Arterner Ansichten (21): Zuhause für Kanuten und Angler
Samstag, 07. Juni 2008, 07:01 Uhr
Arterner Ansichten (21): Zuhause für Kanuten und Angler
In unserer heutige Folge stellte Ihnen Klaus Henze mal zwei Vereine aus Artern näher vor...
Mit Recht fand die Landtagsabgeordnete Gudrun Holbe aus Anlass des Jubiläums des Wieheschen Schwimmbades lobende Worte für die Bürgerinitiative, damals nannte man es Nationales Aufbauwerk (NAW). die den Bau vor 50 Jahren ermöglichte. Mit solchen, meist von örtlichen Betrieben unterstützten Initiativen entstanden damals aber auch noch viele andere Objekte. Hier ist die Rede von dem Arterner Naherholungszentrum an der Unstrut, das ebenfalls bis heute Bestand hat und heute zugleich das Zuhause für zwei Vereine ist, die Mitglieder des Kanu- und Wandervereins e. V. Artern sowie des Arterner Anglerverbandes.
Als erste erhielten hier am denkmalgeschützten und geschichtsträchtigen Unstrutwehr die Kanuten die Möglichkeit, sich ihr Domizil aufzubauen. Die Tatsache, dass eine Tafel am Bootshaus noch heute eine Bauzeit von acht Jahren verkündet, nämlich von 1954 bis 1962, lässt ahnen, dass es dabei viele Hürden gab. Jedenfalls waren die Kanuten stolz, als sie 1962 vermeldeten, dass ihre neue moderne Sportanlage mit Bootshaus, Zeltplatz und Sanitäranlagen steht. Zu tun gab es in den nächsten Jahren sicherlich noch genug. Doch es gab auch viele unvergessliche Erlebnisse im Verein und das Objekt war Ausgangspunkt für viele schöne Wasserwanderungen. Sogar eine Broschüre hatte man dazu herausgegeben.
Groß war die Freude bei den Kanuten sicherlich auch am 19 Juli 2006 als nach zweijährigen umfangreichen Sanierungsarbeiten offiziell das Wehr wieder eingeweiht wurde und die ersten Bode durch die Schleuse die Reise antraten.
Doch wer dachte, jetzt könne man sich in Ruhe dem Vereinsleben widmen täuschte sich. Denn bald rückten erneut die Bautrupps an, das Vereinsgelände ist wieder Baustelle, das Wehr totgelegt und die Unstrut fliest durch die Schleuse. Das führte erst dieser Tage zu einem Unfall, der fast ein Todesopfer gekostet hätte, wenn Vereinsmitglieder nicht schnell und umsichtig gehandelt hätten. Fremde Kanuwanderer hatten die Hinweise missachtet und mit der Strömung und den Strudeln in der Schleuse nicht gerechnet.
Den Kanuten ist zu wünschen, dass die Arbeiten am Wehr zügig fortgesetzt werden, damit sie bald wieder ihr Domizil uneingeschränkt nutzen können.
Nicht viel später als die Kanuten, erfüllten sich die Mitglieder des Deutschen Anglerverbandes einen Traum. In den Jahren 1962/63 errichteten sie sich ihren Aratora-See auch einfach Karpfenteich genannt. Viele Arterner erhalten hier seit Jahren ihre Silvesterkarpfen. Mit dem Teich entstand auch die Karpfenklause, ursprünglich ein kleines Häuschen für die Vereinsunterlagen und mit einem kleinen Ausschank. Dann wurde angebaut und die heutige Karpfenklause ist in Artern inzwischen beliebte Adresse für Familienfeiern und Vereinstreffen. Im Sommer lädt dazu die überdachte Terrasse unmittelbar am Teich besonders herzlich ein.
Auch die Sportangler haben wohl die vielen Stunden, die in der schönen Anlage stecken nicht gezählt. Die Pflege dieser 1,4 ha großen Anlage ist nur eine Seite, dazu kommt auch die Pflege der weiteren Vereinsgewässer, wie Altarm und Kuhlöcher. Die Karpfen wollen auch erst einmal aufgezogen sein, bevor sie zum Zwiebelmarkt oder Silvester angeboten werden können. Beide Vereine verdienen unsere Achtung, tragen sie doch ganz wesentlich und ohne viel Aufheben zur Attraktivität von Artern bei. Lenken Sie doch mal Ihren Spaziergang hier raus. Übrigens: Sowohl Angler als auch Kanuten sind recht aufgeschlossen und geben gern Auskunft – wobei natürlich Anglerlatein dazu gehört.
Text und Fotos: Klaus Henze
Fotos in der Galerie
Obere Reihe: (Kanuten)
2. Reihe:
3. Reihe: (Angler)
letzte Reihe:
Autor: khhIn unserer heutige Folge stellte Ihnen Klaus Henze mal zwei Vereine aus Artern näher vor...
