Irritationen um Kyffhäuserbahn
Mittwoch, 07. Mai 2008, 07:01 Uhr
Auf der einen Seite gibt es Meldungen, dass die Möglichkeit besteht, dass Kyffhäuserbahn Bretleben – Sondershausen wieder in Betrieb genommen wird, gleichzeitig erscheint ein Dokument, in dem steht, aus der Trasse soll ein Radweg werden. Wir haben nachgehackt...
In einer DPA-Meldung vom 29. April 2008 hieß es, dass es Gespräche zwischen der Deutsche Regionaleisenbahn GmbH (Berlin) und der Bahn AG wegen der Übernahme der Strecke geben würde, mit dem Ziel, die Strecke langfristig wieder für den Verkehr zu öffnen. Auf telefonische Anfrage bestätigte die Bahn AG die Gespräche, wollte aber zum Bearbeitungsstand keine Angaben machen.
Fast zeitgleich am 30. April veröffentlichte die Regionale Aktionsgruppe (RAG) Kyffhäuser e.V. ihren Entwurf April 2008, der auf einer Regionalkonferenz am 15. Mai 2008 im Carl-Schroeder-Saal in Sondershausen diskutiert werden soll. In dem Entwurf unter Entwurf April 2008 steht auf Seite 15 heißt es:
Nutzung der Trasse der stillgelegten Kyffhäuserbahn zum Ausbau eines Radweges
Da in der RAG maßgeblich das Landratsamt Kyffhäuserkreis mitarbeitet, haben wir durch nachgefragt. Wie uns Eckhard Geyer von der Wirtschaftsförderung mitteilte, gibt es hinsichtlich der Kyffhäuserbahn zwei getrennte Aspekte.
- Auf der einen Seite gab es die frühere Kyffhäuser-Kleinbahn auf der Strecke Artern-Borxleben-Tilleda, die schon seit Jahrzehnten nun schon stillgelegt ist. Obwohl es Kleinbahn hieß, hatte sie doch normale Spurbreite. Auf der Trasse dieser oft auch nur kurz Kyffhäuserbahn genannten Strecke wurde tatsächlich angefangen, einen Fahrradweg anzulegen, der weiter ausgebaut werden soll.
- Es gab aber auch tatsächlich langfristige Überlegungen, die Trasse der Kyffhäuserbahn Bretleben-Sondershausen ebenfalls in einen Fahrradweg umzubauen, so Geyer. Sagte aber in dem Zusammenhang auch gleich, der Zugverkehr wird Vorrang haben, dass heißt, wenn dort wieder Züge rollen könnten, verschwinden diese Pläne wieder in den Schubladen.
Welches Konzept nun wirklich zutrifft, wird wohl erst die Regionalkonferenz nächste Woche zeigen. Eines sollte aber bald klargemacht werden, welche Trasse in dem beschlossenen Konzept gemeint ist. Auch sollte klar geregelt werden wie viel Zeit man sich nehmen sollte, bis so eine Strecke vollentwidmet ist.
Und ob die Freude über die Wiedereröffnung der Kyffhäuserbahn bei allen Behörden auf Zustimmung stößt, bleibt auch abzuwarten. Denn die Verkehrskonzepte für die nächsten Jahre gingen ja von der Stilllegung aus. Da könnte manche Arbeit für die Katz gewesen sein, wie man so schön sagt. Es bleibt also spannend, wie es weitergeht.
Autor: khhIn einer DPA-Meldung vom 29. April 2008 hieß es, dass es Gespräche zwischen der Deutsche Regionaleisenbahn GmbH (Berlin) und der Bahn AG wegen der Übernahme der Strecke geben würde, mit dem Ziel, die Strecke langfristig wieder für den Verkehr zu öffnen. Auf telefonische Anfrage bestätigte die Bahn AG die Gespräche, wollte aber zum Bearbeitungsstand keine Angaben machen.
Fast zeitgleich am 30. April veröffentlichte die Regionale Aktionsgruppe (RAG) Kyffhäuser e.V. ihren Entwurf April 2008, der auf einer Regionalkonferenz am 15. Mai 2008 im Carl-Schroeder-Saal in Sondershausen diskutiert werden soll. In dem Entwurf unter Entwurf April 2008 steht auf Seite 15 heißt es:
Nutzung der Trasse der stillgelegten Kyffhäuserbahn zum Ausbau eines Radweges
Da in der RAG maßgeblich das Landratsamt Kyffhäuserkreis mitarbeitet, haben wir durch nachgefragt. Wie uns Eckhard Geyer von der Wirtschaftsförderung mitteilte, gibt es hinsichtlich der Kyffhäuserbahn zwei getrennte Aspekte.
- Auf der einen Seite gab es die frühere Kyffhäuser-Kleinbahn auf der Strecke Artern-Borxleben-Tilleda, die schon seit Jahrzehnten nun schon stillgelegt ist. Obwohl es Kleinbahn hieß, hatte sie doch normale Spurbreite. Auf der Trasse dieser oft auch nur kurz Kyffhäuserbahn genannten Strecke wurde tatsächlich angefangen, einen Fahrradweg anzulegen, der weiter ausgebaut werden soll.
- Es gab aber auch tatsächlich langfristige Überlegungen, die Trasse der Kyffhäuserbahn Bretleben-Sondershausen ebenfalls in einen Fahrradweg umzubauen, so Geyer. Sagte aber in dem Zusammenhang auch gleich, der Zugverkehr wird Vorrang haben, dass heißt, wenn dort wieder Züge rollen könnten, verschwinden diese Pläne wieder in den Schubladen.
Welches Konzept nun wirklich zutrifft, wird wohl erst die Regionalkonferenz nächste Woche zeigen. Eines sollte aber bald klargemacht werden, welche Trasse in dem beschlossenen Konzept gemeint ist. Auch sollte klar geregelt werden wie viel Zeit man sich nehmen sollte, bis so eine Strecke vollentwidmet ist.
Und ob die Freude über die Wiedereröffnung der Kyffhäuserbahn bei allen Behörden auf Zustimmung stößt, bleibt auch abzuwarten. Denn die Verkehrskonzepte für die nächsten Jahre gingen ja von der Stilllegung aus. Da könnte manche Arbeit für die Katz gewesen sein, wie man so schön sagt. Es bleibt also spannend, wie es weitergeht.
