Wird Cafe Pille abgerissen?
Freitag, 27. Juni 2008, 19:00 Uhr
Erhöhte Einnahmen durch die Gewerbesteuer will die Stadt in Sanierungsleistungen stecken. Worum es geht und was getan werden soll, erfahren Sie hier....
Im letzten Hauptausschuss der Stadt Sondershausen hatte Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) gute Nachrichten im Gepäck. Durch wesentlich höhere, wohl so nicht erwartete Einnahmen aus der Gewerbesteuer, fließt mehr Geld ins Stadtsäckel. Gleichzeitig kommt der Umstand hinzu, dass über das Kommunale Förderprogramm wieder Maßnahmen finanziert werden können. Allerdings funktioniert so eine Förderung nur, wenn die Kommune selbst einen bestimmten Eigenbeitrag zugibt. Und jetzt kommen eben gerade die höheren Einnahmen.
Aus diesem Grunde hat die Stadt gleich drei Maßnahmen im Hauptausschuss vorgeschlagen, bei der diese Mittel eingesetzt werden sollen. In der Diskussion aller drei Maßnahmen kam immer wieder ein genereller Punkt hoch: Sowohl die NUBI, Gerhard Axt, als auch die Vertreter Die Linke, Bernd Liebau und Sigrid Rössner, hatten im wahrsten Sinne des Wortes Bauchschmerzen die Maßnahmen mit zu tragen. Ihrer Meinung nach sollten die Mehreinnahmen eher zur Senkung der Verschuldung genommen werden.
Um diese drei Maßnahmen ging es dabei:
Grunderwerb des Cafe Pille.
Das ehemalig Cafe Pille ist als Gebäude selbst nicht denkmalsgeschützt (nur die eingelagerten Möbel), aber seit je her wie ein Institution in Sondershausen. Der jetzige Besitzer ist aber nicht in der Lage das Haus zu betreiben, geschweige denn als Gebäude zu erhalten. Deshalb verkommt es immer mehr und wird zu einem Schandfleck in der Fußgängerzone. Die Stadt plant jetzt, das Grundstück zu erwerben und abreißen zu lassen. Mit Hilfe einer Wohnungsgesellschaft und / oder einem Betreiberverein soll dann ein Neubau entstehen, der dann auch das bereits von der Stadt erworbene denkmalsgeschützte Mobiliar wieder aufnehmen soll. Laut Fachbereichsleiter Bau und Ordnung Manfred Kucksch soll damit der Standort des Cafe Pille revitalisiert werden, zumal der Vorteil besteht, dass es mitten im Fördergebiet liegt und der Ankauf förderfähig ist. Die Stadt, so Kucksch, wird aber nicht als Bauherr auftreten.
Bei zwei Stimmenthaltungen wurde die Vorlage für die Stadtratsitzung befürwortet.
St. Elisabeth-Kirche.
Ein weitere Maßnahme betrifft die St. Elisabeth-Kirche. Aus Anlass der 100 Jahrfeier im August 2008 will die Kirchgemeinde Sanierungsarbeiten an der Kirche vornehmen. Im Eingangsbereich seien erhebliche Feuchteschäden bis hin zum Pilzbefall und auch die Kalksteinfassade solle restauriert werden. Auch soll u.a. ein behindertengerechter Ausgang geschaffen werden.
In der Diskussion äußerte Gerhard Axt (Nubi) sein Unverständnis für diese außerplanmäßige Ausgabe. Nicht die Arbeiten an sich bemängelt er, sondern dass die Maßnahme regelrecht überstürzt werde. Es sei unverständlich, so Axt, dass die großen Schäden jetzt erst bekannt wurden. Bauamtsleiter Kucksch wurde nach seiner Aussage auch erst vor zwei Monaten auf die Baumängel aufmerksam gemacht. Bürgermeister Kreyer will wenigstens bis zum Jubiläum den Förderbescheid durchbekommen.
Bei zwei Gegenstimmen und einer Stimmenthaltung im Hauptausschuss wird dieses Projekt sicher auch bei der Stadtratssitzung nicht diskussionslos über die Bühne gehen.
Private Förderung
Über das Kommunale Förderprogramm können, wie schon gesagt, weitere Maßnahmen finanziert werden. Die Mittel dazu sind bereits im Haushalt 2008 und auch bereits mit Verträgen untersetzt. Mit dieser Beschlussvorlage soll eine Aufstockung beantragt werden. Grund seien Anfragen von Bürgern u.a. zur Sanierung von Fassaden, Fenster und Dächern. Die Fördermöglichkeit trifft aber nur für das Sanierungsgebiet zu.
Die Vorlage wurde bei einer Stimmenthaltung für die Stadtratsitzung befürwortet.
Zu Beginn dieser Tagungsordnungspunkte war es noch zu einer Irritation gekommen. Gerhard Axt von der Nubi, hatte aus einem Schreiben der Stadtverwaltung herausgelesen, dass vor zwei Monaten der Sanierungsbeirat aufgelöst worden sei. Deshalb sei er auch sehr irritiert, wie in der heutigen Sitzung gleich drei Sanierungsprobleme beraten werden. Bauamtsleiter Kucksch zeigte sich sehr verwundert. Wegen der Teils sehr schlechte Teilnahme der Mitglieder seien die Sitzungen des Beirats nur ausgesetzt. Die nächste Sitzung des Sanierungsbeirates soll voraussichtlich wieder im August stattfinden.
