den Anwohnern nicht gefallen haben...
Über die Einwohnerversammlung hatte kn schon berichtet. Hier haben wir aber einen der Schwerpunkte nochmals aufgegriffen. Erster Punkt war die Höhe der Schallschutzwand in Bebra, die nach Auffassung der Anwohner zu niedrig ist. Wie man unten auf dem Bild doch schon erkennen kann, werden LKW und Busse in jedem Fall die Höhe der Schallschutzwand überragen, zumal jetzt noch nicht mal die fertige Höhe der Fahrbahndecke erreicht wird. Und die Wand nicht höher werden, als die jetzt schon stehenden Pfeiler, bestätigte so der Fachbereichsleiter Bau und Ordnung der Stadt Sondershausen Manfred Kucksch. Für die Anwohner ein Zeichen, dass es trotzdem zu einer Lärmbelästigung kommen könnte.
Laut Kucksch wurde in einem komplizierten Computerprogramm die notwendige Höhe der Schallschutzwand berechnet. Das sei notwendig, um die nicht gerade billigen Schallschutzmauern in der Kostenhöhe zu optimieren. Als Einflussgrößen gelten dabei verwendeter Fahrzeugbelag, zugelassene Geschwindigkeiten und die Fahrzeugdichte an Hand des Fahrzeugverkehrs, um nur einige Hauptpunkte zu nennen. Bleibt nur zu hoffen, dass sich das Computerprogramm in diesem speziellen Fall auch bewährt. Wenn der Betrieb auf der Ortsumgehung normal läuft, so Kucksch, muss man dann später gegebenenfalls mit Lärmmessungen nachprüfen, ob die zulässigen Maximalwerte eingehalten werde.
Weiterer Knackpunkt für die Bewohner von Bebra ist, dass man als Fußgänger vom Ortsteil Jechaburg abgeschnitten wurde. Wie auf dem Bild unten zu erkennen ist, wird eine der wenigen Überquerungsmöglichkeiten der Ortsumgehungsstraße nicht für die Fußgänger zugelassen.
Die Brücke, gleichzeitig Anschlussstelle für die Stadt wird so gebaut, dass keine Fußgänger die Brücke offiziell passieren können. Es sei denn, man quetscht sich an den Fahrzeugen vorbei. Das ist allerdings dann ein recht gefährlicher Akt.
Standpunkt der Stadt, so Kucksch: So viele Fußgänger würden nicht auf dem Weg nach Jechaburg sein. Außerdem hätten die Planungsunterlagen lange genug ausgelegen und keiner vom Wohngebiet hatte sich darüber beschwert.
Hintergrund für das Ganze ist, dass durch die Ortsumgehung die ursprünglich nach Jechaburg gehende Eichenbergstraße (Bildreihe unten links) jetzt zur Sackgasse auch für die Fußgänger geworden ist. Es sei denn, man turne lebensmüde über die B4.
Für die Anwohner von Bebra, die Richtung Jechaburg wollen, müssen über die Feldstraße bis zum Bebraer Teich laufen und dort die Unterquerung nutzen, die für die Wanderer des Hainleiteweges angelegt wurde (siehe Bildreihe unten Mitte). Bei Nässe ist es allerdings dort zurzeit noch sehr schlammig. Das mussten am 1.Dezember 2007 die Teilnehmer des Hochzeitsmarsches anlässlich der Vereinigung Schernberg – Sondershausen erfahren, die nach Passieren des Tunnels sich erst mal die Klumpen von Dreck vom Schuhwerk entfernen mussten (Bildreihe unten rechts).
Oder man ist gezwungen, von Bebra entlang der B4 bis zur Brücke Jechaburger Weg zu gehen, was aber auch nicht einfach ist, da es keinen offiziellen Weg gibt. Man müsste dann erst bis zum Bahnhof vorlaufen, um auf sicheren Fußwegen gehen zu können. Bei der Finanzlage von Stadt und Bund ist nicht zu rechnen, dass für die wenigen Fußgänger eine Fußgängerbrücke über die B4 in Höhe der Eichenbergstraße gebaut wird. Und auch das Nachrüsten der Brücke von der Anschlussstelle mit einem Fußweg wäre nur mit höchstem Kostenaufwand realisierbar.
Bleibt wieder mal nur festzustellen, dass man als Anwohner jede Möglichkeit nutzen sollte, um solche Projekte im Vorfeld auf Herz und Nieren zu prüfen. Den Planer kann man allerdings nur für das nächste Mal mit auf den Weg geben: Bei aller Frage der Kosten, aber eine Brücke für Autos zu bauen, ohne auch nur einen Streifen wenigstens für Fußgänger anzulegen, ist schon mehr als nur ein Schildbürgerstreich.
