Gegen die Armut der Kinder
Mittwoch, 02. April 2008, 23:17 Uhr
Die 2. Regionalkonferenz - "Kinder - Armut - Bildung" fand heute Nachmittag in Sondershausen statt. Der erhoffte prominente Besuch kam nicht. Trotzdem war es eine gelungene Veranstaltung...
2. regionalkonferenz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Weder Ursula von der Leyen (die Bundesministerin für Familien), noch andere eingeladene Thüringer Minister kamen, dafür aber der Referatsleiter Familienpolitik im Sozialministerium Thüringens, Klaus Hermann Rössler. Die Veranstaltung, die unter der Schirmherrschaft von Landrat Peter Hengstermann (CDU) stand, musste sich wegen anderer Obliegenheiten von seinem 1. Beigeordneten Georg Schäfer (SPD) vertreten lassen, fand trotzdem eine gute Resonanz.
Aber auch einige Bürgermeister, wie Joachim Kreyer (CDU) von Sondershausen oder Uwe Vogt (SPD) von Ebeleben, nahmen an der gut besuchten Veranstaltung teil. LehrerInnen (etwas zu knapp), SozialarbeiterInnen, MitarbeiterInnen aus Kitas und Eltern arbeiteten in den Arbeitsgruppen mit Thomas Weinrich von der Kreisdiakoniestelle zusammen. Der zog zu Anfang erst mal eine Bilanz der Resultate der 1. Konferenz von vor einem Jahr.
Auch wenn die Konferenz ein gutes Echo fand, bemängelter er, haben die damals gebildeten Arbeitsgruppen leider nicht in allen Fällen weiter gearbeitet. In seiner Begrüßungsrede wies Georg Schäfer hin, das Armut ein Übel ist, das andere Übel nach sich zieht. Dabei forderte er, dass durch Armut keiner ausgegrenzt werden darf. Nach der Eröffnung zog man sich in verschiedenen Arbeitsgruppen (Schulen, Kitas, Jugendhilfe, Familie) zurück und führte dort die Beratungen weiter.
Zieht man eine Gesamtbilanz dieser Veranstaltung, dann wurde festgestellt, dass
- Armut nicht fehlende Bildung nach sich ziehen muss.
- Kinder aus sozial schwachen Familien haben deutlich geringere Bildungschancen.
An sich zwei Erkenntnisse, die nicht wesentlich neu sind, und sich jeder ausrechnen kann, der noch 1 + 1 zusammenzählen kann. So ist an sich weniger dieses Ergebnis interessant als die Tatsache, dass die einzelnen Arbeitsgruppen Aufträge und Schreiben an die verschiedensten Entscheidungsträger und Politiker weiterleiten. Siehe dazu auch das Bild mit der Pinwand.
Besonders die Empfehlungen der Arbeitsgruppe Familie sind da von Bedeutung, mit klaren Forderungen, die Regelsätze für Kinder in den Hartz IV – Familien zu erhöhen. Denn es wurde klar herausgearbeitet, dass allein die schulischen Anforderungen nach bestimmten Lehrmitteln von sozial schwachen Familien in keinster Weise mehr aufzubringen sind, was selbst Klaus Hermann Rössler zugeben musste, und informierte, dass es im Bundesrat schon zu entsprechenden Bestrebungen komme.
Forderungen einiger Arbeitsgruppen nach freiem Schulessen sind zwar für die Entwicklung vieler Kinder wichtig, aber solange nicht klar ist, wer das bezahlen soll, sicher leider nur eine Forderung auf dem Papier.
Autor: khh
2. regionalkonferenz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Weder Ursula von der Leyen (die Bundesministerin für Familien), noch andere eingeladene Thüringer Minister kamen, dafür aber der Referatsleiter Familienpolitik im Sozialministerium Thüringens, Klaus Hermann Rössler. Die Veranstaltung, die unter der Schirmherrschaft von Landrat Peter Hengstermann (CDU) stand, musste sich wegen anderer Obliegenheiten von seinem 1. Beigeordneten Georg Schäfer (SPD) vertreten lassen, fand trotzdem eine gute Resonanz. Aber auch einige Bürgermeister, wie Joachim Kreyer (CDU) von Sondershausen oder Uwe Vogt (SPD) von Ebeleben, nahmen an der gut besuchten Veranstaltung teil. LehrerInnen (etwas zu knapp), SozialarbeiterInnen, MitarbeiterInnen aus Kitas und Eltern arbeiteten in den Arbeitsgruppen mit Thomas Weinrich von der Kreisdiakoniestelle zusammen. Der zog zu Anfang erst mal eine Bilanz der Resultate der 1. Konferenz von vor einem Jahr.
Auch wenn die Konferenz ein gutes Echo fand, bemängelter er, haben die damals gebildeten Arbeitsgruppen leider nicht in allen Fällen weiter gearbeitet. In seiner Begrüßungsrede wies Georg Schäfer hin, das Armut ein Übel ist, das andere Übel nach sich zieht. Dabei forderte er, dass durch Armut keiner ausgegrenzt werden darf. Nach der Eröffnung zog man sich in verschiedenen Arbeitsgruppen (Schulen, Kitas, Jugendhilfe, Familie) zurück und führte dort die Beratungen weiter.
Zieht man eine Gesamtbilanz dieser Veranstaltung, dann wurde festgestellt, dass
- Armut nicht fehlende Bildung nach sich ziehen muss.
- Kinder aus sozial schwachen Familien haben deutlich geringere Bildungschancen.
An sich zwei Erkenntnisse, die nicht wesentlich neu sind, und sich jeder ausrechnen kann, der noch 1 + 1 zusammenzählen kann. So ist an sich weniger dieses Ergebnis interessant als die Tatsache, dass die einzelnen Arbeitsgruppen Aufträge und Schreiben an die verschiedensten Entscheidungsträger und Politiker weiterleiten. Siehe dazu auch das Bild mit der Pinwand.
Besonders die Empfehlungen der Arbeitsgruppe Familie sind da von Bedeutung, mit klaren Forderungen, die Regelsätze für Kinder in den Hartz IV – Familien zu erhöhen. Denn es wurde klar herausgearbeitet, dass allein die schulischen Anforderungen nach bestimmten Lehrmitteln von sozial schwachen Familien in keinster Weise mehr aufzubringen sind, was selbst Klaus Hermann Rössler zugeben musste, und informierte, dass es im Bundesrat schon zu entsprechenden Bestrebungen komme.
Forderungen einiger Arbeitsgruppen nach freiem Schulessen sind zwar für die Entwicklung vieler Kinder wichtig, aber solange nicht klar ist, wer das bezahlen soll, sicher leider nur eine Forderung auf dem Papier.



