Ups, da war die Tonne weg!
Freitag, 25. April 2008, 07:04 Uhr
Warum in einigen Wohngebieten von Sondershausen und Bad Frankenhausen plötzlich keine Biotonnen mehr stehen, und worum sie entfernt wurden, erfahren Sie hier...
Im Östertal von Sondershausen, am Teichfeld von Bad Frankenhausen und an einigen anderen Orten wurden vor kurzem die Biotonnen entfernt. Wir fragten im Landratsamt des Kyffhäuserkreises nach, was für eine Bewandtnis es damit hatte. Vom Umweltamt stand uns Dr. Michael Fruth Rede und Antwort.
In letzter Zeit sei aufgefallen, dass in den Biotonnen statt Bioabfall immer mehr normaler Hausmüll zu finden war. Besonders auffällig im Teichfeld (Bad Frankenhausen), dass dort in manchen Biotonnen nur noch normaler Hausmüll zu finden war. Aber auch an anderen Stellen, insbesondere bei Wohnblöcken der Wohnungsgesellschaften.
Mit Aushängen und ähnlichen Aktionen wurden die Mieter aufgefordert, die Biotonnen ordnungsgemäß zu befüllen. Aber leider blieben die Informationen und Ermahnungen ohne Erfolg und an einigen Stellen haben die Behörden jetzt die Reißleine gezogen.
Von Gläsern, über Metallschrott bis hin zu Elektronikschrott war alles zu finden, um nur einige Beispiele zu nennen. Warum sind diese unerwünschten Bestandteile so störend? Aus dem Inhalt der Biotonnen wird in der Kompostieranlage Allmenhausen Kompost mit Gütesiegel hergestellt. Damit der Kompost besser verrotten kann, muss der Abfall zerkleinert werden. Es ist ja leicht nachzuvollziehen, dass alle nicht verrottbaren Bestandteile vorher entfernt werden müssen. Da bereitet jedes Stück Fremdbestanteil zusätzlichen Aufwand, weil es mühsam ausgelesen werden muss.
Man kann sich eigentlich selbst gut ausrechnen, dass ein versehentlich mitgeschreddertes Glas, im fertigen Kompost nicht gerade hilfreich ist, von möglichen giftigen Bestandteil falsch weggeworfener Stoffe. Was da zusammen kommt ist erschreckend. Allein in Almenhausen wurden im Jahre 2007 über 200 Tonnen Fremdstoffe aus dem Kompost gefischt. Und diese Fremdstoffe mussten auf die Kippe bei Netzelsrode verbracht werden. Pro Tonne bekam der Landkreis Kosten von 127,78 Euro aufgebrummt, was sich bei 200 t immerhin auf 25.556 Euro aufrechnete. Das ist dann eben Geld, das nicht für Kindergärten oder Schulen zur Verfügung steht! Und alles nur weil aus Bequemlichkeit, Sorglosigkeit und Unkenntnis Hausmüll in den Bioabfall geworfen wird.
Wir hatten kürzlich informiert was alles in die Biotonne gehört, und wie man so eine Biotonne am besten aufstellt. Aber auch in anderer Hinsicht warnt Dr. Fruth vor falscher Entsorgung. Auch wenn Wegwerfwindeln irgendwann auch mal verrotten, haben sie aber in Biotonnen nun wirklich nichts zu suchen. Wenn die Hose – Windel voll war, ist das nicht nur für die Mitarbeiter, welche die Fremdstoffe aussortieren müssen eine, unangenehme Sache. Aus hygienischen Gründen haben nun mal Fäkalien nichts in einem Kompost zu tun. Erst recht nicht, wenn es Kompost mit Gütesiegel sein soll, wegen des besseren Erlöses. Man wirft ja seine Fäkalien auch nicht auf den eigenen Komposthaufen.
Deshalb nochmals die eindringliche die Bitte von Dr. Fruth, besser auf die richtige Trennung seines Abfalls zu achten. Das falsche Benutzen der Biotonne hat auch noch eine andere unangenehme Wirkung: Es verteuert die Kosten und man muss sich über Gebührenerhöhungen nicht wundern.
