Schulstunde mal anders
Dienstag, 20. Mai 2008, 19:57 Uhr
Besonderen Besuch begrüßte heute der Bürgermeister von Ebeleben, Uwe Vogt (SPD) im kombinierten Sitzungs- und Trausaal des Rathauses. Dabei gab es auch brandheiße Informationen. Und auch der Bürgermeister erlebte heute eine Überraschung. Worum es ging erfahren Sie hier ...
Schulstande man anders (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Im Rahmen eines Schulprojektes begrüßte Uwe Vogt 11 Schüler einer 10. Klasse der Regelschule Ebeleben. Es ist nicht die erste Veranstaltung dieser Art, denn die andere Hälfte der Schulklasse war schon beim Bürgermeister gewesen. Ziel dieser Unterrichtsstunde der etwas anderen Art war, den Schülern die Bedeutung eines Flächennutzungsplans nahe zubringen und natürlich auch die Möglichkeit zu geben, Fragen an den Bürgermeister los zu werden.
An Hand des Flächennutzungsplans Ebelebens erläuterte Vogt den Schülern, seit wann es so etwas gibt und warum man so etwas braucht. Da bei gab es nicht etwa nur trockene alten Zahlen, sondern es wurde ganz aktuell auf die demografische Entwicklung eingegangen, deren Auswirkungen auch vor Ebeleben nicht halt machen. Staunen riefen dabei solche Zahlen hervor, dass Ebeleben für die Betreuung von ca. 130 Kindern in den Kindereinrichtungen pro Jahr zu schießen muss, damit die Kosten für die Eltern nicht übermäßig groß werden.
Bürgermeister Vogt zeigte aber auch auf, dass es eben nicht möglich ist einfach mal Geld von da nach da umzuschichten. Auch wenn die nächste Ausbaustufe des Schlossparks 219.000 Euro kosten wird, muss Ebeleben nur 3.000 Euro zuzahlen. Man kann aber eben leider dieses Geld nicht nutzen, um das Defizit des Schwimmbads auszugleichen, dass jährlich bei 50.000 (viele Besucher) bis 60.000 (wenige Besucher wegen schlechten Wetters) liegt.
Dann aber ging es richtig los. Die Schüler stellten Fragen an Bürgermeister Uwe Vogt. Vom defekten Basketballkorb, über die Frage, warum kann man das Schwimmbad nicht für private Partys nutzen, bis hin zu: Wann gibt es wieder ein Fußballturnier? Selbst da hatte er gleich eine interessante Antwort auf Lager. Der VfL 1888 Ebeleben wird dieses Jahr seinen 120. Jahrestag begehen und da wird es Ende Juli etliche Veranstaltungen geben. Da kann man sehr gespannt sein.
Aber auch so interessante Fragen kamen; Warum lässt die Stadt zu, dass mit Netto noch ein weiterer Einkaufmarkt hinzu kommt? Lohnt sich das überhaupt? Auch hier die klare Antwort: Man könne aber auch man wolle es nicht verhindern. Denn die Gewerbefläche vermarktet das Land Thüringen. Er zeigte aber auch an Hand von Beispielen, dass Konkurrenz das Geschäft belebt und es sich durchaus für Ebelebens Bürger rechnen kann.
Nicht so gut Nachrichten gab es, als das Thema Biodieselanlage von den Schülern angesprochen wurde, weil es so stinke. Auch mit Einschaltung von Bundestagsmitglied Peter Albach (CDU), sei bisher noch keine solche Anlage gefunden worden, die wirklich keine Geruchsbelästigung mit sich bringt.
Zum Abschluss dieser Schulstunde zeigte sich Lehrerin Steffi Köhn sehr erfreut, wie ihre Schüler den Bürgermeister mit Fragen zugeschüttet hatten. Aber es konnte auch nicht länger gehen, weil der Schulbus wartete. Auch Uwe Vogt war sehr zufrieden mit dem Gespräch, konnte er doch einige wichtige Themen den Jugendlichen nahe bringen.
Und wo ist die Überraschung für den Bürgermeister? Es gab die Information, dass die Stadt eine Scheck über 500,- Euro erhält. Im Rahmen des Geschichtsunterrichtes hatte Uwe Vogt zwei Vorträge vor 7. Klassen im Schlosspark gehalten. Die Schüler halfen auch im Schlosspark beim Unkraut jäten, weil im Rahmen eines Projekts ein Baum gepflanzt werden soll. Solche Aktionen werden unterstützt durch die Stiftung demokratische Jugend für das Projekt schöneres Ebeleben. In Zeiten, dass es eher Kürzungen an Mitteln gibt, freut man sich umso mehr, wenn es mal Mittel gibt. Die Pflanzung wird dann im Herbst erfolgen.
