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Arterner Ansichten 17: Im Haus Mara zu Hause

Samstag, 03. Mai 2008, 06:10 Uhr
In unserer Reihe Arterner Ansichten setzt heute Klaus Henze die Geschichte um Artern fort und berichtet über das Haus Mara...

Auf ein Wohnheim für Menschen mit geistiger Behinderung warteten die Arterner bereits seit Jahren. Immerhin wurden mit der Einrichtung einer Tagesstätte für Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderungen bereits zu DDR-Zeiten Zeichen gesetzt, die sich dann mit der Sonderschule, die auf Grund eines Brandes dann nach Bad Frankenhausen umzog, geschützten Werkstatt der Finneck-Stiftung, aber auch dem Engagement des Vereins der Lebenshilfe für Menschen mit Behinderungen fortsetzten.

Grundsteinlegung Haus Mara (Foto: Archiv Klaus Henze Artern) Grundsteinlegung Haus Mara (Foto: Archiv Klaus Henze Artern) Am 24. März 2005 erfolgte feierlich der erste Spatenstich durch Minister Zeh (links) mit dem Landrat Peter Hengstermann (Mitte) und dem Vertreter der Stiftung Finneck. Aufmerksam verfolgren die Arterner, wie das Wohnheim wuchs. Am 13. Februar 2007 erfolgte dann die Schlüsselübergabe an die Hausherren. Am 1. März 2007 konnte das neue Wohnheim „Haus Mara“ der Finneck-Stiftung in der Salinestraße 14 in Betrieb genommen werden. Am 13. April feierte man die Eröffnung. Nach etwa. 15 Monaten Bauzeit entstand ein modernes Haus. In ihm können 36 Menschen mit Behinderungen wohnen.

In unmittelbarer Nachbarschaft sind die Borlachschule und der Salinepark mit dem Stadion, Schwimmbad, Freilichtbühne und anderen Einrichtungen. Das Stadtzentrum ist zu Fuß in wenigen Minuten zu erreichen. Auch die Werkstatt, in der viele der Bewohner arbeiten, ist nicht weit entfernt. Darüber hinaus sichert ein Fahrdienst den Weg zu den Arbeitsplätzen und zurück. Das sind gute Bedingungen, damit die Bewohner am gesellschaftlichen Leben der Stadt teilhaben können.
Zum Wohnen stehen drei Etagen mit jeweils 12 Plätzen zur Verfügung. Es handelt es sich ausschließlich um Einzelzimmer. Damit hat jeder sein eigenes "kleines Reich". Jeweils zwei Zimmern ist ein Sanitärbereich zugeordnet.

Auf jeder Etage gibt es einen großzügigen Wohn- und Essbereich mit einer offenen Küche. Die lädt zum gemeinsamen Kochen ein. Ein Aufzug sichert, dass in allen Etagen auch Menschen mit körperlichen Einschränkungen wohnen können.
Für viele der Bewohner erfüllt sich ihr Wunsch, ein möglichst eigenständiges Leben zu führen. Das Wohnheim bietet dafür gute Voraussetzungen. Aber man ist auch rund um die Uhr betreut, wenn man darauf angewiesen ist. Gern knüpfen die Bewohner und Leitung der Einrichtung Kontakte zu eventuellen Partnern. So führte der Sozialverband VdK erst am Dienstag im Haus eine Gesprächsrunde zum Thema „Teilhabe jetzt!“ durch und konnte hier Anschauungsunterricht erhalten. Am 30. Mai lädt die Einrichtung zum nächsten Tag der offenen Tür ein. Die Bewohner freuen sich auf ihre Gäste und die Arterner und alle Interessenten können sich informieren.

Text und Fotos: Klaus Henze
Fotos:


Im Text
Grundsteinlegung

In Galerie
Obere Reihe: Das künftige Heim wächst, endlich Einzug. Nun nehmen auch die Außenanlagen Form an.
Untere Reihe: In jeder Etage ein Gemeinschaftsraum mit kleiner Küche, ein Blick in das Pflegebad, sowie das Zimmer eines Bewohners.

Autor: khh

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