Mehr Geld für Angebote
Donnerstag, 22. Mai 2008, 17:00 Uhr
Ein Wirtschaftsminister in der Schule? Das war heute in Nordhausen der Fall. Jürgen Reinholz (CDU) nahm an einer Diskussionsrunde im Staatlichen Förderzentrum Johann Heinrich Pestalozzi in Nordhausen teil. Die nnz mit den Einzelheiten...
Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz hat die Unternehmen in Thüringen aufgefordert, mehr betriebliche Ausbildungsangebote für benachteiligte Jugendliche zu schaffen. Dies sei auch eine Möglichkeit, den Rückgang an Lehrstellenbewerbern insgesamt aufzufangen. Während einer Diskussionsrunde zu Ausbildungsfragen im Staatlichen Förderzentrum Johann Heinrich Pestalozzi in Nordhausen machte der Minister deutlich, dass Thüringen im Rahmen seiner Berufsbildungspolitik künftig noch stärker auf die Berufsvorbereitung und die Unterstützung benachteiligter Jugendlicher fokussieren werde.
Während sich das Problem, genügend Ausbildungsplätze für alle Lehrstellenbewerber anzubieten, allmählich entschärft, sinkt aufgrund der Globalisierung und des Einsatzes technologisch anspruchsvollerer Produktionsverfahren die Zahl von Einfacharbeitsplätzen oder Anlerntätigkeiten in den Unternehmen. Dadurch verschlechtern sich die Chancen benachteiligter Jugendlicher ohne berufliche Ausbildung oder Qualifizierung.
Betriebe, die Förderschülern oder Behinderten einen Ausbildungs- oder Praktikumsplatz anbieten, können deshalb auch in Zukunft mit staatlicher Förderung rechnen, sagte Reinholz. Wir wollen, dass auch schwer vermittelbare Jugendliche eine vernünftige berufliche Perspektive und damit die Chance auf gesellschaftliche Teilhabe bekommen.
Bis zum Jahr 2013 stellt der Freistaat Thüringen rund 236 Mio. € aus ESF- und Landesmitteln für die Förderung der beruflichen Aus- und Weiterbildung in Thüringen zur Verfügung. Dieses Geldes fließt überwiegend in die Förderung von benachteiligten Jugendlichen – z.B. im Rahmen von Einstiegsqualifizierungen, Berufsvorbereitungsjahren oder Berufspraktika (Projekte IMPULS, einjährige Berufsfachschule) sowie bei der Berufswahlvorbereitung (BERUFSSTART-plus, Berufswahlpass etc.). Im vergangenen Jahr wurden in Thüringen insgesamt rund 6 200 Jugendliche mit Vermittlungshemmnissen aus Bundes- und Landesmitteln gefördert.
Autor: nnzWirtschaftsminister Jürgen Reinholz hat die Unternehmen in Thüringen aufgefordert, mehr betriebliche Ausbildungsangebote für benachteiligte Jugendliche zu schaffen. Dies sei auch eine Möglichkeit, den Rückgang an Lehrstellenbewerbern insgesamt aufzufangen. Während einer Diskussionsrunde zu Ausbildungsfragen im Staatlichen Förderzentrum Johann Heinrich Pestalozzi in Nordhausen machte der Minister deutlich, dass Thüringen im Rahmen seiner Berufsbildungspolitik künftig noch stärker auf die Berufsvorbereitung und die Unterstützung benachteiligter Jugendlicher fokussieren werde.
Während sich das Problem, genügend Ausbildungsplätze für alle Lehrstellenbewerber anzubieten, allmählich entschärft, sinkt aufgrund der Globalisierung und des Einsatzes technologisch anspruchsvollerer Produktionsverfahren die Zahl von Einfacharbeitsplätzen oder Anlerntätigkeiten in den Unternehmen. Dadurch verschlechtern sich die Chancen benachteiligter Jugendlicher ohne berufliche Ausbildung oder Qualifizierung.
Betriebe, die Förderschülern oder Behinderten einen Ausbildungs- oder Praktikumsplatz anbieten, können deshalb auch in Zukunft mit staatlicher Förderung rechnen, sagte Reinholz. Wir wollen, dass auch schwer vermittelbare Jugendliche eine vernünftige berufliche Perspektive und damit die Chance auf gesellschaftliche Teilhabe bekommen.
Bis zum Jahr 2013 stellt der Freistaat Thüringen rund 236 Mio. € aus ESF- und Landesmitteln für die Förderung der beruflichen Aus- und Weiterbildung in Thüringen zur Verfügung. Dieses Geldes fließt überwiegend in die Förderung von benachteiligten Jugendlichen – z.B. im Rahmen von Einstiegsqualifizierungen, Berufsvorbereitungsjahren oder Berufspraktika (Projekte IMPULS, einjährige Berufsfachschule) sowie bei der Berufswahlvorbereitung (BERUFSSTART-plus, Berufswahlpass etc.). Im vergangenen Jahr wurden in Thüringen insgesamt rund 6 200 Jugendliche mit Vermittlungshemmnissen aus Bundes- und Landesmitteln gefördert.
