Stabübergabe beim VdK
Samstag, 05. April 2008, 18:24 Uhr
Mit dem Zusammenschluss der Landesverbände Hessen und Thüringen des Sozialverbandes VdK im Jahre 2003 wurden auch in Thüringen neue Verbandsstrukturen aufgebaut und Bezirksverbände gegründet. Heute gab es bei der Wahl eine deftige Überraschung...
Stabübergabe: Bernd Reiber gratuliert seiner Nachfolgerin Dorothea Kirsten zum Wahlerfolg
Dem Bezirksverband Thüringen Nord gehören die Kreisverbände Nordthüringen (Kyffhäuserkreis und Landkreis Nordhausen), Sömmerda, Eichsfeld und Unstrut-Hainich an. Am 23. März 2003 konstituierte sich der Bezirksverband praktisch mit der Wahl des Bezirksvorstandes. Bernd Reiber aus dem Kreisverband Nordthüringen, damals als Bezirksvorsitzender gewählt, konnte am Vormittag des 5. April 2008 zum 2. Bezirksverbandstag eine erfolgreiche Bilanz ziehen und feststellen, dass sich der Bezirksverband trotz aller Skepsis und Probleme bewährt habe.
Die vier Kreisverbände haben sich in den vergangenen Jahren stabilisieren und an Zuwachs gewinnen können. Vor allem im Eichsfeld- sowie Unstrut-Hainich-Kreis konnten neue Ortsverbände gebildet und ein kräftiger Mitgliederzuwachs erzielt werden. In Sömmerda wurde ein arbeitfähiger Kreisvorstand aufgebaut und zwei Ortsverbände gegründet. Der Mitgliederrückgang konnte gestoppt werden. Der Kreisverband Nordthüringen strahlte als größter mit seinen 14 Ortsverbänden auf die Nachbarkereisverbände aus. Stets war man bemüht, gegenseitig Erfahrungen zu vermitteln und sie für die eigene Arbeit zu nutzen.
Ohne Zweifel war die Einrichtung der Bezirksgeschäftsstelle in Nordhausen mit einer eigenen Juristin für diesen Bereich ein Gewinn für alle. Sie, Birgit Zörkler, konnte berichten, dass allein bereits in diesem Jahr 127.961,69 Euro für die Mitglieder in Sozialrechtsverfahren erstritten wurden. Sie unterstrich die Bedeutung des sozialrechtlichen Einsatzes des Verbandes für seine Mitglieder, da gerade die Hartz-IV-Gesetzgebung oftmals als ein Angriff auf die Würde des Menschen zu werten sei. Da müssten die hauptberuflichen und ehrenamtlichen Mitstreiter alles tun, um den Mitgliedern das Gefühl zu geben, dass im Verband jemand für sie da sei.
Die Geschäftsführerin Thüringen des Landesverbandes, Dorothea Reuß, dankte Bernd Reiber und den Mitgliedern des Vorstandes für die fleißige ehrenamtliche Arbeit, die sich lohne, weil sie für unsere Mitglieder, für die Menschen erbracht werde. Sie nutzte die Gelegenheit, auf die bundesweite VdK-Aktion gegen Armut zu verweisen, die allerorts mit Leben erfüllt werden sollte, um dazu beizutragen, dass die Politik wirksame Maßnahmen gegen Armut, ob bei Kindern oder Rentnern, treffe.
Als Gast nutzte Volkmar Pischel, Vorsitzender der Seniorenvertretung der Stadt Nordhausen, die Möglichkeit, um für ein engeres Zusammenarbeiten aller Sozialverbände zu werben. Auch er griff das Armutsproblem auf. Immerhin habe eine Erhebung ergeben, dass 32 Prozent der Nordhäuser Rentner mit einer Rente von unter 800 Euro leben müssen. Er verwies auf Probleme der Barrierefreiheit und seniorenfreundlichen Gestaltung der Stadt und warb letztlich dafür, sich in eine bundesweite Initiative Alter schafft Neues mit Projekten einzubringen.
Insgesamt wurde der Verbandstag zu einem interessanten Erfahrungsaustausch und bestätigte dem Vorstand, insbesondere dem bisherigen Bezirksvorsitzenden Bernd Reiber, eine gute Arbeit. Und doch kam es bei der Wahl zu einer Überraschung. Mit 7 zu 6 Stimmen wählten die stimmberechtigten Teilnehmer der Versammlung dann Dorothea Kirsten aus dem Eichsfeldkreis zur neuen Vorsitzenden. Bernd Reiber wird an ihrer Seite als Stellvertreter weiter streiten. Weitere Stellvertreter sind: Christian Fliegner, Unstrut-Hainich; Heidrun Tschee, Nordthüringen und Karl-Heinz Preilowski, Sömmerda.
