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Borkenkäfer auch in Sondershausen?

Donnerstag, 10. Juli 2008, 07:03 Uhr
Über die Problematik Borkenkäfer im Kyffhäuserwald hatten wir bereits berichtet. Und wie sieht es um Sondershausen herum aus?...

Die von kn gestellte Frage, ob es denn auch den Wäldern um Sondershausen den Borkenkäfer gäbe, beantwortete Eva Frost vom Forstamt Sondershausen mit einem schmunzelnden Ja. Der Borkenkäfer ist immer vorhanden und ein wichtiger Bestandteil der Natur und natürlich auch in der Nahrungskette anderer Tiere. Die Frage ist nur, wie stark ist die Population und wie gesund sind die Bäume, die das Ziel des Borkenkäfers sind. Wie sich der befallene Baum, die Fichte, wehren kann, hatten wir schon in unserem Artikel von Uli Klüßendorf, Forstamtsleiter in Oldisleben berichtet.
Fichteneinschlag (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Fichteneinschlag (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Aufmerksame Wanderer werden im Sondershäuser Brückental schon bemerkt haben, dass dort eine Schneise im Wald ist und einen ganze Reihe gefällter Bäume liegen. Auch bei etlichen Fichten im Staatswald Sondershausen hat der Borkenkäfer überhand genommen. Allerdings hält sich der Schaden in Grenzen, so Eva Frost, weil der überwiegende Teil in den Wäldern um Sondershausen Laubwald ist, der vom Borkenkäfer nicht befallen wird.
Fichteneinschlag (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Fichteneinschlag (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Unabhängig davon muss man natürlich die Fichtenbestände kontrollieren. Wenn ein zu hoher Befall an Borkenkäfern ermittelt wurde, muss man die befallenen Bäume sofort fällen und natürlich auch abtransportieren, bevor die Borkenkäfer wieder ausfliegen können. Deshalb ist beim Fällen Eile geboten und man kann nicht bis zur eigentlichen Einschlagsaison warten. Das ist auch der Grund, warum man im Bereich der Haardt und des Brückentals Fichten sofort fällen musste.

Autor: khh

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