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Mehr Rücksichtnahme notwendig

Donnerstag, 17. Juli 2008, 11:08 Uhr
Reiten ist ein schöner Sport, erst recht das Wanderreiten, wenn da nicht öfter eine unschöne Sache wäre. Worum es geht erfahren Sie hier ...

Schon beim Besuch der letzten Hundeausstellung auf dem Possen machten Bekannte kn auf eine nicht gerade delikate Angelegenheit aufmerksam. Es geht im wahrsten Sinne des Wortes um „beschissene“ Wege. Einer der viel begangenen Wege führt vom Possenparkplatz in Richtung Osten zum Klappental und zum Rohrteich. Und dieser Weg ist auch noch Bestandteil des K1 Radwanderweges „Rund um Sondershausen“. Dieser Weg ist allerdings auch als einer der Hauptwege für das Reiten gekennzeichnet. Und so sieht der Weg auch auf weiten Strecken aus.

Hinterlassenschaften auf dem Hauptwanderweg (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Hinterlassenschaften auf dem Hauptwanderweg (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Leider kein Einzelfall auf dem Hauptwanderweg Eisenach – Wernigerode in der Nähe des Possens.

Gibt es eigentlich, wie bei Hunden in der Stadt, eine Verordnung, dass solchen Hinterlassenschaften auf offiziellen Wander- und Radwanderwegen einen gewissen Einhalt gebietet? Kn fragte beim zuständigen Thüringer Forstamt Oldisleben, Annelie Wenzel, nach, wie man es dort sieht. Von der Rechtslage her ist es klar, es gibt keine Verordnungen oder ähnliche Anweisungen, welche die Reiter verpflichtet, die „Hinterlassenschaften“ ihrer Pferde zu beseitigen. Annelie Wenzel sieht die Sache der Hinterlassenschaften auch nicht gern und appelliert an die Reiter, doch mehr Obacht zu gehen und die Pferde mehr zum Rand zu bewegen, wenn sich „etwas tut“. Auch mit einer kleinen Schippe ausgerüstet, mal anhalten und mit kurzen Schwung den nahen Wald zu düngen, wer doch eine nicht sehr aufwendige Lösung. Bei der Forstverwaltung, welche die Reitwege festlegt, sollte man im Einzelfall mal prüfen, ob man stark begangene Wanderwege nicht gerade mit Reitwegen kombiniert.

Zumindest sollte es dort sein, wo es einen Konzentration von Wanderern und Reitern gibt, wie unmittelbar in Possennähe. Etwas gegenseitige Rücksichtnahme täte nicht schlecht. Aber auch die Wanderer sollten mehr aufpassen, was sie hinterlassen. Viele denken, mein Taschentuch ist aus Papier, das verrottet doch schnell und kann ich mal schnell auf den Weg werfen. So sehen auch manche Wege aus. Denn meist sind die Papiertaschentücher doch irgendwie imprägniert und verrotten eben nicht so schnell. Es geht nicht darum einen sterilen Wald zu zelebrieren, aber man muss die Wege auch nicht unnötig beschmutzen, damit sich jeder am Anblick erfreuen kann.
Autor: khh

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