Mit Recht fand die Landtagsabgeordnete Gudrun Holbe aus Anlass des Jubiläums des Wieheschen Schwimmbades lobende Worte für die Bürgerinitiative, damals nannte man es Nationales Aufbauwerk (NAW). die den Bau vor 50 Jahren ermöglichte. Mit solchen, meist von örtlichen Betrieben unterstützten Initiativen entstanden damals aber auch noch viele andere Objekte. Hier ist die Rede von dem Arterner Naherholungszentrum an der Unstrut, das ebenfalls bis heute Bestand hat und heute zugleich das Zuhause für zwei Vereine ist, die Mitglieder des Kanu- und Wandervereins e. V. Artern sowie des Arterner Anglerverbandes.
Als erste erhielten hier am denkmalgeschützten und geschichtsträchtigen Unstrutwehr die Kanuten die Möglichkeit, sich ihr Domizil aufzubauen. Die Tatsache, dass eine Tafel am Bootshaus noch heute eine Bauzeit von acht Jahren verkündet, nämlich von 1954 bis 1962, lässt ahnen, dass es dabei viele Hürden gab. Jedenfalls waren die Kanuten stolz, als sie 1962 vermeldeten, dass ihre neue moderne Sportanlage mit Bootshaus, Zeltplatz und Sanitäranlagen steht. Zu tun gab es in den nächsten Jahren sicherlich noch genug. Doch es gab auch viele unvergessliche Erlebnisse im Verein und das Objekt war Ausgangspunkt für viele schöne Wasserwanderungen. Sogar eine Broschüre hatte man dazu herausgegeben.
Groß war die Freude bei den Kanuten sicherlich auch am 19 Juli 2006 als nach zweijährigen umfangreichen Sanierungsarbeiten offiziell das Wehr wieder eingeweiht wurde und die ersten Bode durch die Schleuse die Reise antraten.
Doch wer dachte, jetzt könne man sich in Ruhe dem Vereinsleben widmen täuschte sich. Denn bald rückten erneut die Bautrupps an, das Vereinsgelände ist wieder Baustelle, das Wehr totgelegt und die Unstrut fliest durch die Schleuse. Das führte erst dieser Tage zu einem Unfall, der fast ein Todesopfer gekostet hätte, wenn Vereinsmitglieder nicht schnell und umsichtig gehandelt hätten. Fremde Kanuwanderer hatten die Hinweise missachtet und mit der Strömung und den Strudeln in der Schleuse nicht gerechnet.
Den Kanuten ist zu wünschen, dass die Arbeiten am Wehr zügig fortgesetzt werden, damit sie bald wieder ihr Domizil uneingeschränkt nutzen können.
Nicht viel später als die Kanuten, erfüllten sich die Mitglieder des Deutschen Anglerverbandes einen Traum. In den Jahren 1962/63 errichteten sie sich ihren Aratora-See auch einfach Karpfenteich genannt. Viele Arterner erhalten hier seit Jahren ihre Silvesterkarpfen. Mit dem Teich entstand auch die Karpfenklause, ursprünglich ein kleines Häuschen für die Vereinsunterlagen und mit einem kleinen Ausschank. Dann wurde angebaut und die heutige Karpfenklause ist in Artern inzwischen beliebte Adresse für Familienfeiern und Vereinstreffen. Im Sommer lädt dazu die überdachte Terrasse unmittelbar am Teich besonders herzlich ein.
Auch die Sportangler haben wohl die vielen Stunden, die in der schönen Anlage stecken nicht gezählt. Die Pflege dieser 1,4 ha großen Anlage ist nur eine Seite, dazu kommt auch die Pflege der weiteren Vereinsgewässer, wie Altarm und Kuhlöcher. Die Karpfen wollen auch erst einmal aufgezogen sein, bevor sie zum Zwiebelmarkt oder Silvester angeboten werden können. Beide Vereine verdienen unsere Achtung, tragen sie doch ganz wesentlich und ohne viel Aufheben zur Attraktivität von Artern bei. Lenken Sie doch mal Ihren Spaziergang hier raus. Übrigens: Sowohl Angler als auch Kanuten sind recht aufgeschlossen und geben gern Auskunft – wobei natürlich Anglerlatein dazu gehört.
Text und Fotos: Klaus Henze
Fotos in der Galerie
Obere Reihe: (Kanuten)
- Eingang Kanutenzentrum
- Bootsschuppen
- Ein besinnlicher Blick
2. Reihe:
- Blick aufs Wehr im Jahr 2006
- Das Wehr – heute Baustelle
- Die Schleuse, durch sie strömt gegenwärtig die gesamte Unstrut und wird so zu einer gefährlichen Falle, die kürzlich fast ein Menschenleben gekostet hätte.
3. Reihe: (Angler)
- Würdiger Empfang am Aratora-See
- Ein Blick über den See, in dem die Silvesterkarpfen schwimmen und
- der auch genügend Ruheplätzchen bietet
letzte Reihe:
- Die Karpfenklause bietet einen schönen Anblick
- Im Sommer ist die Terrasse geradezu ideal
- Der Wirt und versierte Sportangler Lothar Müller ist stets guter Gastgeber.














