Information tut Not
Dienstag, 24. Juni 2008, 07:05 Uhr
Wenn man als Fremder durch eine Stadt (Bad Frankenhausen) geht, merkt man einiges eher, als man es als Einheimischer wahrnimmt. Worum es geht erfahren Sie hier...
Zur Eröffnung der neuen Sonderausstellung im Regionalmuseum Bad Frankenhausen zu Ehren des 85. Geburtstages von Fritz Wallrodt (kn berichtete) war noch etwas Zeit. Da lohnte sich in jedem Fall ein Bummel durch das sonnige Bad Frankenhausen. Neben den Salzsiedehäuschen ist seit September vorigen Jahres eine Minigolfanlage aufgebaut worden. Aber trotz des schönen Wetters kein Spieler weit und breit zu sehen. Leider sei das noch öfter so, wie ein Einheimischer berichtete.
Das ist schade. Vielleicht haben es manche über den langen Winter (der keiner war) vergessen? Deshalb sei an dieser Stelle ausdrücklich auf diese noch recht neue Anlage hingewiesen. Beschwören kann ich es nicht, aber ich bilde mir ein, keine Hinweisschilder dazu gesehen zu haben. Denn was man nicht kennt und keinen Hinweis dazu bekommt, wird man auch kaum besuchen.
Gleich ein paar Schritte weiter an der Oberkirche (Bild unten eine Aufnahme aus dem Frühjahr) tobte eine Schar Touristen mit Kindern vorbei. Sie waren wohl aus Nordrhein-Westfalen.
Oberkirche Bad Frankenhausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Das Ah und Oh ob des schiefen Kirchturms war groß. Nur wie schief ist er eigentlich. Mit meinem Gedächtniswert von ca. 4,40 m lag ich hoffentlich nicht zu weit von der Wirklichkeit weg, und konnte etwas aushelfen. Da fiel mir eigentlich auf, dass es im Bereich des Kamerastandortes, an dem viele Touristen vorbei kommen, keine Informationstafel gibt. Nun soll es ja wirklich noch Touristen geben, die mal nur so unterwegs sind, und sich nicht ausführlich im Internet oder in Reiseführern erkundigen. Für solche Gelegenheitstouristen sind solche Informationstafel sehr hilfreich. Nun hatte ich nicht mehr die Zeit, um lang und breit nach einer Informationstafel zu suchen. Aber einige Bekannte, die ich nachträglich anrief, konnten sich auch nicht an so eine Informationstafel entsinnen.
Aber Tourismus lebt auch viel vom Weitersagen! Wenn man als Tourist an einem schiefen Kirchturm vorbei kommt, registriert man das sicher, wird es aber kaum irgendjemand groß weitererzählen, weil man keinen Bezugspunkt hat. Wer aber auf einer Informationstafel lesen kann, der Kirchturm der Oberkirche ist in Grad ausgedrückt schiefer als der berühmte Schiefe Turm von Pisa, dass bleibt wesentlich besser haften und wird mit großer Wahrscheinlichkeit eher weitererzählt. Es soll ja viele Leute geben, die fahren nur fort, um hinterher prahlen zu können, was man alles Tolles gesehen hat.
Wenn ich also eine versteckte Tafel übersehen habe, dann bitte ich das zu entschuldigen, ansonsten denke ich, wäre es Zeit für die Tourismusverantwortlichen und die Stadtväter darüber nachzudenken, wo man überall Informationstafeln an diesem touristischen Höhepunkt anbringen sollte. Denn ein touristischer Höhepunkt wird es erst, wenn er als solches auch für den Touristen erkennbar ist. Vielleicht findet sich auch ein Sponsor, der da zwei bis drei Informationstafeln aufstellt, oder einen kleinen Informationspunkt anlegt, auf den ein paar Hinweisschildchen aufmerksam machen.
Karl-Heinz Herrmann
Redaktion
Kyffhäuser Nachrichten
Autor: khhZur Eröffnung der neuen Sonderausstellung im Regionalmuseum Bad Frankenhausen zu Ehren des 85. Geburtstages von Fritz Wallrodt (kn berichtete) war noch etwas Zeit. Da lohnte sich in jedem Fall ein Bummel durch das sonnige Bad Frankenhausen. Neben den Salzsiedehäuschen ist seit September vorigen Jahres eine Minigolfanlage aufgebaut worden. Aber trotz des schönen Wetters kein Spieler weit und breit zu sehen. Leider sei das noch öfter so, wie ein Einheimischer berichtete.
Das ist schade. Vielleicht haben es manche über den langen Winter (der keiner war) vergessen? Deshalb sei an dieser Stelle ausdrücklich auf diese noch recht neue Anlage hingewiesen. Beschwören kann ich es nicht, aber ich bilde mir ein, keine Hinweisschilder dazu gesehen zu haben. Denn was man nicht kennt und keinen Hinweis dazu bekommt, wird man auch kaum besuchen.
Gleich ein paar Schritte weiter an der Oberkirche (Bild unten eine Aufnahme aus dem Frühjahr) tobte eine Schar Touristen mit Kindern vorbei. Sie waren wohl aus Nordrhein-Westfalen.
Oberkirche Bad Frankenhausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Das Ah und Oh ob des schiefen Kirchturms war groß. Nur wie schief ist er eigentlich. Mit meinem Gedächtniswert von ca. 4,40 m lag ich hoffentlich nicht zu weit von der Wirklichkeit weg, und konnte etwas aushelfen. Da fiel mir eigentlich auf, dass es im Bereich des Kamerastandortes, an dem viele Touristen vorbei kommen, keine Informationstafel gibt. Nun soll es ja wirklich noch Touristen geben, die mal nur so unterwegs sind, und sich nicht ausführlich im Internet oder in Reiseführern erkundigen. Für solche Gelegenheitstouristen sind solche Informationstafel sehr hilfreich. Nun hatte ich nicht mehr die Zeit, um lang und breit nach einer Informationstafel zu suchen. Aber einige Bekannte, die ich nachträglich anrief, konnten sich auch nicht an so eine Informationstafel entsinnen.
Aber Tourismus lebt auch viel vom Weitersagen! Wenn man als Tourist an einem schiefen Kirchturm vorbei kommt, registriert man das sicher, wird es aber kaum irgendjemand groß weitererzählen, weil man keinen Bezugspunkt hat. Wer aber auf einer Informationstafel lesen kann, der Kirchturm der Oberkirche ist in Grad ausgedrückt schiefer als der berühmte Schiefe Turm von Pisa, dass bleibt wesentlich besser haften und wird mit großer Wahrscheinlichkeit eher weitererzählt. Es soll ja viele Leute geben, die fahren nur fort, um hinterher prahlen zu können, was man alles Tolles gesehen hat.
Wenn ich also eine versteckte Tafel übersehen habe, dann bitte ich das zu entschuldigen, ansonsten denke ich, wäre es Zeit für die Tourismusverantwortlichen und die Stadtväter darüber nachzudenken, wo man überall Informationstafeln an diesem touristischen Höhepunkt anbringen sollte. Denn ein touristischer Höhepunkt wird es erst, wenn er als solches auch für den Touristen erkennbar ist. Vielleicht findet sich auch ein Sponsor, der da zwei bis drei Informationstafeln aufstellt, oder einen kleinen Informationspunkt anlegt, auf den ein paar Hinweisschildchen aufmerksam machen.
Karl-Heinz Herrmann
Redaktion
Kyffhäuser Nachrichten