Autor: khhÜber die Einwohnerversammlung hatte kn schon berichtet. Hier haben wir aber einen der Schwerpunkte nochmals aufgegriffen. Erster Punkt war die Höhe der Schallschutzwand in Bebra, die nach Auffassung der Anwohner zu niedrig ist. Wie man unten auf dem Bild doch schon erkennen kann, werden LKW und Busse in jedem Fall die Höhe der Schallschutzwand überragen, zumal jetzt noch nicht mal die fertige Höhe der Fahrbahndecke erreicht wird. Und die Wand nicht höher werden, als die jetzt schon stehenden Pfeiler, bestätigte so der Fachbereichsleiter Bau und Ordnung der Stadt Sondershausen Manfred Kucksch. Für die Anwohner ein Zeichen, dass es trotzdem zu einer Lärmbelästigung kommen könnte.
Laut Kucksch wurde in einem komplizierten Computerprogramm die notwendige Höhe der Schallschutzwand berechnet. Das sei notwendig, um die nicht gerade billigen Schallschutzmauern in der Kostenhöhe zu optimieren. Als Einflussgrößen gelten dabei verwendeter Fahrzeugbelag, zugelassene Geschwindigkeiten und die Fahrzeugdichte an Hand des Fahrzeugverkehrs, um nur einige Hauptpunkte zu nennen. Bleibt nur zu hoffen, dass sich das Computerprogramm in diesem speziellen Fall auch bewährt. Wenn der Betrieb auf der Ortsumgehung normal läuft, so Kucksch, muss man dann später gegebenenfalls mit Lärmmessungen nachprüfen, ob die zulässigen Maximalwerte eingehalten werde.
Weiterer Knackpunkt für die Bewohner von Bebra ist, dass man als Fußgänger vom Ortsteil Jechaburg abgeschnitten wurde. Wie auf dem Bild unten zu erkennen ist, wird eine der wenigen Überquerungsmöglichkeiten der Ortsumgehungsstraße nicht für die Fußgänger zugelassen.
Die Brücke, gleichzeitig Anschlussstelle für die Stadt wird so gebaut, dass keine Fußgänger die Brücke offiziell passieren können. Es sei denn, man quetscht sich an den Fahrzeugen vorbei. Das ist allerdings dann ein recht gefährlicher Akt.
Standpunkt der Stadt, so Kucksch: So viele Fußgänger würden nicht auf dem Weg nach Jechaburg sein. Außerdem hätten die Planungsunterlagen lange genug ausgelegen und keiner vom Wohngebiet hatte sich darüber beschwert.
Hintergrund für das Ganze ist, dass durch die Ortsumgehung die ursprünglich nach Jechaburg gehende Eichenbergstraße (Bildreihe unten links) jetzt zur Sackgasse auch für die Fußgänger geworden ist. Es sei denn, man turne lebensmüde über die B4.
Für die Anwohner von Bebra, die Richtung Jechaburg wollen, müssen über die Feldstraße bis zum Bebraer Teich laufen und dort die Unterquerung nutzen, die für die Wanderer des Hainleiteweges angelegt wurde (siehe Bildreihe unten Mitte). Bei Nässe ist es allerdings dort zurzeit noch sehr schlammig. Das mussten am 1.Dezember 2007 die Teilnehmer des Hochzeitsmarsches anlässlich der Vereinigung Schernberg – Sondershausen erfahren, die nach Passieren des Tunnels sich erst mal die Klumpen von Dreck vom Schuhwerk entfernen mussten (Bildreihe unten rechts).
Oder man ist gezwungen, von Bebra entlang der B4 bis zur Brücke Jechaburger Weg zu gehen, was aber auch nicht einfach ist, da es keinen offiziellen Weg gibt. Man müsste dann erst bis zum Bahnhof vorlaufen, um auf sicheren Fußwegen gehen zu können. Bei der Finanzlage von Stadt und Bund ist nicht zu rechnen, dass für die wenigen Fußgänger eine Fußgängerbrücke über die B4 in Höhe der Eichenbergstraße gebaut wird. Und auch das Nachrüsten der Brücke von der Anschlussstelle mit einem Fußweg wäre nur mit höchstem Kostenaufwand realisierbar.
Bleibt wieder mal nur festzustellen, dass man als Anwohner jede Möglichkeit nutzen sollte, um solche Projekte im Vorfeld auf Herz und Nieren zu prüfen. Den Planer kann man allerdings nur für das nächste Mal mit auf den Weg geben: Bei aller Frage der Kosten, aber eine Brücke für Autos zu bauen, ohne auch nur einen Streifen wenigstens für Fußgänger anzulegen, ist schon mehr als nur ein Schildbürgerstreich.





