Der Natur zurückgeben
Donnerstag, 29. Mai 2008, 10:30 Uhr
Es ist schon fast eine einmalige Situation: Die Knauf Deutsche Gipswerke KG Rottleberode produzieren in Sachsen-Anhalt, der Rohstoff für die Produktion wird in Thüringen abgebaut. Im Alten Stolberg (auf dem Gebiet von Thüringen), genauer gesagt an der Krebsbachwand begann vor nun mehr schon neun Jahren ein in der Südharz-Region einmaliges Projekt der Renaturierung...
Panoramablick auf die Krebsbachwand
Ein ehemaliger Steinbruch wird der Natur zurückgegeben. Dazu ist die Hilfe des Menschen unerläßlich, die Natur arbeitet jedoch mit. Die Abbauwand des Krebsbaches erstreckte sich auf einer Länge von 700 Meter und ragt teilweise bis zu 100 Meter nach oben.
Werkleiter André Materlik erinnert sich an die weiße Wand: Es sah damals so aus, wie jetzt noch am Kohnstein bei Niedersachswerfen. Doch Knauf verfolgt eine andere Philosophie. Wir wollen der Natur wieder von dem zurückgeben, was durch den Rohstoffabbau genommen wurde. Nach der technischen Modellierung der Abbauwand wurde Abraum aus anderen Tagebaugebieten aufgetragen, im Jahr 2000 wurde mit der so genannten Hydrosaat begonnen. Darunter verstehen die Fachleute aus Gemisch aus Wasser, Bindemittel, Samen und gehäckselten Stroh.
Nach und nach bildete sich ein grüner Filz aus Gräsern und Kräutern, die zunehmend eine Erosion des Bodens verhinderten. Dann haben wir Erlenarten ausgepflanzt. Erlen haben die Besonderheit, den in der Luft vorhandenen Stickstoff über die Wurzeln aufzunehmen und mit dem Laubfall den Humusgehalt des Bodens zu verbessern. Später wurden die Zielbaumarten wie Esche, Ahorn, Bergulme oder Wildkirsche gepflanzt, ergänzt Lars Kothe, der Leiter der Forstabteilung.
Werkleiter Materlik (l.) und Forstchef Kothe im Bereich der Krebsbachwand
Blickt man jetzt auf die Krebsbachwand, dann kann bereits wieder von einem Wald gesprochen werden, dieses Areal braucht den Vergleich mit einer natürlichen Karstlandschaft nicht zu scheuen. Auch dort gibt es neben bewachsenen Flächen offene Felsbereiche, wo sich die Natur unbeeinflußt entwickelt.
Aus den Erfahrungen der Renaturierung der Krebsbachwand haben auch die Mitarbeiter der Knauf Deutsche Gipswerke KG Rottleberode gelernt und lernen immer noch. Derzeit wird ein fast drei Hektar großes Revier am Totenweg, Mittelkopf, in Angriff genommen. Nach der Modellierung soll noch in diesem Jahr bepflanzt werden. Rund 10.000 Erlen, Eschen oder Ulmen wurden bereits im Frühjahr gepflanzt.
Diese Arbeit übernimmt die eigene Forstabteilung. So können wir durch eigene Mitarbeiter wichtige Erfahrungen durch Beobachtungen und Dokumentationen machen und deren Ergebnisse künftig anwenden – und das kontinuierlich. Kontrolliert wird auch weiterhin an der Krebsbachwand. Dass die Knauf Deutsche Gipswerke KG Rottleberode auf dem richtigen Weg sind, zeigt die Natur selbst: Mittlerweile sind dort, wo vor zehn Jahren eine weiße Wand die Landschaft prägte, wieder zwei Orchideenarten beheimatet.
Autor: nnz/knPanoramablick auf die Krebsbachwand
Ein ehemaliger Steinbruch wird der Natur zurückgegeben. Dazu ist die Hilfe des Menschen unerläßlich, die Natur arbeitet jedoch mit. Die Abbauwand des Krebsbaches erstreckte sich auf einer Länge von 700 Meter und ragt teilweise bis zu 100 Meter nach oben.
Werkleiter André Materlik erinnert sich an die weiße Wand: Es sah damals so aus, wie jetzt noch am Kohnstein bei Niedersachswerfen. Doch Knauf verfolgt eine andere Philosophie. Wir wollen der Natur wieder von dem zurückgeben, was durch den Rohstoffabbau genommen wurde. Nach der technischen Modellierung der Abbauwand wurde Abraum aus anderen Tagebaugebieten aufgetragen, im Jahr 2000 wurde mit der so genannten Hydrosaat begonnen. Darunter verstehen die Fachleute aus Gemisch aus Wasser, Bindemittel, Samen und gehäckselten Stroh.
Nach und nach bildete sich ein grüner Filz aus Gräsern und Kräutern, die zunehmend eine Erosion des Bodens verhinderten. Dann haben wir Erlenarten ausgepflanzt. Erlen haben die Besonderheit, den in der Luft vorhandenen Stickstoff über die Wurzeln aufzunehmen und mit dem Laubfall den Humusgehalt des Bodens zu verbessern. Später wurden die Zielbaumarten wie Esche, Ahorn, Bergulme oder Wildkirsche gepflanzt, ergänzt Lars Kothe, der Leiter der Forstabteilung.
Werkleiter Materlik (l.) und Forstchef Kothe im Bereich der Krebsbachwand
Blickt man jetzt auf die Krebsbachwand, dann kann bereits wieder von einem Wald gesprochen werden, dieses Areal braucht den Vergleich mit einer natürlichen Karstlandschaft nicht zu scheuen. Auch dort gibt es neben bewachsenen Flächen offene Felsbereiche, wo sich die Natur unbeeinflußt entwickelt.
Aus den Erfahrungen der Renaturierung der Krebsbachwand haben auch die Mitarbeiter der Knauf Deutsche Gipswerke KG Rottleberode gelernt und lernen immer noch. Derzeit wird ein fast drei Hektar großes Revier am Totenweg, Mittelkopf, in Angriff genommen. Nach der Modellierung soll noch in diesem Jahr bepflanzt werden. Rund 10.000 Erlen, Eschen oder Ulmen wurden bereits im Frühjahr gepflanzt.
Diese Arbeit übernimmt die eigene Forstabteilung. So können wir durch eigene Mitarbeiter wichtige Erfahrungen durch Beobachtungen und Dokumentationen machen und deren Ergebnisse künftig anwenden – und das kontinuierlich. Kontrolliert wird auch weiterhin an der Krebsbachwand. Dass die Knauf Deutsche Gipswerke KG Rottleberode auf dem richtigen Weg sind, zeigt die Natur selbst: Mittlerweile sind dort, wo vor zehn Jahren eine weiße Wand die Landschaft prägte, wieder zwei Orchideenarten beheimatet.


