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Arterner Ansichten (19): Oasen

Samstag, 17. Mai 2008, 15:42 Uhr
Wer hat kein Herz für bunte Blumen? Kleingärtner sind da fein raus. Lesen sie hier mehr zu den Arterner Schrebergärtnern, denen mehr am Herzen liegt als ein Blumenstrauß…


Oasen (Foto: Henze) Oasen (Foto: Henze) In der vergangenen Woche stellten wir an dieser Stelle den Natur- und Kräutergaren am Westbahnhof vor. Er bietet Ruhe und Entspannung für Spaziergänger und trägt wohl auch zur Bildung bei. Andere wollen aber mehr, neben der Entspannung sich auch körperlich betätigen, in heutiger Zeit als nicht von der Hand zu weisenden Nebeneffekt auch frisches Gemüse, Obst und nicht zuletzt auch Blumen ernten. Für sie sind die Schrebergärten die Nummer eins. Dr. med. Daniel Gottlob Moritz Schreber, (1808-1861)aus Leipzig ist der Namensgeber dieser Anlagen.

Der Kleingartenverein Artern e.V. Kyffhäusergrund existiert offiziell seit 1946 und das Jahr zuvor wurde sicher bereits aus der Nachkriegsnot heraus mit dem Anlegen der 200 Parzellen auf dem ehemaligen Acker- und Wiesenland in Richtung Schönfeld begonnen. Mittlerweile stehen 310 Parzellen zur Verfügung, Die Größe einer Parzelle beträgt 400 Quadratmeter. In der Gartenordnung steht die Vorschrift, nach Dreiteilung anzubauen. Das bedeutet: ein Drittel Obst und Gemüse, ein Drittel Zierpflanzen und ein Drittel Erholung, also Rasen.

Artern hat neben der größten Sparte Kyffhäusergrund die Kleingartenanlagen „Terrasse“ am Ortsausgang Richtung Sangerhausen und die Anlage Reinsdorfer Straße.

Die Anlage „Kyffhäusergrund“ erstreckt sich über 17 Hektar. Dazu gehören kleine Grünflächen, zwei Spielplätze, der Kompostplatz und die Gaststätte „Kyffhäusergrund“ mit einer großzügigen Freianlage mit Bühne. Sicherlich ist es für den Gartenvorstand nicht einfach, die Pflege der großen Gemeinschaftsflächen zu organisieren. Dazu kommt noch, dafür zu sorgen, dass leer stehende Gärten nicht verwildern und das Gesamtbild der Anlage beeinträchtigen.

Doch auch vieles andere gehört zu dem Vereinsleben. So organisiert der Vorstand jährlich verschiedene Fachberatungen, haben die Rosenausstellungen und Kernobstschauen bei den Kennern gute Namen. Viele Arterner pilgern aber auch zu den jährlichen Gartenfesten, bei denen immer etwas los ist. Die „Distelbar“ wie die Gartengaststätte im Arterner Volksmund genannt wird, ist darüber hinaus Veranstaltungsort für viele Familienfeiern und dabei spielt natürlich auch das Umfeld eine große Rolle. Der Spaziergänger findet hier Labung für die Rast.

Die Kleingartenanlage „Kyffhäusergrund“ lässt sich aber auch gut in ausgedehnte Spaziergänge einbinden. So kann man aus der Stadt kommende vorher die Solequelle auf dem Friedhof und das Naturschutzgebiet Solgraben entlang gehen, den bereits erwähnten Natur- und Kräutergarten besuchen.

Nach dem Rundgang durch die Gartenanlage „Kyffhäusergrund“ lässt sich der Spaziergang nach Schönfeld, evt. mit dem Besuch der Kirche St. Kilian oder des Schönfelder Sees fortsetzen und dann an der Unstrut entlang auf dem Wanderweg nach Artern zurück.
Text und Fotos: Klaus Henze
Autor: kn

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