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Umdenken angesagt

Montag, 30. Juni 2008, 23:53 Uhr
Mit der Ortsumgehung B4 in Sondershausen ist eventuell auch ein Umdenken bei einigen Geschäftsleuten notwendig. Zumindest nach den Informationen, die es heute bei der Einwohnerversammlung in Oberspier gab ...

Der Fachbereichsleiter Bau und Ordnung, Manfred Kucksch, informierte die Bürger Oberspiers über den Stand der Bauarbeiten an der Umgehungsstraße. Nach seinen Informationen wird es ca. Mitte Oktober zur Verkehrsfreigabe der Ortsumgehung kommen. Zwar sind dann noch nicht alle Arbeiten abgeschlossen, aber der Verkehr darf dann schon rollen. Mit der Fertigstellung der Ortsumgehung wird es aber auch einen Rückbau der alten B4 geben, verbunden mit Vorfahrtsänderungen. So wird die Nordhäuserstraße ab Schachtstraße Richtung jetzt noch Nordhausen zur Sackgasse. Die Kreuzung Nordhäuserstraße/Schachtstraße wird dann in eine abbiegende Hauptstraße verwandelt

Aber auch die alte B4 in der anderen Richtung (bis jetzt noch Erfurt) wird im Prinzip ab Kreisel zur Sackgasse. Auf der alten B4 wird man dann nur noch bis Possen fahren können. Im Bereich des Graß wird es keinen Anschluss an die neue B4 geben. Darauf müssen sich auch die Geschäftsleute einstellen, die bisher direkt an der viel befahrenen B4 lagen, und nicht unbedingt viel Werbung machen mussten. So werden alle drei Tankstellen, die jetzt noch den Verkehr vor der Nase hatten, mit der Tatsache konfrontiert, dass jetzt der große Teil des Verkehrs ein ganzes Stück entfernt vorbeirollt. Wie Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) auf Anfrage informierte, hat sich noch kein Tankstellenbetreiber bei der Stadt gemeldet, der an der neuen Umgehungsstraße direkt eine Tankstelle eröffnen möchte.

Im Juli wird der Baubeginn der Straßenbeleuchtung in der Siedlungsstraße sein und soll in etwa 4 bis 6 Wochen abgeschlossen sein. Es werden 9 oder 10 Masten aufgestellt werden. Die Maßnahme wird voraussichtlich ca. 12.000 Euro kosten, bei der die Anlieger zu 65 % an den Kosten beteiligt werden. Wer da als Anlieger Probleme mit den Finanzen bekommt, sollte sich rechtzeitig bei der Stadt melden, so Bauamtsleiter Kucksch, weil auch Ratenzahlung und Stundung möglich sind.
Für die Anwohner gibt es da prinzipiell zwei Möglichkeiten bei der Finanzierung. Vertrag mit der Stadt machen und man hat die Kosten genau festgelegt. Mögliche Mehrausgaben muss dann die Stadt allein tragen. Aber man ist an den Vertrag gebunden. Man kann aber auch warten, bis der Zahlungsbescheid kommt, und kann dann in der Form des Einspruchs, wie bei anderen Verwaltungsangelegenheiten gehen zu hohe Kosten vorgehen.

Die Forderung nach einer weiteren Verbesserung der Beleuchtung kam von einer Bürgerin. Sie forderte die Stadt auf, auch die Beleuchtung in der Straße Richtung Niederspier zu verbessern. Bauamtsleiter Manfred Kucksch sieht dabei gute Möglichkeiten, noch zwei bis drei Lichtpunkte mehr zu setzen, aber gleich verbunden mit der Aussage, dass das für die betroffenen Anlieger mit der Zahlung von Straßenausbaubeiträgen verbunden sein wird. Aber so eine Maßnahme würde erst 2009 realisiert werden können, so Kucksch. Der gleichzeitigen Forderung, in diesem Bereich einen Gehweg anzulegen widersprach er. Das sei als Maßnahme nicht realistisch, da ca. 250 bis 300 m Fußweg anzulegen wären.

Auch hinsichlich eines Radweges entlang der neuen Umgehnungsstraße verwies Bürgermeister Kreyer auf entsprechende Aktivitäten des Kreises. Ob hier was kommen wird, liegt nicht direkt bei der stadt, so Kreyer.

Autor: khh

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