Autor: khh
Schulstande man anders (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Im Rahmen eines Schulprojektes begrüßte Uwe Vogt 11 Schüler einer 10. Klasse der Regelschule Ebeleben. Es ist nicht die erste Veranstaltung dieser Art, denn die andere Hälfte der Schulklasse war schon beim Bürgermeister gewesen. Ziel dieser Unterrichtsstunde der etwas anderen Art war, den Schülern die Bedeutung eines Flächennutzungsplans nahe zubringen und natürlich auch die Möglichkeit zu geben, Fragen an den Bürgermeister los zu werden. An Hand des Flächennutzungsplans Ebelebens erläuterte Vogt den Schülern, seit wann es so etwas gibt und warum man so etwas braucht. Da bei gab es nicht etwa nur trockene alten Zahlen, sondern es wurde ganz aktuell auf die demografische Entwicklung eingegangen, deren Auswirkungen auch vor Ebeleben nicht halt machen. Staunen riefen dabei solche Zahlen hervor, dass Ebeleben für die Betreuung von ca. 130 Kindern in den Kindereinrichtungen pro Jahr zu schießen muss, damit die Kosten für die Eltern nicht übermäßig groß werden.
Bürgermeister Vogt zeigte aber auch auf, dass es eben nicht möglich ist einfach mal Geld von da nach da umzuschichten. Auch wenn die nächste Ausbaustufe des Schlossparks 219.000 Euro kosten wird, muss Ebeleben nur 3.000 Euro zuzahlen. Man kann aber eben leider dieses Geld nicht nutzen, um das Defizit des Schwimmbads auszugleichen, dass jährlich bei 50.000 (viele Besucher) bis 60.000 (wenige Besucher wegen schlechten Wetters) liegt.
Dann aber ging es richtig los. Die Schüler stellten Fragen an Bürgermeister Uwe Vogt. Vom defekten Basketballkorb, über die Frage, warum kann man das Schwimmbad nicht für private Partys nutzen, bis hin zu: Wann gibt es wieder ein Fußballturnier? Selbst da hatte er gleich eine interessante Antwort auf Lager. Der VfL 1888 Ebeleben wird dieses Jahr seinen 120. Jahrestag begehen und da wird es Ende Juli etliche Veranstaltungen geben. Da kann man sehr gespannt sein.
Aber auch so interessante Fragen kamen; Warum lässt die Stadt zu, dass mit Netto noch ein weiterer Einkaufmarkt hinzu kommt? Lohnt sich das überhaupt? Auch hier die klare Antwort: Man könne aber auch man wolle es nicht verhindern. Denn die Gewerbefläche vermarktet das Land Thüringen. Er zeigte aber auch an Hand von Beispielen, dass Konkurrenz das Geschäft belebt und es sich durchaus für Ebelebens Bürger rechnen kann.
Nicht so gut Nachrichten gab es, als das Thema Biodieselanlage von den Schülern angesprochen wurde, weil es so stinke. Auch mit Einschaltung von Bundestagsmitglied Peter Albach (CDU), sei bisher noch keine solche Anlage gefunden worden, die wirklich keine Geruchsbelästigung mit sich bringt.
Zum Abschluss dieser Schulstunde zeigte sich Lehrerin Steffi Köhn sehr erfreut, wie ihre Schüler den Bürgermeister mit Fragen zugeschüttet hatten. Aber es konnte auch nicht länger gehen, weil der Schulbus wartete. Auch Uwe Vogt war sehr zufrieden mit dem Gespräch, konnte er doch einige wichtige Themen den Jugendlichen nahe bringen.
Und wo ist die Überraschung für den Bürgermeister? Es gab die Information, dass die Stadt eine Scheck über 500,- Euro erhält. Im Rahmen des Geschichtsunterrichtes hatte Uwe Vogt zwei Vorträge vor 7. Klassen im Schlosspark gehalten. Die Schüler halfen auch im Schlosspark beim Unkraut jäten, weil im Rahmen eines Projekts ein Baum gepflanzt werden soll. Solche Aktionen werden unterstützt durch die Stiftung demokratische Jugend für das Projekt schöneres Ebeleben. In Zeiten, dass es eher Kürzungen an Mitteln gibt, freut man sich umso mehr, wenn es mal Mittel gibt. Die Pflanzung wird dann im Herbst erfolgen.

