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Glückauf Vermessung vorgestellt

Donnerstag, 05. Juni 2008, 17:08 Uhr
Mit der Glückauf Vermessung GmbH existiert in Sondershausen ein Deutschland weit agierendes Unternehmen. Damit stellen wir eine weitere Firma aus dem Kompetenz-Netzwerk vor...


Als die Markscheiderabteilungen in den Kaliwerken im Südharz abgewickelt wurden, ergriffen Fred Heckel aus Sondershausen und Dr. Lehmann aus Bleicherode die Initiative und gründeten im Jahr 1993 die Glückauf-Vermessung GmbH Sondershausen. Ihr Eingangskapital war neben dem finanziellen Beitrag für die Gründung einer GmbH ein umfangreiches Wissen, bedingt durch jahrzehntelange Vermessungsarbeiten im unter- sowie übertägigen Bereich.

Die Gebäudesubstanz des ehemaligen Betriebsambulatoriums des Kaliwerkes „Glückauf“ Sondershausen wurde entsprechend den Anforderungen im Laufe der Jahre umgestaltet.

Glückauf Vermessung GmbH (Foto: Hans-Jürgen Schmidt) Glückauf Vermessung GmbH (Foto: Hans-Jürgen Schmidt)

Unter der Leitung des heutigen Geschäftsführers Dipl.-Ing Bernd Scholte (Foto) – Assessor des Markscheidefachs - hat sich das Unternehmen profiliert. 32 Mitarbeiter davon 6 Auszubildende agieren deutschlandweit auf dem Gebiet des Markscheidewesens (vermessungstechnische und geomechanische Betreuung von Bergwerken) und der Ingenieurgeodäsie (für sämtliche, kommunale, gewerbliche und private Bereiche). Neben der Zertifizierung nach DIN EN ISO 90001 ist die Zulassung zur Betreuung von Bergwerken für alle Bundesländer vorhanden. Im Jahr 2007 ist ein Umsatz von fast 2 Mio. € erwirtschaftet worden.

Die klassische markscheiderische Betreuung incl. der Führung der Risswerke erfolgt u.a. für die privatisierten Bergwerke in Sondershausen, Bleicherode, Teutschenthal und der DEUSA sowie der GVV-Bergwerke Bischofferode, Volkenroda, Rossleben, Elbingerode, Staßfurt und Trusetal .

Als weitere Tätigkeitsschwerpunkte sollen Vermessungsarbeiten auf Alt-Kalihalden, Deformationsmessungen über Bergbaugebieten im gesamten Bundesgebiet, die vermessungstechnischen Betreuung von bergmännischen Auffahrungen wie die des Fluchtstollens „Nollinger Berg“(Hochrheinautobahn A 98 in Richtung Schweiz), des Lingenbergtunnels in Rheinland/Pfalz sowie in unserer unmittelbaren Heimat des Höllbergtunnels bei Sollstedt (A 38)sollen angeführt werden. Dass dabei auch die Entwurfsvermessung und Dokumentation der Umgehungsstraße der B 4 in Sondershausen und Nordhausen durch einen öffentlichen Auftraggeber Berücksichtigung fand, ist dem guten Ruf des Unternehmens zu verdanken.

Hierfür ist eine moderne und auf dem neusten Stand der Technik erforderliche Ausrüstung neben einer entsprechenden Software notwendig. Genannt seien zum Beispiel die für die unterschiedlichsten Kunden notwendigen CAD- und GIS-Programme und an technischen Geräten ein Laserscanner mit einem Investitionsvolumen von 100.000 Euro.

Damit sind alle Voraussetzungen gegeben, um die im Netzwerk integrierten Unternehmen hilfreich zur Seite zu stehen, wenn die Planungsaufgaben und die finanzielle Absicherung eines Projektes realisiert wurden. Zur Zeit wird an der Akquise diverser Projekte in Rumänien gearbeitet.

Angestrebt im Rahmen des Netzwerkes wird insbesondere die markscheiderische Betreuung von bergbaulichen Aktivitäten im Ausland sein.
Das dabei Fachkräfte immer wieder benötigt werden bereitet Scholte Sorgen. Derzeitig sind die nötigen Fachkräfte noch vorhanden, um alle anstehenden Aufgaben erfüllen zu können, doch in einigen Jahren könnte es problematisch werden. Die Ausbildung an den drei deutschen Bergbauuniversitäten war stark rückläufig .

Inwieweit die gegenwärtig insbesondere bei der Bergakademie in Freiberg ausgebildeten Ingenieure ausreichend sind, wird sich zeigen.
Um zukünftigen Nachfolgern eines Tages die Messtechnik der Vergangenheit zeigen zu können, ist die Gestaltung eines „Vermessungsmuseum“ vorgesehen. Die Gerätschaften sind vorhanden. Stellvertretend sei der Hängekompass genannt.
So kann man zusammenfassend sagen: „Hut ab“ für diese Unternehmen, dass sich in der Marktwirtschaft behauptet hat.

Bilder:
Bild 1: Das Gebäude der Glückauf Vermessung
Bild 2: Fred Heckel , einer der Gründer der Glückauf Vermessung
Bild 3: Ein Hängekompass

Text und Bilder: Hans-Jürgen Schmidt
Autor: khh

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