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Hier war man sich einig!

Sonntag, 18. Mai 2008, 10:00 Uhr
Nicht nur bei der Demonstration gegen Rechts in Sondershausen, sondern auch in den anschließenden Reden herrschte Einigkeit bei allen Parteien: Wir wollen keine Nazis in der Stadt...


Aber nicht nur in Sondershausen soll es keinen Platz für Nazis und Neonazis aller Schattierungen geben. Deshalb waren bei dieser Aktion gegen Rechts nicht nur lokale Politiker aus Sondershausen präsent, sondern auch gewählte Volksvertreter aus dem ganzen Kyffhäuserkreis, wie das Mitglied des Bundestages Kersten Naumann (Die Linken) oder das Mitglied des Landtages Gudrun Holbe (CDU).

Denn eines war aus den Reden herauszuhören. Nicht nur in Sondershausen, sondern im ganzen Kyffhäuserkreis sind „Rechte Elemente“ nicht erwünscht. Denn gerade für einen Landkreis, der auch auf Tourismus setzt, ist diese Flagge zeigen sehr wichtig.

Demonstration gegen Neonazis (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Demonstration gegen Neonazis (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Thomas H. Weinrich (Leiter Kreisdiakoniestelle), Mitorganisator – Jürgen Ludwig (NUBI) - Wolfgang Wytrieckus (FWV – Vorsitzender Stadtrat) - Beate Wichmann (Landesvorsitzende Grüne) – Heiko Gentzel (innenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion Th. Landtag – Gudrun Holbe (CDU) – Kersten Naumann (Die Linken). Alle Redner warnten vor den Gefahren, die von den Rechten ausgehen.

Flagge zeigten aber auch die Kirchen, nicht nur beim Engagement im Bündnis gegen Rechts, sondern auch im wahrsten Sinne des Wortes am Kirchturm der Trinitatiskirche. Es ist sicher hier nicht möglich, alle Wortmeldungen detailliert wieder zu geben, aber bemerkenswert war, als Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) darauf hinwies, dass die Rechten viele Unterschriften benötigten, um an Kommunalwahlen teilnehmen zu können. Dabei mahnte er: Eine Unterschrift beim Haustürgeschäft könnt ihr noch widerrufen, eine Unterschrift für die Zulassung der Rechten zur Wahl nicht.

Auch Wolfgang Wytrieckus erinnerte an die schwere Barbarei der Nazis und forderte, pfeift die Nazis aus der Stadt. Klaus Schüller vom Landesverband des DGB forderte ganz klar ein Verbot der NPD und forderte die Landesregierung auf, mehr gegen die Neonazis zu tun.

Demonstration gegen Neonazis (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Demonstration gegen Neonazis (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Aber nicht nur in den Reden wurde Stellung bezogen. So sagte uns Kreistagsmitglied Jürgen König (CDU), Bild links, warum er an der Demonstration teilnehme: „Aus Gründen der Demokratie! Mein Vater hatte zu leiden unter Entwicklung von 1933 bis 1945.“ Ähnlich äußerte sich Bernd Liebau (Stadtrat – Die Linke) in dem er sagte: „Damit die Nazis keine Wurzeln schlagen können.“.

Aber auch Laienkünstler beteiligten sich in ihrer Form bei der Demonstration gegen Rechts, wie Mike Silber, Anna Selle und eine Trommlergruppe aus Nordhausen.
Autor: khh

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