Erstaunliches Desinteresse
Sonntag, 24. August 2008, 07:02 Uhr
Schon den ganzen August liegen im Bürgerbüro von Sondershausen einige Unterlage aus, bei denen sich Vereine, Firmen und auch Einzelpersonen informieren können und gegebenenfalls Einspruch einlegen können. Was zur Zeit ausliegt, und ob es genutzt wird, erfahren Sie hier ...
Um es vorweg zu sagen, dass Interesse ist Null. Entweder waren die Einsichtnehmer zu faul oder bequem, sich in die ausliegende Liste einzutragen, oder es hat wirklich keiner hineingeschaut. Zumindest war das notwendige Datenblatt leer. Zurzeit liegen zwei Unterlagen zum Windpark in Großberndten und zur Fortschreibung des Erholungswegekonzepts Forsten und Tourismus (wir berichteten bereits) aus. So richtig zu verstehen ist das nicht.
Gerade bei den Wanderwege gäbe es einiges zu bemängeln. Bei Gesprächen wird immer wieder mal geäußert, dass zu wenige Sehenswürdigkeiten und vor allem Ausflugslokale an den Wanderwegen unser Region liegen, auf der anderen Seite sieht man zu, dass das bestehende Wegenetz einfach ohne Diskussion fortgeschrieben wird. Ist das aber erst mal geschehen, sind Änderungen wieder schwer durchsetzbar.
Schaut man sich in anderen Wanderregionen um, dann kann man feststellen, dass manche Wanderrouten so ausgelegt werden, dass sie als Ziel eine Gaststätte, Ausflugslokal oder ähnliches haben. Und bei uns? Da werden manche Wanderwege sogar ängstlich an den Orten vorbei geführt.
Das beste Beispiel ist der Hainleitewanderweg. Der wird vom Straußberg kommend bis kurz vor Großfurra geführt und dann weitläufig um den Ort herumgeführt. Ist Großfurra so hässlich, dass man es nicht zeigen will? Bestimmt nicht. Geschickt durch den Ort geführt kann man den Weg an einem Schwimmbad, einer Burg (Schloss) und einer Eisdiele vorbei geführt werden. Das hilft nicht nur dem Wanderer, der in der heutigen Zeit eben nicht nur Natur sehen will, sondern könnte auch für etwas mehr Umsatz im Ort sorgen. Oder ist das nicht gewünscht?
Bei einigen Wegen sollte man auch überlegen, ob sie nicht attraktiver werden könnten. So beginnt der Blutbuchenweg an der Gaststätte Sonne in Oberspier und endet einfach im Possenwald. Und dann? Vielleicht sollte man nach erreichen der Mutterblutbuche den Weg so fortsetzen, dass er am Possen oder in Hachelbich an einer Gaststätte oder einer Bushaltestelle endet. Welcher Wanderer geht schon den gleichen Weg wieder gern zurück?
Und den Unstrut-Werra-Radweg durch das lange Kirchtal zu führen, ist bestimmt keine Werbung für die Region. Auf diesem Wegstück muss selbst das Wild aufpassen, dass es sich nicht die Hufe bricht, so schlecht ist die Wegstrecke. Wer diese Strecke mit dem Fahrrad schon mal nach Jechaburg runtergefahren ist, der wird verstehen, dass so ein Fernradweg nicht über so eine Trasse geführt werden kann.
Es reicht auch nicht, dass sich Spaziergänger im Stillen aufregen, dass sie in der Nähe des Possenparkplatzes ständig aufpassen müssen, nicht in die Pferdeäpfel treten zu müssen. Aber diese Wege sind nun mal alle gleichzeitig als Reitwege in dem Dokument ausgewiesen worden.
Meine Meinung muss nicht die Richtige sein. Aber Sie finden es nur heraus, wenn Sie selbst mal in die Unterlagen schauen. Obwohl man kritisch feststellen muss, dass die meisten Wanderwege nicht namentlich benannt sind. Das erschwert sehr stark die Orientierung. Wenn man nicht den ganzen Namen hinbekommt, hätte man wenigstens mit Nummern arbeiten können und die Namen in die Legende schreiben können.