Autor: khhIm Östertal von Sondershausen, am Teichfeld von Bad Frankenhausen und an einigen anderen Orten wurden vor kurzem die Biotonnen entfernt. Wir fragten im Landratsamt des Kyffhäuserkreises nach, was für eine Bewandtnis es damit hatte. Vom Umweltamt stand uns Dr. Michael Fruth Rede und Antwort.
In letzter Zeit sei aufgefallen, dass in den Biotonnen statt Bioabfall immer mehr normaler Hausmüll zu finden war. Besonders auffällig im Teichfeld (Bad Frankenhausen), dass dort in manchen Biotonnen nur noch normaler Hausmüll zu finden war. Aber auch an anderen Stellen, insbesondere bei Wohnblöcken der Wohnungsgesellschaften.
Mit Aushängen und ähnlichen Aktionen wurden die Mieter aufgefordert, die Biotonnen ordnungsgemäß zu befüllen. Aber leider blieben die Informationen und Ermahnungen ohne Erfolg und an einigen Stellen haben die Behörden jetzt die Reißleine gezogen.
Von Gläsern, über Metallschrott bis hin zu Elektronikschrott war alles zu finden, um nur einige Beispiele zu nennen. Warum sind diese unerwünschten Bestandteile so störend? Aus dem Inhalt der Biotonnen wird in der Kompostieranlage Allmenhausen Kompost mit Gütesiegel hergestellt. Damit der Kompost besser verrotten kann, muss der Abfall zerkleinert werden. Es ist ja leicht nachzuvollziehen, dass alle nicht verrottbaren Bestandteile vorher entfernt werden müssen. Da bereitet jedes Stück Fremdbestanteil zusätzlichen Aufwand, weil es mühsam ausgelesen werden muss.
Man kann sich eigentlich selbst gut ausrechnen, dass ein versehentlich mitgeschreddertes Glas, im fertigen Kompost nicht gerade hilfreich ist, von möglichen giftigen Bestandteil falsch weggeworfener Stoffe. Was da zusammen kommt ist erschreckend. Allein in Almenhausen wurden im Jahre 2007 über 200 Tonnen Fremdstoffe aus dem Kompost gefischt. Und diese Fremdstoffe mussten auf die Kippe bei Netzelsrode verbracht werden. Pro Tonne bekam der Landkreis Kosten von 127,78 Euro aufgebrummt, was sich bei 200 t immerhin auf 25.556 Euro aufrechnete. Das ist dann eben Geld, das nicht für Kindergärten oder Schulen zur Verfügung steht! Und alles nur weil aus Bequemlichkeit, Sorglosigkeit und Unkenntnis Hausmüll in den Bioabfall geworfen wird.
Wir hatten kürzlich informiert was alles in die Biotonne gehört, und wie man so eine Biotonne am besten aufstellt. Aber auch in anderer Hinsicht warnt Dr. Fruth vor falscher Entsorgung. Auch wenn Wegwerfwindeln irgendwann auch mal verrotten, haben sie aber in Biotonnen nun wirklich nichts zu suchen. Wenn die Hose – Windel voll war, ist das nicht nur für die Mitarbeiter, welche die Fremdstoffe aussortieren müssen eine, unangenehme Sache. Aus hygienischen Gründen haben nun mal Fäkalien nichts in einem Kompost zu tun. Erst recht nicht, wenn es Kompost mit Gütesiegel sein soll, wegen des besseren Erlöses. Man wirft ja seine Fäkalien auch nicht auf den eigenen Komposthaufen.
Deshalb nochmals die eindringliche die Bitte von Dr. Fruth, besser auf die richtige Trennung seines Abfalls zu achten. Das falsche Benutzen der Biotonne hat auch noch eine andere unangenehme Wirkung: Es verteuert die Kosten und man muss sich über Gebührenerhöhungen nicht wundern.
