Warum kein Notruf?
Freitag, 06. Juni 2008, 11:32 Uhr
In Leinefelde sind gestern Nachmittag innerhalb weniger Minuten fünf Menschen auf offener Straße zusammengeschlagen worden. Der schnelle Einsatz der Polizei verhinderte wahrscheinlich, dass es noch mehr Verletzte gab. Zuvor schauten viele zu, niemand alarmierte jedoch die Polizei...
Innerhalb weniger Minuten war eine Streifenwagenbesatzung vor Ort und konnte den Schläger überwältigen. Ihren Anfang hatte die Serie in einem Plattenbau in der Stormstraße genommen. Dort hatte ein 20-Jähriger in das Treppenhaus uriniert. Als ihn ein Mieter des Hauses darauf ansprach, wurde er sofort von dem Täter zusammengeschlagen.
Anschließend zog der stark alkoholisierte Mann mit seinem Hund durch die angrenzenden Straßen und schlug wahllos auf Passanten ein. Dabei biss auch sein Hund mehrfach zu. Der 20-Jährige wurde zunächst in Gewahrsam genommen. Es besteht der Verdacht, dass der polizeibekannte Mann nicht nur Alkohol getrunken hatte, sondern auch erheblich unter Einfluss von Drogen stand.
Vielleicht hätte in diesem Fall die Polizei noch schneller helfen können. Sie hat aber erst durch den Rettungsdienst von diesen Straftaten erfahren, als der bereits vor Ort war. Kein Leinefelder hat sich getraut, die Polizei zu rufen. In den vergangenen Wochen war das in Leinefelde schon öfter der Fall. Vor einigen Tagen zum Beispiel, lag über mehrere Stunden eine hilflose Person vor einem Einkaufsmarkt. Als Passanten danach gefragt wurden, warum niemand die Polizei ruft, stellte sich heraus, dass die Leute Angst haben, als Anrufer die Kosten des Polizeieinsatzes bezahlen zu müssen. Es konnte bisher nicht geklärt werden, woher diese irrige Annahme stammt. Sie scheint aber in dieser Stadt weit verbreitet zu sein.
Die Polizei weist deshalb ausdrücklich darauf hin, dass jeder, egal zu welcher Tageszeit, die Polizei anrufen kann, ohne dass dadurch für ihn Kosten entstehen. Gerade in kritischen Situationen oder bei Straftaten ist oftmals eine schnelle Information für die Arbeit der Polizei sehr hilfreich. Dafür steht auch der kostenfreie Notruf 110 zur Verfügung. So können die Einwohner von Leinefelde selbst einen Beitrag für ein sichereres Leben in ihrer Stadt leisten.
Autor: nnz/knInnerhalb weniger Minuten war eine Streifenwagenbesatzung vor Ort und konnte den Schläger überwältigen. Ihren Anfang hatte die Serie in einem Plattenbau in der Stormstraße genommen. Dort hatte ein 20-Jähriger in das Treppenhaus uriniert. Als ihn ein Mieter des Hauses darauf ansprach, wurde er sofort von dem Täter zusammengeschlagen.
Anschließend zog der stark alkoholisierte Mann mit seinem Hund durch die angrenzenden Straßen und schlug wahllos auf Passanten ein. Dabei biss auch sein Hund mehrfach zu. Der 20-Jährige wurde zunächst in Gewahrsam genommen. Es besteht der Verdacht, dass der polizeibekannte Mann nicht nur Alkohol getrunken hatte, sondern auch erheblich unter Einfluss von Drogen stand.
Vielleicht hätte in diesem Fall die Polizei noch schneller helfen können. Sie hat aber erst durch den Rettungsdienst von diesen Straftaten erfahren, als der bereits vor Ort war. Kein Leinefelder hat sich getraut, die Polizei zu rufen. In den vergangenen Wochen war das in Leinefelde schon öfter der Fall. Vor einigen Tagen zum Beispiel, lag über mehrere Stunden eine hilflose Person vor einem Einkaufsmarkt. Als Passanten danach gefragt wurden, warum niemand die Polizei ruft, stellte sich heraus, dass die Leute Angst haben, als Anrufer die Kosten des Polizeieinsatzes bezahlen zu müssen. Es konnte bisher nicht geklärt werden, woher diese irrige Annahme stammt. Sie scheint aber in dieser Stadt weit verbreitet zu sein.
Die Polizei weist deshalb ausdrücklich darauf hin, dass jeder, egal zu welcher Tageszeit, die Polizei anrufen kann, ohne dass dadurch für ihn Kosten entstehen. Gerade in kritischen Situationen oder bei Straftaten ist oftmals eine schnelle Information für die Arbeit der Polizei sehr hilfreich. Dafür steht auch der kostenfreie Notruf 110 zur Verfügung. So können die Einwohner von Leinefelde selbst einen Beitrag für ein sichereres Leben in ihrer Stadt leisten.
