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Kreis kontrolliert verstärkt!

Mittwoch, 23. April 2008, 07:04 Uhr
Wie das Landratsamt in einer Pressmitteilung informierte, stellten die Behörden ein Zunahme der Verunreinigungen in der Biotonne fest. Hier der entsprechende Bericht...


„Aus gegebenem Anlass wird darauf hingewiesen, dass in die Biotonne nur sortenreine organische Abfälle einzufüllen sind. Die Herstellung eines hochwertigen Kompostes unter Einhaltung der hohen Qualitätsanforderungen setzt eine störstoffarme Anlieferung der Bioabfälle voraus, aber gerade hier treten große Schwierigkeiten auf.

Bei durchgeführten Kontrollen konnten zahlreiche Verstöße festgestellt werden. Immer wieder sammeln Bürger die im Haushalt anfallenden Bioabfälle in Plastiktüten und geben diese zusammen mit den Bioabfällen in die Biotonne. Zunehmend wurde auch Hausmüll, insbesondere Hygieneartikel und Babywindeln aber auch Glas und Metalle in der Biotonne gefunden. Ein weiterer Schwerpunkt der Verunreinigung liegt bei Steinen, Erde und Kehrgut. Tierische Abfälle wie z.B. Felle, Kadaver, Innereien und Knochen haben ebenfalls nichts in der Biotonne zu suchen. Diese Abfälle gehören dort absolut nicht hin, sondern in den Restabfall- bzw. in die entsprechenden Wertstoffbehälter.

Ein solches Fehlverhalten bedeutet für die Mitarbeiter in der Kompostierungsanlage einen hohen Arbeitsaufwand bei der Sortierung. Des Weiteren entsteht durch den erhöhten Störstoffanteil eine Qualitätsminderung des Kompostes und hat damit die Aberkennung des Gütezeichens zur Folge. In diesem Zusammenhang wird deshalb noch einmal ausdrücklich darauf hingewiesen, die Abfälle im Haushalt gewissenhaft zu sortieren und nur Abfälle organischer Herkunft in die Biotonne einzufüllen. Mitarbeiter des Amtes für Umwelt, Natur und Wasserwirtschaft werden in Zukunft weiterhin verstärkt Kontrollen durchführen. Verstöße führen unweigerlich zum Entzug der Biotonne und können mit einem Bußgeld geahndet werden.

Einige kleine Tipps zur ordnungsgemäßen Nutzung der Biotonne:


  • Wickeln Sie die in der Regel sehr feuchten Küchenabfälle in mehrere Lagen Zeitungspapier (aber nur in das der Tageszeitungen, keine Hochglanzpapiere wie z.B. Kataloge) ein oder legen Sie das Vorsortiergefäß in der Küche mit Papier aus.

  • Bevorraten Sie nach Möglichkeit eine geringe Menge Gras oder Laub, welches sich hervorragend eignet, um Küchen- oder Speiseabfälle in der Biotonne abzudecken; übrigens minimieren Sie damit nicht nur die Geruchsprobleme, sondern Sie halten auch Fliegen und damit auch Maden fern. Sollten Sie kein Gras haben, tut es Knüllpapier wie oben beschrieben auch.

  • Wählen Sie nach Möglichkeit einen schattigen Biotonnenstandplatz.

  • Nutzen Sie alle Abfuhrtermine, auch wenn Ihre Biotonne noch nicht vollständig
    gefüllt ist.



Informieren sich Sie unter www.kyffhaeuser.de oder lassen Sie sich beim Amt für Umwelt, Natur und Wasserwirtschaft unter der Tel.-Nr.: 03632/741-340 beraten.“

Hinweis der Redaktion:
Die von der Kreisverwaltung im April 08 auf ihrer Homepage ausgegebene Pressemitteilung kann schon Makulatur sein, weil zum Beispiel im Östertal die Biotonnen ganz verbannt wurden. Wir bleiben an das Sache dran.
Autor: khh

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