Klaus Henze
Autor: nnz/knStabübergabe: Bernd Reiber gratuliert seiner Nachfolgerin Dorothea Kirsten zum Wahlerfolg
Dem Bezirksverband Thüringen Nord gehören die Kreisverbände Nordthüringen (Kyffhäuserkreis und Landkreis Nordhausen), Sömmerda, Eichsfeld und Unstrut-Hainich an. Am 23. März 2003 konstituierte sich der Bezirksverband praktisch mit der Wahl des Bezirksvorstandes. Bernd Reiber aus dem Kreisverband Nordthüringen, damals als Bezirksvorsitzender gewählt, konnte am Vormittag des 5. April 2008 zum 2. Bezirksverbandstag eine erfolgreiche Bilanz ziehen und feststellen, dass sich der Bezirksverband trotz aller Skepsis und Probleme bewährt habe.
Die vier Kreisverbände haben sich in den vergangenen Jahren stabilisieren und an Zuwachs gewinnen können. Vor allem im Eichsfeld- sowie Unstrut-Hainich-Kreis konnten neue Ortsverbände gebildet und ein kräftiger Mitgliederzuwachs erzielt werden. In Sömmerda wurde ein arbeitfähiger Kreisvorstand aufgebaut und zwei Ortsverbände gegründet. Der Mitgliederrückgang konnte gestoppt werden. Der Kreisverband Nordthüringen strahlte als größter mit seinen 14 Ortsverbänden auf die Nachbarkereisverbände aus. Stets war man bemüht, gegenseitig Erfahrungen zu vermitteln und sie für die eigene Arbeit zu nutzen.
Ohne Zweifel war die Einrichtung der Bezirksgeschäftsstelle in Nordhausen mit einer eigenen Juristin für diesen Bereich ein Gewinn für alle. Sie, Birgit Zörkler, konnte berichten, dass allein bereits in diesem Jahr 127.961,69 Euro für die Mitglieder in Sozialrechtsverfahren erstritten wurden. Sie unterstrich die Bedeutung des sozialrechtlichen Einsatzes des Verbandes für seine Mitglieder, da gerade die Hartz-IV-Gesetzgebung oftmals als ein Angriff auf die Würde des Menschen zu werten sei. Da müssten die hauptberuflichen und ehrenamtlichen Mitstreiter alles tun, um den Mitgliedern das Gefühl zu geben, dass im Verband jemand für sie da sei.
Die Geschäftsführerin Thüringen des Landesverbandes, Dorothea Reuß, dankte Bernd Reiber und den Mitgliedern des Vorstandes für die fleißige ehrenamtliche Arbeit, die sich lohne, weil sie für unsere Mitglieder, für die Menschen erbracht werde. Sie nutzte die Gelegenheit, auf die bundesweite VdK-Aktion gegen Armut zu verweisen, die allerorts mit Leben erfüllt werden sollte, um dazu beizutragen, dass die Politik wirksame Maßnahmen gegen Armut, ob bei Kindern oder Rentnern, treffe.
Als Gast nutzte Volkmar Pischel, Vorsitzender der Seniorenvertretung der Stadt Nordhausen, die Möglichkeit, um für ein engeres Zusammenarbeiten aller Sozialverbände zu werben. Auch er griff das Armutsproblem auf. Immerhin habe eine Erhebung ergeben, dass 32 Prozent der Nordhäuser Rentner mit einer Rente von unter 800 Euro leben müssen. Er verwies auf Probleme der Barrierefreiheit und seniorenfreundlichen Gestaltung der Stadt und warb letztlich dafür, sich in eine bundesweite Initiative Alter schafft Neues mit Projekten einzubringen.
Insgesamt wurde der Verbandstag zu einem interessanten Erfahrungsaustausch und bestätigte dem Vorstand, insbesondere dem bisherigen Bezirksvorsitzenden Bernd Reiber, eine gute Arbeit. Und doch kam es bei der Wahl zu einer Überraschung. Mit 7 zu 6 Stimmen wählten die stimmberechtigten Teilnehmer der Versammlung dann Dorothea Kirsten aus dem Eichsfeldkreis zur neuen Vorsitzenden. Bernd Reiber wird an ihrer Seite als Stellvertreter weiter streiten. Weitere Stellvertreter sind: Christian Fliegner, Unstrut-Hainich; Heidrun Tschee, Nordthüringen und Karl-Heinz Preilowski, Sömmerda.
Klaus Henze

