Zigarettenräuber angeklagt
Dienstag, 10. Juni 2008, 09:39 Uhr
Die Mühlhäuser Staatsanwaltschaft hat jetzt Anklage gegen einen Nordthüringer wegen mehrerer Straftaten erhoben. Der Mann soll unter anderem mit Komplizen einen Zigarettentransporter in der Nähe von Kleinfurra überfallen und Tabakwaren im Wert von fast 60.000 Euro gestohlen haben...
Die nnz hatte über den Überfall vor mehr als zwei Jahren ausführlich berichtet. Für die Beteiligung an diesem Raub soll der 40jährige aus Sondershausen 3.000 Euro von seinen Komplizen erhalten haben. Darüber hinaus legt ihm die Staatsanwaltschaft weitere Straftaten zur Last. In Ahaus soll er vor einem Jahr einen BMW gemietet haben, den er nach der Probefahrt nicht mehr zurückgebracht haben soll. Das gleiche Prozedere wurde im Zusammenhang mit dem Betrug zu zwei Vermietungen von Campingwagen angewandt.
Schließlich wird dem Mann noch ein Überfall auf eine Tankstelle in Borken zur Last gelegt. Hier soll er 580 erbeutet haben.
Die Ermittlungen, insbesondere zu dem Überfall bei Kleinfurra, gestalteten sich zunächst sehr schwierig, da es trotz intensiver Kleinarbeit der Kriminalisten keine heiße Spur gab. Dann war dieser Fall in der TV-Sendung Kripo life vorgestellt worden. Danach gab es durch mehrere Zeugen Hinweise, die auf die Spur des Angeklagten führten. Daraufhin konnte die Staatsanwaltschaft im Juni 2007 Haftbefehl erlassen. Doch erst im Januar dieses Jahres gelang die Festnahme des Gesuchten. Bei der Durchsuchung des unterschlagenen Wohnwagens fanden die Beamten sowohl eine beim Raub benutzte Schreckschußpistole, als auch die schwarze Sturmhaube, die beim Raub getragen wurde. Mittels eines Basecups, das am Tatort gefunden wurde, konnten die DNA-Spuren verglichen werden.
Dem Angeklagten, der sich in Untersuchungshaft befindet, werden schwerer Raub in zwei Fällen, Freiheitsberaubung, Unterschlagung, Betrug und Vortäuschung einer Straftat vorgeworfen. Der Mann aus Sondershausen, der bislang wegen zwei geringfügiger Delikte zu Geldstrafen verurteilt worden war, hat die Taten im wesentlichen gestanden. Zu seinen Mittätern beim Überfall in Kleinfurra hat er aus Angst keine Angaben gemacht.
Der 40jährige muß nun im Falle einer Verurteilung mit einer mehrjährigen Haftstrafe rechnen. Bereits der Straftatbestand des schweren Raubes sieht eine Mindestfreiheitsstrafe von fünf Jahren vor, so die Mühlhäuser Staatsanwaltschaft gegenüber der nnz.
Autor: nnz/knDie nnz hatte über den Überfall vor mehr als zwei Jahren ausführlich berichtet. Für die Beteiligung an diesem Raub soll der 40jährige aus Sondershausen 3.000 Euro von seinen Komplizen erhalten haben. Darüber hinaus legt ihm die Staatsanwaltschaft weitere Straftaten zur Last. In Ahaus soll er vor einem Jahr einen BMW gemietet haben, den er nach der Probefahrt nicht mehr zurückgebracht haben soll. Das gleiche Prozedere wurde im Zusammenhang mit dem Betrug zu zwei Vermietungen von Campingwagen angewandt.
Schließlich wird dem Mann noch ein Überfall auf eine Tankstelle in Borken zur Last gelegt. Hier soll er 580 erbeutet haben.
Die Ermittlungen, insbesondere zu dem Überfall bei Kleinfurra, gestalteten sich zunächst sehr schwierig, da es trotz intensiver Kleinarbeit der Kriminalisten keine heiße Spur gab. Dann war dieser Fall in der TV-Sendung Kripo life vorgestellt worden. Danach gab es durch mehrere Zeugen Hinweise, die auf die Spur des Angeklagten führten. Daraufhin konnte die Staatsanwaltschaft im Juni 2007 Haftbefehl erlassen. Doch erst im Januar dieses Jahres gelang die Festnahme des Gesuchten. Bei der Durchsuchung des unterschlagenen Wohnwagens fanden die Beamten sowohl eine beim Raub benutzte Schreckschußpistole, als auch die schwarze Sturmhaube, die beim Raub getragen wurde. Mittels eines Basecups, das am Tatort gefunden wurde, konnten die DNA-Spuren verglichen werden.
Dem Angeklagten, der sich in Untersuchungshaft befindet, werden schwerer Raub in zwei Fällen, Freiheitsberaubung, Unterschlagung, Betrug und Vortäuschung einer Straftat vorgeworfen. Der Mann aus Sondershausen, der bislang wegen zwei geringfügiger Delikte zu Geldstrafen verurteilt worden war, hat die Taten im wesentlichen gestanden. Zu seinen Mittätern beim Überfall in Kleinfurra hat er aus Angst keine Angaben gemacht.
Der 40jährige muß nun im Falle einer Verurteilung mit einer mehrjährigen Haftstrafe rechnen. Bereits der Straftatbestand des schweren Raubes sieht eine Mindestfreiheitsstrafe von fünf Jahren vor, so die Mühlhäuser Staatsanwaltschaft gegenüber der nnz.
