Ortsumgehung B4 Sondershausen
Mittwoch, 25. Juni 2008, 07:03 Uhr
Bei den letzten Sitzungen der Ortschaftsräte hatte Bürgermeister Joachim Kreyer auf den guten Stand bei Bau der Ortsumfahrung hingewiesen. Aber auch erste Kritik wird laut. Wir haben mal geschaut...
Hauptschwerpunkt der Arbeiten sind jetzt die beiden Anbindungen der Ortumgehung an die alte Bundesstraße 4. Im Graß wurde dazu extra eine Behelfsstraße gebaut, auf der jetzt der Verkehr an der Baustelle vorbeirollt, siehe Foto.
Damit erspart man dem Autofahrer eine heftige Umleitung über Straußberg. Die Ankündigung, dass die Ortsumgehung im Oktober vorfristig fertiggestellt werden wird, ist sehr realistisch. Denn auf der eigentlichen Umgehungsstraße ist die Tragschicht jetzt durchgängig fertig, wie man sich in der Bildergalerie überzeugen kann. Die Deckschicht wird erst kurz vor Fertigstellung aufgebracht.
Allerdings ist auch eines bemerkenswert. Die Straße ist noch nicht mal fertig, da haben sich die Sprayer schon wieder an den Brückenbauwerken vergangen, wie man sich in der Bildergalerie überzeugen kann.
Bei aller Freude und Euphorie über die baldige Fertigstellung der Ortsumgehung, und den vielen Vorteilen für Sondershausen, muss aber auch auf drei gravierende Planungsfehler jetzt schon aufmerksam machen, die bei Gesprächen schon hochgekommen sind:
Oder waren es keine Planungsfehler? Hat man einfach aus Sparzwängen heraus auf solche Möglichkeiten verzichtet? Später das wieder zu richten wird aber etliches an Mehrkosten verursachen.
Karl-Heinz Herrmann
Autor: nnz/knHauptschwerpunkt der Arbeiten sind jetzt die beiden Anbindungen der Ortumgehung an die alte Bundesstraße 4. Im Graß wurde dazu extra eine Behelfsstraße gebaut, auf der jetzt der Verkehr an der Baustelle vorbeirollt, siehe Foto.
Damit erspart man dem Autofahrer eine heftige Umleitung über Straußberg. Die Ankündigung, dass die Ortsumgehung im Oktober vorfristig fertiggestellt werden wird, ist sehr realistisch. Denn auf der eigentlichen Umgehungsstraße ist die Tragschicht jetzt durchgängig fertig, wie man sich in der Bildergalerie überzeugen kann. Die Deckschicht wird erst kurz vor Fertigstellung aufgebracht.
Allerdings ist auch eines bemerkenswert. Die Straße ist noch nicht mal fertig, da haben sich die Sprayer schon wieder an den Brückenbauwerken vergangen, wie man sich in der Bildergalerie überzeugen kann.
Bei aller Freude und Euphorie über die baldige Fertigstellung der Ortsumgehung, und den vielen Vorteilen für Sondershausen, muss aber auch auf drei gravierende Planungsfehler jetzt schon aufmerksam machen, die bei Gesprächen schon hochgekommen sind:
- Selbst beim Neubau der Ortsumgehung wird, wenn man den jetzigen Stand der Arbeiten sieht, kein straßenbegleitender Radweg angelegt. Aber das verwundert nicht, denn im Westteil des Kyffhäuserkreises ist das Thema Sicherheit für die Radfahrer offensichtlich ein Thema, dem man in keinster Weise Rechnung tragen will. Wenn es beim Neubau nicht berücksichtigt werden soll, wann dann? Das fragen sich jetzt schon viele Radfahrer.
- Und auch an die Lkw-Fahrer wurde nicht besonders gedacht. Sowohl die Strecke Greußen – Sondershausen, als auch die Strecke Nordhausen – Sondershausen mit ihrem welligen bis bergigen Profil und den wenigen geraden Strecken, machen schon das Überholen von Lkw für einen Pkw zum Problem.
- Das ein Lkw gar mal einen langsam fahrenden Lastzug überholen kann, daran ist kaum zu denken. Mit dem Bau der Ortsumgehung hätte die Möglichkeit bestanden, einen Teil der Strecke vierpurig zu betreiben, um das wechselseitige Überholen zu erleichtern, was auch der besseren Verkehrssicherheit Rechnung getragen hätte. Bei der jetzigen Konstellation wird selbst ein nachträgliches Erweitern wegen der Platzgründe kaum möglich, weil eben die Entwässerungsteiche sehr dicht an der Straße liegen.
- Die B4 hat in ihrem Verlauf kaum Rastplätze für Lkw- und Pkw-Fahrer, um eine notwendige Pause einlegen zu können. Auch hier wurde versäumt, endlich an der B4 einen Rast- bzw. Parkplatz anzulegen. Es muss ja nicht eine Gaststätte dabei sein. Aber wo findet man im Verlauf der B4 mal eine Toilette und eine richtige Parkgelegenheit? Und die Stadt hätte an so einem Parkplatz gleich einen Informationspunkt anlegen können. Leider eine Chance, die leichtsinnig vertan wurde.
Oder waren es keine Planungsfehler? Hat man einfach aus Sparzwängen heraus auf solche Möglichkeiten verzichtet? Später das wieder zu richten wird aber etliches an Mehrkosten verursachen.
Karl-Heinz Herrmann







