Panzer zerlegen (2)
Montag, 01. September 2008, 20:37 Uhr
Nach der feierlichen Eröffnung des Verifikationsstandortes Rockensußra in Thüringen, wurden im Beisein von Thüringens Ministerpräsident, Dieter Althaus (CDU), gleich einige wichtige Verträge unterzeichnet...
Bevor es jedoch zur Unterzeichnung von Verträgen kam, gab de3 Geschäftsführers der Battle Tank Dismantling GmbH, Peter Koch (Foto), einen kurzen Abriss der Firmen Geschichte. Im Jahr 2003 wurde eine Demilitarisierungs-GmbH als Ausgründung der IMM GmbH & Co. KG gebildet. Am 17. November 2004 wurde der laufende Geschäftsbetrieb, d.h. die Zerlegung von Militärfahrzeugen, Schienenfahrzeugen und Industriemaschinen durch die Battle Tank Dismantling GmbH Koch übernommen. Als das führende Demilitarisierungsunternehmen in Deutschland ist es nunmehr gelungen die Demilitarisierungsstätte der Battle Tank Dismantling GmbH Koch in Rockensußra zum Verifikationsstandort zu entwickeln.
Welche Bedeutung hat eigentlich Rockensußra als Verifikationsstandort? Mit der Anerkennung erreicht dieser Standtort in Thüringen, ein Alleinstellungsmerkmal, da man als einziger Standort in Deutschland und Europa unbegrenzt militärisches Material aufnehmen und verarbeiteten darf, wie Ministerpräsident Althaus nicht ohne Stolz verkündete. Und Rockensußra wird als Ort bald in vielen Staaten bekannt sein. Denn alle KSZE-Vertragsstaaten werden jetzt über diesen Zerlegungsstandort informiert, wie das Mitglied des Bundestags, Petra Heß (SPD) verkündete. Übrigens ist Petra Heß Mitglied im Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages und hat als Reserveoffizier den Dienstgrad eines Kapitänleutnants. Aber selbst mit den Titel darf sie kein U-Boot steuern, wie sie nach Anfrage schmunzelnd berichtete.
Viel politische Prominenz hatte sich heute in Rockensußra eingefunden, um der Unterzeichnung weiterer Verträge beizuwohnen. Neben den bereits erwähnten Ministerpräsidenten Althaus und MdB Heß waren die Landräte, Kyffhäuserkreis (Peter Hengstermann – CDU) und Unstrut-Hainich-Kreis (Harald Zanker – SPD), die Mitglieder des Thüringer Landtages Anette Lehmann (CDU) und Günter Grüner (CDU), der Bürgermeister Ebelebens, Uwe Vogt (SPD) und die Ostsbürgermeisterin Irina Trübenbach (FWV), sowie weitere Vertreter aus Wirtschaft und Politik, bis hin zu Vertretern des Bundesministeriums für Landesverteidigung Austria.
Im Präsidium hatten Platz genommen: Tina Schweizer Management Battle Tank Dismantling GmbH Koch , Harald Zanker, Bernd Ulrich Scholz (Scholz AG), Peter Hengstermann, Petra Heß und Dieter Althaus (von links nach rechts)
Die Battle Tank Dismantling GmbH Koch ist in den zurückliegenden Jahren zu einem zuverlässigen Partner im Bereich der zivil-militärischen Zusammenarbeit in Deutschland, Österreich und der Schweiz geworden. Und schon kündigt sich eine weitere Verhandlungsdelegation aus Frankreich an, wie Petra Heß berichtete, und man ist sich gewiss, dass es auch hier zu einem positiven Abschluss kommt.
Was passiert eigentlich alles in Rockensußra? Nach der Entladung eines Panzers zum Beispiel (und den entsprechenden Formalien) wird erst mal eine Strahlenschutzmessung vorgenommen. Dann erfolgt die Demontage aller am Panzer außen angebrachten Bauteile und das Trennen des Turmes vom Fahrgestell. Danach folgt die Demontage von Kampfraum, Laufwerk, Zieleinrichtung usw. und das Wichtigste, die gesetzeskonforme Zerstörung, weshalb ja diese Prozedur der anerkannten Verifikation so wichtig ist. Während das alles in Hallen passiert, wird dann der Restpanzer unter freiem Himmel (wegen der Schadstoffe) mit dem Schneidbrenner hochofenreif zerlegt.
Weiterer Höhepunkt des Tages war die Unterzeichnung dreier Verträge, welche der Firma in Rockensußra in den nächsten drei bis vier Jahren genügend Aufträge sichert. Eine wichtige Sache für die an Arbeitsplätzen nicht gerade verwöhnte Kyffhäuserregion. Es sind ja nicht nur die bis zu 50 Mitarbeiter der Firma, sondern es hängen ja auch viele Transportleisten an der Firma, da die gewonnenen Wertstoffe auch zu den Abnehmern müssen.
