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Virtuelle Reise

Freitag, 11. Juli 2008, 07:56 Uhr
Das Grüne Band Europa ist online – erleben Sie jetzt eine virtuelle Reise entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs von der Ostsee bis Kroatien möglich...


Das Grüne Band Europa ist ab sofort unter online erlebbar. Entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs ist eine virtuelle Reise von der Ostsee bis Kroatien zu traumhaften Landschaften im Herzen Europas möglich. Die Internet-Seite ist das Ergebnis einer internationalen Kooperation des BUND Thüringen mit 17 Partnern aus 8 europäischen Ländern.

„Wo 40 Jahre lang Mauern und Stacheldraht die Menschen in ganz Europa trennten, erstreckt sich heute ein Band einzigartiger Naturparadiese“, sagte Dr. Burkhard Vogel, Landesgeschäftsführer des BUND Thüringen. Wer sich dem Grünen Band nähert, erlebt nicht nur die ursprünglichen Landschaften Europas. Er gewinnt auch einen Eindruck von Europas jüngerer Geschichte und Zukunft“.

Auf der Internetseite ist das Grüne Band Europa in deutsch, englisch, tschechisch, slowakisch, ungarisch, slowenisch und kroatisch online erlebbar. „Man kann einfach nur die Schönheit der Bilder auf sich wirken lassen, oder auch Informationen über Natur und Geschichte am ehemaligen Eisernen Vorhang abrufen“, erklärte Karin Kowol, Projektkoordinatorin beim BUND Thüringen für das Grüne Band. „Die integrierte Karte lädt dazu ein, auf dem Bildschirm von Polen bis Bulgarien zu reisen, sich in die Landschaften hereinzuzoomen und unbekannte Naturschätze zu entdecken.“

Nach Angaben von Kowol sind Landschaften von der Küste, über Flussauen, Moore, Seen und Wälder bis in alpine Gebiete vertreten. Zu den Besonderheiten gehören z.B. der Slowinski-Nationalpark an der polnischen Ostseeküste mit seinen großen Wanderdünen, wie auch das tief eingeschnittene Thayatal an der österreichisch-tschechischen Grenze mit seinen Eichenhangwäldern, in denen Smaragdeidechse und Äskulapnatter Zuflucht finden.

„Obwohl diese Naturparadiese ein lebendiges Denkmal von unschätzbarem Wert bilden, sind sie an vielen Stellen durch menschliche Eingriffe gefährdet“, machte Kowol deutlich. So drohe die einzigartige Flusslandschaft von Mur und Drau im Grenzgebiet von Österreich, Slowenien, Ungarn und Kroatien durch eine Kette von Wasserkraftwerken zerstört zu werden. Durch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Naturschutzorganisationen soll diese Entwicklung verhindert werden.

„Wie an dieser Stelle trägt die internationale Zusammenarbeit bereits überall entlang des Gründen Bandes Europa Früchte“, ist sich Karin Kowol sicher. „Durch den Erhalt wertvoller Lebensräume wird eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung in der ehemaligen Grenzregion in Gang gesetzt und das Zusammenwachsen Europas gefördert.“
Autor: nnz/kn

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