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Die Halle soll beben

Donnerstag, 08. Mai 2008, 11:15 Uhr
Morgen wird es in der Nordhäuser Wiedigsburghalle Volleyball in sportlicher Hochkultur geben. Pünktlich ab 19 Uhr stehen sich die Nationalteams von Deutschland und China gegenüber. Die nnz mit aktuellen Informationen aus dem deutschen Lager...


Ausgerechnet am Tag seines 58. Geburtstages musste Bundestrainer Stelian Moculescu eine erste bittere Entscheidung fällen: Polen-Profi Eugen Bakumovski (Kedzierzyn) bekam gestern mitgeteilt, dass er nicht mehr zum Kader für die Olympia-Qualifikation vom 23.-25. Mai in Düsseldorf zählt. Da Georg Grozer (Moerser SC) überhaupt nicht angereist war, wird die deutsche Mannschaft mit nunmehr 15 Spielern (nicht eingerechnet Norbert Walter und Mark Siebeck) die Partien gegen China in Nordhausen bestreiten. Anschließend müssen weitere Spieler gestrichen werden.

Gleiches gilt natürlich auch für die Gegner bei der Olympia-Qualifikation. Die Teams aus Kuba, Spanien und Taiwan gaben nun ihre Kader bekannt. Während Taiwan und Kuba mit jeweils ganz jungen Mannschaften nach Düsseldorf kommen, haben die Spanier alles an Bord, was Rang und Namen hat: Angeführt von den Falasca-Brüdern Miguel (Zuspieler) und Guillermo (Diagonalangreifer) sowie Star-Mittelblocker José Molto gelten die Spanier als härteste Konkurrenten um das Peking-Ticket.

Und wie es der Spielplan so will, könnte es am 25. Mai im letzten Spiel des Turniers (15.00 Uhr) zu einem echten „Endspiel“ um den olympischen Startplatz gehen. Auch wenn DVV-Kapitän Björn Andrae relativiert: „Ich bin da ein bisschen vorsichtig. Man hat nur drei Spiele. Die Mannschaft aus Taiwan kennen wir nicht so richtig, von Kuba wissen wir, dass sie jeden schlagen können. Ich wünsche mir, dass es ein Finale gegen Spanien wird, weil es bedeutet, dass wir die ersten beiden Partien gewonnen haben.“ Und Mittelblocker Ralph Bergmann ergänzt: „Normalerweise sollte es das Endspiel sein, aber am Freitag die Partie Kuba - Spanien ist nicht zu unterschätzen. Es ist immer schwer, in ein Turnier zu kommen.

Über die Stärken der Spanier sind sich die beiden deutschen Asse einig, Björn Andrae: „Sie spielen ihren Stiefel ohne Angst mit viel Risiko herunter. Sie haben eine Abwehr- und Annahme starke Mannschaft mit einem schnellen und flexiblen Angriffsspiel.“ Und Bergmann sagt: „Wenn man die Achse Falasca/Falasca in den Griff bekommt, ist es schon einfacher. Auf der EM waren wir auf einem guten Weg - dann haben wir nachgelassen. Das wird uns nicht noch einmal passieren.“


Damit dieser Fall nicht eintritt, probt die deutsche Mannschaft in den nächsten Tagen reichlich: Zwei Länderspiele gegen Olympia-Gastgeber China in Dessau (heute um 19.30 Uhr) und Nordhausen machen den Anfang, es folgt das Vier-Nationen-Turnier vom 11.-13. Mai in Leipzig (Gegner sind China, die Tschechische Republik und die USA). Der letzte Test erfolgt am 15. Mai in Chemnitz, wenn es gegen den Weltranglisten-Dritten USA geht.

Die Kader der deutschen Mannschaft: Christian Pampel, Markus Steuerwald, Thomas Kröger (alle VfB Friedrichshafen), Max Günthör, Jan Umlauft (beide evivo Düren), Lukas Kampa, Ralph Bergmann (beide Moerser SC), Marcus Böhme (SCC Berlin), Jochen Schöps (Odintsovo/RUS), Marcus Popp (Montichiari/ITA), Stefan Hübner (Treviso/ITA), Robert Kromm (Perugia/ITA), Björn Andrae, Frank Dehne (beide Olsztyn/POL), Mark Siebeck (Ankara/TUR), Simon Tischer (Thessaloniki/GRE), Norbert Walter (Roeselare/BEL)
Autor: nnz/kn

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