Museumspreis für Mittelbau-Dora
Montag, 23. Juni 2008, 15:25 Uhr
Der Museumspreis der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen geht in diesem Jahr an das Museum der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora. In Nordhausen zeigten sich die Mitarbeiter der Gedenkstätte hocherfreut über die Auszeichnung. Wie die Kulturstiftung bekannt gab, sei die Jury von einem hervorragenden
museumsdidaktischen Konzept überzeugt worden...
Besuchern wird mit musealen Mitteln ermöglicht, die mörderische Zwangsarbeit in der Rüstungsindustrie im Zweiten Weltkrieg nachzuvollziehen und einzuordnen, befanden die Juroren. Die museale Darstellung in Mittelbau-Dora bezieht sowohl die Opfer- als auch die Täterseite ein und zeigt die enge Verflechtung der Zwangsarbeit unter SS-Kommando mit zivilen Bereichen in der Kriegswirtschaft der NS-Zeit.
In beispielgebender Weise sei die Museumsarbeit vor Ort auf eine aktive Einbindung der Region ausgerichtet, begründete die Jury die Preisvergabe weiter. Hervorzuheben sei zudem, dass die Präsentation in der Gedenkstätte mit weiterführenden Angeboten verbunden sei. Eine Fachbibliothek und ein Archiv ermögliche vertiefende Beschäftigung und historische Forschung.
Ihr museales Konzept mache Mittelbau-Dora zu einem aktiven Lernort zur Geschichte der NS-Kriegswirtschaft und der Ausbeutung von KZ-Häftlingen. Wir freuen uns außerordentlich, daß auf diese Weise nicht nur unsere 2006 eröffnete ständige Ausstellung, sondern die Arbeit der gesamten Gedenkstätte gewürdigt wird, sagte Dr. Wagner. Damit werde die umfassende Neukonzeption der KZ-Gedenkstätte ausgezeichnet, die durch die Aufnahme in die Förderung der Bundesregierung seit dem Jahr 2000 ermöglicht und schrittweise realisiert worden sei.
Der Museumspreis der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen wird gemeinsam mit den Museumsverbänden der beiden Bundesländer ausgelobt. Er ist mit 25.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre verliehen. Das Museum Mittelbau-Dora wurde in einem zweistufigen Verfahren aus 45 Bewerbungen ausgewählt. Nach dem Besuch mehrerer Museen in Hessen und Thüringen traf die renommiert besetzte Jury ihre Entscheidung einstimmig. Zu den Juroren gehören u.a. der Direktor des Instituts für Museumsforschung in Berlin, Prof. Dr. Bernd Graf, der ehemalige stellvertretende Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder, Frank Däberitz und der Vorsitzende der Gruppe der Stadtmuseen im Deutschen Museumsbund, Dr. Volker Rodekamp.
Autor: nnzmuseumsdidaktischen Konzept überzeugt worden...
Besuchern wird mit musealen Mitteln ermöglicht, die mörderische Zwangsarbeit in der Rüstungsindustrie im Zweiten Weltkrieg nachzuvollziehen und einzuordnen, befanden die Juroren. Die museale Darstellung in Mittelbau-Dora bezieht sowohl die Opfer- als auch die Täterseite ein und zeigt die enge Verflechtung der Zwangsarbeit unter SS-Kommando mit zivilen Bereichen in der Kriegswirtschaft der NS-Zeit.
In beispielgebender Weise sei die Museumsarbeit vor Ort auf eine aktive Einbindung der Region ausgerichtet, begründete die Jury die Preisvergabe weiter. Hervorzuheben sei zudem, dass die Präsentation in der Gedenkstätte mit weiterführenden Angeboten verbunden sei. Eine Fachbibliothek und ein Archiv ermögliche vertiefende Beschäftigung und historische Forschung.
Ihr museales Konzept mache Mittelbau-Dora zu einem aktiven Lernort zur Geschichte der NS-Kriegswirtschaft und der Ausbeutung von KZ-Häftlingen. Wir freuen uns außerordentlich, daß auf diese Weise nicht nur unsere 2006 eröffnete ständige Ausstellung, sondern die Arbeit der gesamten Gedenkstätte gewürdigt wird, sagte Dr. Wagner. Damit werde die umfassende Neukonzeption der KZ-Gedenkstätte ausgezeichnet, die durch die Aufnahme in die Förderung der Bundesregierung seit dem Jahr 2000 ermöglicht und schrittweise realisiert worden sei.
Der Museumspreis der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen wird gemeinsam mit den Museumsverbänden der beiden Bundesländer ausgelobt. Er ist mit 25.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre verliehen. Das Museum Mittelbau-Dora wurde in einem zweistufigen Verfahren aus 45 Bewerbungen ausgewählt. Nach dem Besuch mehrerer Museen in Hessen und Thüringen traf die renommiert besetzte Jury ihre Entscheidung einstimmig. Zu den Juroren gehören u.a. der Direktor des Instituts für Museumsforschung in Berlin, Prof. Dr. Bernd Graf, der ehemalige stellvertretende Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder, Frank Däberitz und der Vorsitzende der Gruppe der Stadtmuseen im Deutschen Museumsbund, Dr. Volker Rodekamp.