Autor: khhIm letzten Hauptausschuss der Stadt Sondershausen hatte Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) gute Nachrichten im Gepäck. Durch wesentlich höhere, wohl so nicht erwartete Einnahmen aus der Gewerbesteuer, fließt mehr Geld ins Stadtsäckel. Gleichzeitig kommt der Umstand hinzu, dass über das Kommunale Förderprogramm wieder Maßnahmen finanziert werden können. Allerdings funktioniert so eine Förderung nur, wenn die Kommune selbst einen bestimmten Eigenbeitrag zugibt. Und jetzt kommen eben gerade die höheren Einnahmen.
Aus diesem Grunde hat die Stadt gleich drei Maßnahmen im Hauptausschuss vorgeschlagen, bei der diese Mittel eingesetzt werden sollen. In der Diskussion aller drei Maßnahmen kam immer wieder ein genereller Punkt hoch: Sowohl die NUBI, Gerhard Axt, als auch die Vertreter Die Linke, Bernd Liebau und Sigrid Rössner, hatten im wahrsten Sinne des Wortes Bauchschmerzen die Maßnahmen mit zu tragen. Ihrer Meinung nach sollten die Mehreinnahmen eher zur Senkung der Verschuldung genommen werden.
Um diese drei Maßnahmen ging es dabei:
Grunderwerb des Cafe Pille.
Das ehemalig Cafe Pille ist als Gebäude selbst nicht denkmalsgeschützt (nur die eingelagerten Möbel), aber seit je her wie ein Institution in Sondershausen. Der jetzige Besitzer ist aber nicht in der Lage das Haus zu betreiben, geschweige denn als Gebäude zu erhalten. Deshalb verkommt es immer mehr und wird zu einem Schandfleck in der Fußgängerzone. Die Stadt plant jetzt, das Grundstück zu erwerben und abreißen zu lassen. Mit Hilfe einer Wohnungsgesellschaft und / oder einem Betreiberverein soll dann ein Neubau entstehen, der dann auch das bereits von der Stadt erworbene denkmalsgeschützte Mobiliar wieder aufnehmen soll. Laut Fachbereichsleiter Bau und Ordnung Manfred Kucksch soll damit der Standort des Cafe Pille revitalisiert werden, zumal der Vorteil besteht, dass es mitten im Fördergebiet liegt und der Ankauf förderfähig ist. Die Stadt, so Kucksch, wird aber nicht als Bauherr auftreten.
Bei zwei Stimmenthaltungen wurde die Vorlage für die Stadtratsitzung befürwortet.
St. Elisabeth-Kirche.
Ein weitere Maßnahme betrifft die St. Elisabeth-Kirche. Aus Anlass der 100 Jahrfeier im August 2008 will die Kirchgemeinde Sanierungsarbeiten an der Kirche vornehmen. Im Eingangsbereich seien erhebliche Feuchteschäden bis hin zum Pilzbefall und auch die Kalksteinfassade solle restauriert werden. Auch soll u.a. ein behindertengerechter Ausgang geschaffen werden.
In der Diskussion äußerte Gerhard Axt (Nubi) sein Unverständnis für diese außerplanmäßige Ausgabe. Nicht die Arbeiten an sich bemängelt er, sondern dass die Maßnahme regelrecht überstürzt werde. Es sei unverständlich, so Axt, dass die großen Schäden jetzt erst bekannt wurden. Bauamtsleiter Kucksch wurde nach seiner Aussage auch erst vor zwei Monaten auf die Baumängel aufmerksam gemacht. Bürgermeister Kreyer will wenigstens bis zum Jubiläum den Förderbescheid durchbekommen.
Bei zwei Gegenstimmen und einer Stimmenthaltung im Hauptausschuss wird dieses Projekt sicher auch bei der Stadtratssitzung nicht diskussionslos über die Bühne gehen.
Private Förderung
Über das Kommunale Förderprogramm können, wie schon gesagt, weitere Maßnahmen finanziert werden. Die Mittel dazu sind bereits im Haushalt 2008 und auch bereits mit Verträgen untersetzt. Mit dieser Beschlussvorlage soll eine Aufstockung beantragt werden. Grund seien Anfragen von Bürgern u.a. zur Sanierung von Fassaden, Fenster und Dächern. Die Fördermöglichkeit trifft aber nur für das Sanierungsgebiet zu.
Die Vorlage wurde bei einer Stimmenthaltung für die Stadtratsitzung befürwortet.
Zu Beginn dieser Tagungsordnungspunkte war es noch zu einer Irritation gekommen. Gerhard Axt von der Nubi, hatte aus einem Schreiben der Stadtverwaltung herausgelesen, dass vor zwei Monaten der Sanierungsbeirat aufgelöst worden sei. Deshalb sei er auch sehr irritiert, wie in der heutigen Sitzung gleich drei Sanierungsprobleme beraten werden. Bauamtsleiter Kucksch zeigte sich sehr verwundert. Wegen der Teils sehr schlechte Teilnahme der Mitglieder seien die Sitzungen des Beirats nur ausgesetzt. Die nächste Sitzung des Sanierungsbeirates soll voraussichtlich wieder im August stattfinden.
