Ende in Nordhausen
Sonntag, 22. Juni 2008, 10:08 Uhr
Nachdem die Telekom ihre Callcenter in Erfurt und Suhl schon verkauft hat (Gera steht kurz davor), wird das Call-Center in Nordhausen zum Monatsende geschlossen. Das hat die nnz aus Mitarbeiterkreisen erfahren. Hier weitere Einzelheiten...
Knapp 100 Arbeitsplätze in der Dr.-Külz-Strasse fallen den Umbauplänender Telekom zum Opfer. Seit der Privatisierung 1995 sind allein in Thüringen von ehemals ca.7.300 Arbeitsplätzen nicht einmal 3000 übrig geblieben - Tendenz sinkend. Die Nordhäuser Mitarbeiter sind teilweise bis zu 40 Jahre im Unternehmen und haben einige Tätigkeits- und Standortwechsel hinter sich gelassen, immer in der Hoffnung das es weitergehen werde.
Im Juni 2007 erfuhren sie das sie zum September in ein Tochterunternehmen ausgegliedert werden (natürlich zu schlechteren Bedingungen). Anfang 2008 stellte man sie vor die Wahl: Abfindung oder die tägliche Fahrt nach Göttingen. Der Arbeitsplatz in Göttingen ist aber auch nicht sicher. Erst der Verkauf und dann Arbeit zu Dumpinglöhnen!
So gehen viele in eine unsichere Zukunft – sprich in die Arbeitslosigkeit. Die ersten Familien haben Nordhausen schon verlassen. In der Öffentlichkeit stellt die Telekom ihren Personalumbau(sprich Abbau) immer sozialverträglich dar - die Wahrheit sieht anders aus. Langjährige Kollegen werden aus dem Unternehmen gedrängt und mit dem Geld das eingespart wird, kann eine erhöhte Dividende für die Aktionäre ausgeschüttet werden.
In einer aktuellen Stunde des Thüringer Landtags vom 3. Mai vergangenen Jahre, die die Linke beantragt hatte, (damals sollten 50 000 Mitarbeiter ausgegliedert werden, was dann auch geschah) äußerte sich Minister Reinholz (CDU) Zitat: Für die Thüringer Landesregierung gibt es nach dem gegenwärtigen Stand der Verhandlungen keinen Grund zu akuter Besorgnis, dass signifikant negative Auswirkungen auf die Beschäftigungssituation bei der Telekom in Thüringen zu erwarten sind. Ein Kommentar erübrigt sich für die Betroffenen!
Autor: nnz/knKnapp 100 Arbeitsplätze in der Dr.-Külz-Strasse fallen den Umbauplänender Telekom zum Opfer. Seit der Privatisierung 1995 sind allein in Thüringen von ehemals ca.7.300 Arbeitsplätzen nicht einmal 3000 übrig geblieben - Tendenz sinkend. Die Nordhäuser Mitarbeiter sind teilweise bis zu 40 Jahre im Unternehmen und haben einige Tätigkeits- und Standortwechsel hinter sich gelassen, immer in der Hoffnung das es weitergehen werde.
Im Juni 2007 erfuhren sie das sie zum September in ein Tochterunternehmen ausgegliedert werden (natürlich zu schlechteren Bedingungen). Anfang 2008 stellte man sie vor die Wahl: Abfindung oder die tägliche Fahrt nach Göttingen. Der Arbeitsplatz in Göttingen ist aber auch nicht sicher. Erst der Verkauf und dann Arbeit zu Dumpinglöhnen!
So gehen viele in eine unsichere Zukunft – sprich in die Arbeitslosigkeit. Die ersten Familien haben Nordhausen schon verlassen. In der Öffentlichkeit stellt die Telekom ihren Personalumbau(sprich Abbau) immer sozialverträglich dar - die Wahrheit sieht anders aus. Langjährige Kollegen werden aus dem Unternehmen gedrängt und mit dem Geld das eingespart wird, kann eine erhöhte Dividende für die Aktionäre ausgeschüttet werden.
In einer aktuellen Stunde des Thüringer Landtags vom 3. Mai vergangenen Jahre, die die Linke beantragt hatte, (damals sollten 50 000 Mitarbeiter ausgegliedert werden, was dann auch geschah) äußerte sich Minister Reinholz (CDU) Zitat: Für die Thüringer Landesregierung gibt es nach dem gegenwärtigen Stand der Verhandlungen keinen Grund zu akuter Besorgnis, dass signifikant negative Auswirkungen auf die Beschäftigungssituation bei der Telekom in Thüringen zu erwarten sind. Ein Kommentar erübrigt sich für die Betroffenen!
