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Berufsausbildung mit Abitur

Dienstag, 15. Juli 2008, 07:11 Uhr
Es gibt noch freie Plätze für das kommende Schuljahr im Bereich der Landwirtschaft, meldet das Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt in der neusten Pressemeldung Wo Sie sich im Kyffhäuserkreis informieren können, erfahren Sie hier...


Nach drei Jahren der doppelt qualifizierenden Berufsausbildung mit gleichzeitigem Erwerb der allgemeinen Hochschulreife befinden sich zurzeit 20 Thüringer und ein sächsischer Auszubildender in der Abschlussprüfung zum Landwirt bzw. zur Landwirtin. Vor drei Jahren hatten 22 Azubi diesen deutschlandweit einmaligen Thüringer Schulversuch begonnen. Neben der dualen Berufsausbildung mit Praxis im Ausbildungsbetrieb (mit Lehrvertrag und Lehrlingslohn) und Berufsschule an der Staatlichen berufsbildenden Schule in Schwerstedt haben sie die Allgemeinbildung für das Abitur im Beruflichen Gymnasium Weimar im Blockunterricht erworben. Das vierte Jahr bis zum Erwerb des Abiturs findet ab dem kommenden Schuljahr ausschließlich am Beruflichen Gymnasium statt.

Die erste Hürde - die Berufsabschlussprüfung – wird jetzt gerade genommen. Die ersten Ergebnisse sehen viel versprechend aus: Voraussichtlich werden alle 21 Ende August ihre Zeugnisse als Landwirt oder Landwirtin in Händen halten.

Wenn sie dann auch das vierte Jahr gemeistert haben werden, stehen ihnen alle Universitäten und Hochschulen offen. Sie erwerben ein vollwertiges Abitur, mit dem sie in jeder Fachrichtung studieren können. Die Landwirtschaftsbetriebe hoffen natürlich, dass möglichst alle von ihnen auch ein landwirtschaftliches Studium aufnehmen, denn der Mangel an Führungskräftenachwuchs zeichnet sich bereits deutlich ab.

Die Landwirtschaft hat ihr Image von Gummistiefeln und Mistgabel längst abgelegt. Sie ist heutzutage hoch mechanisiert, mit modernster computergestützter Technik ausgerüstet und bietet vielen jungen Menschen dauerhafte und hoch qualifizierte Berufsperspektiven. Die Übernahmequote von Auszubildenden nach der Lehre ist so hoch wie in kaum einem anderen Beruf.

Für den nächsten Jahrgang, der nach den Sommerferien beginnen wird, sind noch einige Ausbildungsplätze frei. Den einstellenden Unternehmen gebührt Anerkennung für ihre Weitsicht, denn sie müssen vorerst mit viel längeren Berufsschulzeiten rechnen als normalerweise üblich. Langfristig können sie sich aber so ihren Führungskräftenachwuchs heranbilden. Der Thüringer Bauernverband hat versichert, dass alle Auszubildenden, die diesen Weg gehen wollen, bei der Betriebssuche unterstützt werden.

Alle Jugendlichen mit einem guten Realschulabschluss, die sich einen Einstieg in die Landwirtschaft vorstellen können, sollten sich beim Ausbildungsberater des in der Region zuständigen Landwirtschaftsamtes (Bad Frankenhausen 034671-690), bei der Schwerstedter Berufsschule oder direkt beim Thüringer Bauernverband melden. Vom Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt ist ein Faltblatt mit den wichtigsten Informationen kostenlos zu beziehen
Autor: khh

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