Infos aus dem Jugendhilfeausschuss (1)
Mittwoch, 04. Juni 2008, 20:14 Uhr
Die öffentliche Sitzung des Jugendhilfeausschusses des Kyffhäuserkreis hatte mit 13 Tagungsordnungspunkten allein im öffentlichen Teil ein umfangreiches Programm. Hierzu einige Infos...
Unter Leitung der Vorsitzenden, Cornelia Kraffzick (SPD), nahm auch der 1. beigeordnete des Landrates, Georg Schäfer (SPD). Unter den Gästen konnte Kraffzick auch etliche Schüler der Zivildienstschule Sondershausen begrüßen, die aber kein langes Sitzefleisch hatten, und nach einer Stunde sich aus dem Staube machten. Ja, ja, Jugendarbeit ist halt nicht immer spektakulär.
Im ersten Tagungsordnungspunkt stellte Katharina Töppe ihre Diplomarbeit Veränderungen der Lebenslagen von Kindern und Jugendlichen im Kyffhäuserkreis – eine empirische Untersuchung zu Fällen der Fremdunterbringung in der Kinder- und Jugendhilfe im Kyffhäuserkreis vor. Die anschließende Diskussion zeigte, dass man einige Tatsachen intuitiv schon gemerkt hat, und nun auf wissenschaftlicher Basis bestätigt wurde.
So wurde eben festgestellt, dass sich die Problemlagen verändert haben und die Verschiedenartigkeit zugenommen hat, mit dem Effekt, höhere Zunahme der involvierten Dienste und mit Mehrarbeit für die Sozialarbeiter. Welche Lösungsvorschläge kamen? Neben bekannten Sachen, wie mehr familienunterstützende Maßnahmen, mehr Vorsorgeuntersuchungen und Einsatz einer Familien Hebamme, kam auch der Vorschlag der Einrichtung eines Servicebüros, dass Telefondienste, einfache Anfragen und terminliche Abstimmungen organisiert werden und so die Fachkräfte entlastet werden und sich mehr der eigentlichen Tätigkeit widmen können. Auch die Forderung nach mobilen aufsuchenden Sozialarbeit ist nicht von der Hand zu weisen, denn nicht jeder kann sich noch die Fahrt in die Stadt erlauben.
Jetzt ist es an der Politik, die Diplomarbeit auszuwerten und die Ergebnisse um zu setzen. Bemerkenswert in der Diskussion auch die Feststellung von Frau Gebauer, die Bezug nehmend auf die Diplomarbeit die Frage aufwarf, die Komplexität steigt, aber die Mittel werden knapper, da müsse man sich Gedanken machen. Zu der Feststellung konnte, oder wollte sich auch keiner der Teilnehmer äußern.
Im weiteren Verlauf der Sitzung wurden die 56 Bewerber für die Jugendschöffen für die Wahlperiode 2009 bis 2013 bei einer Stimmenthaltung bestätigt. Da aber nur 26 Jugendschöffen von den Gerichten benötigt werden, muss anschließend noch ein Mal eine Auswahl erfolgen. Cornelia Kraffzick bat die Presse ausdrücklich, auf diesen Punkt hinzuweisen. Der Jugendhilfeausschuss bestätigt nicht die Jugensschöffen an sich. Die eigentlich personelle Auswahl der Jugendschöffen nimmt ein 10-köpfiges Gremium des Gerichtes vor, die nach verschiedenen Gesichtspunkten die Schöffen auswählen, wie möglichst viele verschieden Berufe, Altersverteilung und auch örtliche Belange urteilen.
Autor: khhUnter Leitung der Vorsitzenden, Cornelia Kraffzick (SPD), nahm auch der 1. beigeordnete des Landrates, Georg Schäfer (SPD). Unter den Gästen konnte Kraffzick auch etliche Schüler der Zivildienstschule Sondershausen begrüßen, die aber kein langes Sitzefleisch hatten, und nach einer Stunde sich aus dem Staube machten. Ja, ja, Jugendarbeit ist halt nicht immer spektakulär.
Im ersten Tagungsordnungspunkt stellte Katharina Töppe ihre Diplomarbeit Veränderungen der Lebenslagen von Kindern und Jugendlichen im Kyffhäuserkreis – eine empirische Untersuchung zu Fällen der Fremdunterbringung in der Kinder- und Jugendhilfe im Kyffhäuserkreis vor. Die anschließende Diskussion zeigte, dass man einige Tatsachen intuitiv schon gemerkt hat, und nun auf wissenschaftlicher Basis bestätigt wurde.
So wurde eben festgestellt, dass sich die Problemlagen verändert haben und die Verschiedenartigkeit zugenommen hat, mit dem Effekt, höhere Zunahme der involvierten Dienste und mit Mehrarbeit für die Sozialarbeiter. Welche Lösungsvorschläge kamen? Neben bekannten Sachen, wie mehr familienunterstützende Maßnahmen, mehr Vorsorgeuntersuchungen und Einsatz einer Familien Hebamme, kam auch der Vorschlag der Einrichtung eines Servicebüros, dass Telefondienste, einfache Anfragen und terminliche Abstimmungen organisiert werden und so die Fachkräfte entlastet werden und sich mehr der eigentlichen Tätigkeit widmen können. Auch die Forderung nach mobilen aufsuchenden Sozialarbeit ist nicht von der Hand zu weisen, denn nicht jeder kann sich noch die Fahrt in die Stadt erlauben.
Jetzt ist es an der Politik, die Diplomarbeit auszuwerten und die Ergebnisse um zu setzen. Bemerkenswert in der Diskussion auch die Feststellung von Frau Gebauer, die Bezug nehmend auf die Diplomarbeit die Frage aufwarf, die Komplexität steigt, aber die Mittel werden knapper, da müsse man sich Gedanken machen. Zu der Feststellung konnte, oder wollte sich auch keiner der Teilnehmer äußern.
Im weiteren Verlauf der Sitzung wurden die 56 Bewerber für die Jugendschöffen für die Wahlperiode 2009 bis 2013 bei einer Stimmenthaltung bestätigt. Da aber nur 26 Jugendschöffen von den Gerichten benötigt werden, muss anschließend noch ein Mal eine Auswahl erfolgen. Cornelia Kraffzick bat die Presse ausdrücklich, auf diesen Punkt hinzuweisen. Der Jugendhilfeausschuss bestätigt nicht die Jugensschöffen an sich. Die eigentlich personelle Auswahl der Jugendschöffen nimmt ein 10-köpfiges Gremium des Gerichtes vor, die nach verschiedenen Gesichtspunkten die Schöffen auswählen, wie möglichst viele verschieden Berufe, Altersverteilung und auch örtliche Belange urteilen.
