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Traditionstreffen in Masserberg

Mittwoch, 28. Mai 2008, 07:12 Uhr
Viele Sondershäuser Bergleute waren bei einem Traditionstreffen der Bergschule Eisleben in Lauscha dabei. Hierzu ein Bericht von Hans-Jürgen Schmidt...
„Tradition ist nicht die Asche, die wir aufbewahren, sondern die Flamme, die wir am Glühen erhalten wollen“
In diesem Sinne trafen sich vom 23.5 bis 25.5.2008 im Hotel „Heubacher Höhe“ in Masserberg/Heubach zur alljährlichen Traditionsfeier des Traditionsvereins der Bergschule Eisleben e.V. die Mitglieder des Vereins . Darunter etliche aus Sondershausen, denn im ehemaligen Kaliwerk waren viele beschäftigt, angefangen vom Bergingenieur bis zum Ökonomen, die an der Bergschule in Eisleben studiert haben. Die ehemalige Bergschule kann auf eine lange Tradition zurück blicken. Gegründet wurde sie im Jahre 1798 und kann in diesem Jahr auf 210 Jahre zurück schauen. Im Jahre 1901 musste für die Schule umziehen. Ein neues Gebäude wurde errichtet, da das alte Gebäude in der Sangerhäuser Straße überständig geworden war.

Heute ist diese Gebäudesubstanz in der Geiststraße in Eisleben noch zu besichtigen. Hier hat auch der Verein seine Heimat. Das Bergschulenmuseum und die gestalteten 88 Fensterscheiben in der Aula sind sehenswert. Hier gibt es Probleme mit der Finanzierung, denn die Unterstützung durch das Land Sachsen-Anhalt und des neu gebildeten Landkreises wären wünschenswert. Leider wurde diese traditionsreiche Einrichtung 1993 nach 195 Jahren liquidiert, so dass man sagen kann, dass bei den führenden Politikern das Verständnis für den Bergbau fehlt, so dass der Verein auf Spenden angewiesen ist. Anders ist es in Niedersachsen. Der Gast beim Traditionstreffen, Dipl.-Ing Reinhardt v. Liebenstein aus Clausthal-Zellerfeld ist sich der Unterstützung durch die Landesregierung gewiss. Dort wurde die ehemalig Berg- und Hüttenschule in eine Fachschule für Wirtschaft und Technik umgewandelt. Dies mussten die 112 Anwesenden zur Mitgliederversammlung unter anderen zur Kenntnis nehmen. Das ist eine beachtliche Zahl von den 319 Mitgliedern, die dem Verein angehören. Insgesamt nahmen 211 Teilnehmer am Traditionstreffen teil, eingeschlossen die Ehefrauen und dies, obwohl der oberste „Bergherr“ jährlich viele Kameraden abruft, wie es Dr. Gerhard Boltz, der Vorsitzende des Vereins auf seiner Eröffnungsrede formulierte. Aus diesem Grund wird zu Beginn des jährlichen Traditionstreffens eine Gedenkminute eingelegt.

Natürlich stand auch das Ehren und Feiern im Mittelpunkt. Die Ehrung mit der „Goldenen Ehrennadel des Vereins“ und das „Schlagen zum Ehrenknappen“ und der „Schichtwechsel“ um 22 Uhr sind immer wieder Höhepunkte der Festveranstaltung. Am anderen Tag gab es dann Exkursionen in die Umgebung, so zu Meeresaquarium nach Zella-Mehlis und zur Farbglashütte mit dem Glasmuseum in Lauscha.

Die muss alles organisiert und bedacht werden. Hier muss der Kamerad Schröder erwähnt werden, der sich engagiert hat. Die bezieht sich auch auf die Verhandlungen mit den Hotels, denn es geht unter anderen auch moderate Preise für die Unterkunft.

Man kann sagen der Bergbau lebt, zum mal Grundstoffe auf dem Weltmarkt gefragt sind und der Kupferschiefer – und der Kalibergbau eines Tages wieder gefragt sein wird .
Bildtexte:
Bild 1 : Gebäude der alten Bergschule von 1798 in Eisleben.
Bild 2: Gebäude der neuen Bergschule in der Geiststraße in Eisleben.
Bild 3: Vertreter der der ehemaligen Klasse B 60 c beim Traditionstreffen in Heubach (2008) – mit Sondershäuser
Bild 4: Gedanken zum Bergbau
Bild 5: Fahne des Traditionsvereins der Bergschule Eisleben
Bild 6: Ehemaliger Obersteiger Schächte aus dem Kaliwerk in Sondershausen beim Traditionstreffen in Heubach
Hans-Jürgen Schmidt
(Bilder: Archiv Hans-Jürgen Schmidt)
Autor: khh

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