Karl-Heinz Herrmann
Autor: khhUm es vorweg zu sagen, dass Interesse ist Null. Entweder waren die Einsichtnehmer zu faul oder bequem, sich in die ausliegende Liste einzutragen, oder es hat wirklich keiner hineingeschaut. Zumindest war das notwendige Datenblatt leer. Zurzeit liegen zwei Unterlagen zum Windpark in Großberndten und zur Fortschreibung des Erholungswegekonzepts Forsten und Tourismus (wir berichteten bereits) aus. So richtig zu verstehen ist das nicht.
Gerade bei den Wanderwege gäbe es einiges zu bemängeln. Bei Gesprächen wird immer wieder mal geäußert, dass zu wenige Sehenswürdigkeiten und vor allem Ausflugslokale an den Wanderwegen unser Region liegen, auf der anderen Seite sieht man zu, dass das bestehende Wegenetz einfach ohne Diskussion fortgeschrieben wird. Ist das aber erst mal geschehen, sind Änderungen wieder schwer durchsetzbar.
Schaut man sich in anderen Wanderregionen um, dann kann man feststellen, dass manche Wanderrouten so ausgelegt werden, dass sie als Ziel eine Gaststätte, Ausflugslokal oder ähnliches haben. Und bei uns? Da werden manche Wanderwege sogar ängstlich an den Orten vorbei geführt.
Das beste Beispiel ist der Hainleitewanderweg. Der wird vom Straußberg kommend bis kurz vor Großfurra geführt und dann weitläufig um den Ort herumgeführt. Ist Großfurra so hässlich, dass man es nicht zeigen will? Bestimmt nicht. Geschickt durch den Ort geführt kann man den Weg an einem Schwimmbad, einer Burg (Schloss) und einer Eisdiele vorbei geführt werden. Das hilft nicht nur dem Wanderer, der in der heutigen Zeit eben nicht nur Natur sehen will, sondern könnte auch für etwas mehr Umsatz im Ort sorgen. Oder ist das nicht gewünscht?
Bei einigen Wegen sollte man auch überlegen, ob sie nicht attraktiver werden könnten. So beginnt der Blutbuchenweg an der Gaststätte Sonne in Oberspier und endet einfach im Possenwald. Und dann? Vielleicht sollte man nach erreichen der Mutterblutbuche den Weg so fortsetzen, dass er am Possen oder in Hachelbich an einer Gaststätte oder einer Bushaltestelle endet. Welcher Wanderer geht schon den gleichen Weg wieder gern zurück?
Und den Unstrut-Werra-Radweg durch das lange Kirchtal zu führen, ist bestimmt keine Werbung für die Region. Auf diesem Wegstück muss selbst das Wild aufpassen, dass es sich nicht die Hufe bricht, so schlecht ist die Wegstrecke. Wer diese Strecke mit dem Fahrrad schon mal nach Jechaburg runtergefahren ist, der wird verstehen, dass so ein Fernradweg nicht über so eine Trasse geführt werden kann.
Es reicht auch nicht, dass sich Spaziergänger im Stillen aufregen, dass sie in der Nähe des Possenparkplatzes ständig aufpassen müssen, nicht in die Pferdeäpfel treten zu müssen. Aber diese Wege sind nun mal alle gleichzeitig als Reitwege in dem Dokument ausgewiesen worden.
Meine Meinung muss nicht die Richtige sein. Aber Sie finden es nur heraus, wenn Sie selbst mal in die Unterlagen schauen. Obwohl man kritisch feststellen muss, dass die meisten Wanderwege nicht namentlich benannt sind. Das erschwert sehr stark die Orientierung. Wenn man nicht den ganzen Namen hinbekommt, hätte man wenigstens mit Nummern arbeiten können und die Namen in die Legende schreiben können.
Karl-Heinz Herrmann
