Heiraten am Kyffhäuserdenkmal?
Mittwoch, 23. Juli 2008, 23:47 Uhr
Thüringens Innenminister Manfred Scherer wollte bei seinem Besuch am Kyffhäuser wissen, ob man denn am Kyffhäuserdenkmal auch heiraten kann. Die Antwort verschlug ihm fast die Sprache....
Für die Antwort stand auch gleich eine aussagekräftige Frau zur Verfügung. Catrin Auerbach (Geschäftsführerin Burghof), die schon öfter ganze Hochzeitsgesellschaften in ihrer Gaststätte am Kyffhäuser begrüßen durfte, war schon öfter von heiratswilligen Pärchen mit der gleich Frage konfrontiert worden. Die überraschende Antwort hieß: Nein. Der zuständige Bürgermeister der Gemeinde lehnte eine Trauung am Kyffhäuserdenkmal ab, weil es für die Standesbeamtin zu gefährlich sei.
Zu gefährlich? Die Pärchen wollten sich ja nicht am Fuße der gefährlichen Steilwand trauen lassen, sondern oben am Kyffhäuserdenkmal. Und das ist schließlich ein Ort an dem jährlich über 200.000 Besucher zu Gast sind und das nach der Wartburg das zweithäufig besuchte Denkmal Thüringens ist. Wenn die Besucher nicht gefährdet sind, warum soll es dann die Standesbeamtin sein?
Peter Hengstermann Landrat (Kyffhäuserkreis), Manfred Scherer (Thüringens Innenminister), Catrin Auerbach (Geschäftsführerin Burghof)
So richtig sauer war Catrin Auerbach nach dieser Antwort vom Bürgermeister, als sie später gar erfuhr, dass der gleiche Bürgermeister eine Trauung in der Barbarossahöhle als ungefährlich einstufte und die dortige Trauungszeremonie mit der Standesbeamtin zu ließ.
Und auch in der heutigen Runde der anwesende Gäste, anlässlich der Überreichung des Zuwendungsbescheides zur Sanierung der Steilwand am Kyffhäuserdenkmal, konnte man nur mit dem Kopf schütteln. Aber vielleicht ist Hilfe in Sicht. Landrat Peter Hengstermann fand das auch nicht zum Lachen und will der Sache auf den Grund gehen, ob hier nicht leichtfertig eine Ablehnung erteilt wurde. Denn schließlich ist es ja ein interessantes Zugpferd, wenn man in die Werbung gehen kann, Trauungszeremonie am Kyffhäuserdenkmal durchführbar. Denn gerade wegen der vielen Besucher und der historischen Bedeutung des Kyffhäuserdenkmals hat die Landesregierung immerhin 990.000 Euro für die Sanierung locker gemacht.
Man darf gespannt sein, wie das Ganze ausgeht. Vielleicht können wir ja auch bald von der ersten Trauungszeremonie am Kyffhäuserdenkmal berichten. Wir bleiben am Ball.
Autor: khhFür die Antwort stand auch gleich eine aussagekräftige Frau zur Verfügung. Catrin Auerbach (Geschäftsführerin Burghof), die schon öfter ganze Hochzeitsgesellschaften in ihrer Gaststätte am Kyffhäuser begrüßen durfte, war schon öfter von heiratswilligen Pärchen mit der gleich Frage konfrontiert worden. Die überraschende Antwort hieß: Nein. Der zuständige Bürgermeister der Gemeinde lehnte eine Trauung am Kyffhäuserdenkmal ab, weil es für die Standesbeamtin zu gefährlich sei.
Zu gefährlich? Die Pärchen wollten sich ja nicht am Fuße der gefährlichen Steilwand trauen lassen, sondern oben am Kyffhäuserdenkmal. Und das ist schließlich ein Ort an dem jährlich über 200.000 Besucher zu Gast sind und das nach der Wartburg das zweithäufig besuchte Denkmal Thüringens ist. Wenn die Besucher nicht gefährdet sind, warum soll es dann die Standesbeamtin sein?
Peter Hengstermann Landrat (Kyffhäuserkreis), Manfred Scherer (Thüringens Innenminister), Catrin Auerbach (Geschäftsführerin Burghof)
So richtig sauer war Catrin Auerbach nach dieser Antwort vom Bürgermeister, als sie später gar erfuhr, dass der gleiche Bürgermeister eine Trauung in der Barbarossahöhle als ungefährlich einstufte und die dortige Trauungszeremonie mit der Standesbeamtin zu ließ.
Und auch in der heutigen Runde der anwesende Gäste, anlässlich der Überreichung des Zuwendungsbescheides zur Sanierung der Steilwand am Kyffhäuserdenkmal, konnte man nur mit dem Kopf schütteln. Aber vielleicht ist Hilfe in Sicht. Landrat Peter Hengstermann fand das auch nicht zum Lachen und will der Sache auf den Grund gehen, ob hier nicht leichtfertig eine Ablehnung erteilt wurde. Denn schließlich ist es ja ein interessantes Zugpferd, wenn man in die Werbung gehen kann, Trauungszeremonie am Kyffhäuserdenkmal durchführbar. Denn gerade wegen der vielen Besucher und der historischen Bedeutung des Kyffhäuserdenkmals hat die Landesregierung immerhin 990.000 Euro für die Sanierung locker gemacht.
Man darf gespannt sein, wie das Ganze ausgeht. Vielleicht können wir ja auch bald von der ersten Trauungszeremonie am Kyffhäuserdenkmal berichten. Wir bleiben am Ball.