Bildergalerie erste Reihe (von links beginnend):
Autor: khhBevor es jedoch zur Unterzeichnung von Verträgen kam, gab de3 Geschäftsführers der Battle Tank Dismantling GmbH, Peter Koch (Foto), einen kurzen Abriss der Firmen Geschichte. Im Jahr 2003 wurde eine Demilitarisierungs-GmbH als Ausgründung der IMM GmbH & Co. KG gebildet. Am 17. November 2004 wurde der laufende Geschäftsbetrieb, d.h. die Zerlegung von Militärfahrzeugen, Schienenfahrzeugen und Industriemaschinen durch die Battle Tank Dismantling GmbH Koch übernommen. Als das führende Demilitarisierungsunternehmen in Deutschland ist es nunmehr gelungen die Demilitarisierungsstätte der Battle Tank Dismantling GmbH Koch in Rockensußra zum Verifikationsstandort zu entwickeln.
Welche Bedeutung hat eigentlich Rockensußra als Verifikationsstandort? Mit der Anerkennung erreicht dieser Standtort in Thüringen, ein Alleinstellungsmerkmal, da man als einziger Standort in Deutschland und Europa unbegrenzt militärisches Material aufnehmen und verarbeiteten darf, wie Ministerpräsident Althaus nicht ohne Stolz verkündete. Und Rockensußra wird als Ort bald in vielen Staaten bekannt sein. Denn alle KSZE-Vertragsstaaten werden jetzt über diesen Zerlegungsstandort informiert, wie das Mitglied des Bundestags, Petra Heß (SPD) verkündete. Übrigens ist Petra Heß Mitglied im Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages und hat als Reserveoffizier den Dienstgrad eines Kapitänleutnants. Aber selbst mit den Titel darf sie kein U-Boot steuern, wie sie nach Anfrage schmunzelnd berichtete.
Viel politische Prominenz hatte sich heute in Rockensußra eingefunden, um der Unterzeichnung weiterer Verträge beizuwohnen. Neben den bereits erwähnten Ministerpräsidenten Althaus und MdB Heß waren die Landräte, Kyffhäuserkreis (Peter Hengstermann – CDU) und Unstrut-Hainich-Kreis (Harald Zanker – SPD), die Mitglieder des Thüringer Landtages Anette Lehmann (CDU) und Günter Grüner (CDU), der Bürgermeister Ebelebens, Uwe Vogt (SPD) und die Ostsbürgermeisterin Irina Trübenbach (FWV), sowie weitere Vertreter aus Wirtschaft und Politik, bis hin zu Vertretern des Bundesministeriums für Landesverteidigung Austria.
Im Präsidium hatten Platz genommen: Tina Schweizer Management Battle Tank Dismantling GmbH Koch , Harald Zanker, Bernd Ulrich Scholz (Scholz AG), Peter Hengstermann, Petra Heß und Dieter Althaus (von links nach rechts)
Die Battle Tank Dismantling GmbH Koch ist in den zurückliegenden Jahren zu einem zuverlässigen Partner im Bereich der zivil-militärischen Zusammenarbeit in Deutschland, Österreich und der Schweiz geworden. Und schon kündigt sich eine weitere Verhandlungsdelegation aus Frankreich an, wie Petra Heß berichtete, und man ist sich gewiss, dass es auch hier zu einem positiven Abschluss kommt.
Was passiert eigentlich alles in Rockensußra? Nach der Entladung eines Panzers zum Beispiel (und den entsprechenden Formalien) wird erst mal eine Strahlenschutzmessung vorgenommen. Dann erfolgt die Demontage aller am Panzer außen angebrachten Bauteile und das Trennen des Turmes vom Fahrgestell. Danach folgt die Demontage von Kampfraum, Laufwerk, Zieleinrichtung usw. und das Wichtigste, die gesetzeskonforme Zerstörung, weshalb ja diese Prozedur der anerkannten Verifikation so wichtig ist. Während das alles in Hallen passiert, wird dann der Restpanzer unter freiem Himmel (wegen der Schadstoffe) mit dem Schneidbrenner hochofenreif zerlegt.
Weiterer Höhepunkt des Tages war die Unterzeichnung dreier Verträge, welche der Firma in Rockensußra in den nächsten drei bis vier Jahren genügend Aufträge sichert. Eine wichtige Sache für die an Arbeitsplätzen nicht gerade verwöhnte Kyffhäuserregion. Es sind ja nicht nur die bis zu 50 Mitarbeiter der Firma, sondern es hängen ja auch viele Transportleisten an der Firma, da die gewonnenen Wertstoffe auch zu den Abnehmern müssen.
Bildergalerie erste Reihe (von links beginnend):
- Vertrag mit dem Bundesamt für Wehrtechnik (Torsten Zerbe) und der Battle Tank Dismantling GmbH Koch (Peter Koch)
- Vertrag mit der Rheinmetall Landsysteme GmbH (Bernd Stürmer) und der Battle Tank Dismantling GmbH Koch (Peter Koch)
- Vertrag mit der BVE Transport GmbH (Walter Wenkel) und der Battle Tank Dismantling GmbH Koch (Peter Koch)















