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Einwohnerversammlung Großfurra

Dienstag, 30. September 2008, 14:27 Uhr
Heißes Thema in Großfurra, die Straßenbeleuchtung und er öffentliche Personennahverkehr. Was noch passierte, erfahren Sie hier...


Unter Leitung von Bürgermeister Joachim Kreyer und Ortsbürgermeister Winfried Schmidt fand gestern die Einwohnerversammlung Großfurra im Feuerwehrhaus statt. Zuerst warf Bauamtsleiter Manfred Kucksch einen Blick in die Vergangenheit und musste feststellen, dass seit der letzten Versammlung vom 29.10.07 die Maßnahmen Ausbau Gehweg L1O und Erneuerung Mühlstraße noch nicht realisiert wurden. Kucksch sicherte aber zu, dass das Projekt Mühlstraße wieder in den Plan aufgenommen wird.

Heißes Thema des Abends war auch hier in Großfurra das Thema Straßenbeleuchtung. Denn der bisherige Ausbau soll auch nächstes Jahr in den Straßen Am Rain und Hopfenecke wegen schadhafter Masten fortgesetzt werden. Natürlich kommen auch hier wieder auf die Anwohner Straßenausbaubeiträge zu. Dabei verwies Bürgermeister Kreyer auf einen Fall in Hohenebra. Dort waren die Anwohner nicht rechtzeitig über die Baumaßnahmen in formiert worden. Trotzdem gab es von der Kommunalaufsicht kein Pardon. Die Straßenausbaubeiträge sind zu entrichten.

Bürgermeister Kreyer äußerte in diesem Zusammenhang den Verdacht, dass Eon Thüringen deswegen so eifrig bei dem Auswechseln der Lichtmasten ist, weil demnächst die Konzessionen auslaufen. Nach Ablauf der Konzessionen könnten sich auch die Stadtwerke um das Lichtnetz bewerben. Mit dem erneuerten Leitungsnetz könnte dann Eon einen deutlich höheren Preis verlangen. Aber bis 2012 mit Erneuerungen zu warten sei leider auch keine Lösung, so Kreyer.

Auch der Vorschlag einer Bürgerin, doch jede zweite Lampe abzuschalten und dafür die ganze Nacht das Licht brennen zu lassen, kann nicht realisiert werden. Kreyer betonte, dass er solche fragen schon oft genug gestellt bekommen habe und müsse aber auch immer die gleiche antwort geben. Die für die Kommune zuständige Versicherung (KSA – Kommunaler Schadensausgleich) stellt sehr harte Bedingungen, ehe so etwas realisiert werden kann. Eine Voraussetzung dabei, die gesetzten Lichtmasten müssen sehr hoch sein. Auch das Dimmen der Lampen, wie in einigen Bereichen der Sondershäuser Innenstadt praktiziert (bis zu 60 % Energieersparnis in der Nacht) funktioniert nicht an allen Orten wegen fehlender technischer Voraussetzungen. Kreyer sagte aber zu, dass bei Erneuerung der Beleuchtungsanlagen im Ort in jedem Fall mitgeprüft wird, ob es später eine Dimmmöglichkeit geben wird.

In jedem Fall, so Kreyer, werden bei besonderen Festen und Veranstaltungen durch die Stadtwerke die Lampen auch die ganze Nacht brennen. Aber wegen eines einzelnen Tages könne das nicht allzu häufig erfolgen, denn wegen der ganzen nötigen Umstellungen muss extra ausgerückt werden und es fallen Kosten von 400 bis 500 Euro an.

Ein weiterer großer Themenschwerpunkt war der öffentliche Nahverkehr. Gleich mehrere Bürger beschwerten sich, dass am Wochenende überhaupt kein Bus fahren würde, und auch an Werktagen ab 17:30 Uhr keine Möglichkeit mehr bestehe, in die Innenstadt und zurück zu kommen, ohne ein Taxi nehmen zu müssen. So die berechtigte Beschwerde der Bürger, sei es oft nicht möglich, an kulturellen Veranstaltungen in der Innenstadt teilzunehmen. Jüngstes Beispiel ist jetzt wieder die Sondershäuser Kneipennacht. In diesem Zusammenhang verwies Bürgermeister Kreyer aber auch auf den 3 Monatsversuch im öffentlichen Nahverkehr mit Berka, bei der (bei ca. ähnlicher Einwohnerzahl) nicht annähernd ein kostendeckende Anzahl von Fahrwilligen zusammenkam.

Bürgermeister Kreyer sicherte aber zu, dass geprüft werde, zu besonderen kulturellen Höhepunkten der Stadt Zusatzbusse abends und in der Nacht fahren sollen. Auch brachte er ein Rufbussystem ins Gespräch, dass durch einen Verein geführt werden könnte. Ähnliche Beispiele gäbe es in Deutschland schon.

An Baumaßnahmen dieses Jahr werden in Großfurra noch realisiert, bzw. laufen bereits: Die Dach- und Turmsanierung am Schloss und die Erneuerung von Fenstern im Gemeindehaus. Nächstes Jahr werde man mit der Planung für die Mühlstraße beginnen. Die K15 in Neuheide soll erneuert werden. Zwar sei es eine Kreisstraße, aber auf Grund der Gehwege geht es auch nicht ohne Kosten der Stadt über die Bühne und auch auf die Anwohner kämen Straßenausbaubeiträge zu. Nur indirekt betroffen sei Großfurra durch das TAZ –Projekt Entwässerung Straußberg. Der Anschluss wird aber an Großfurra erfolgen.
Autor: khh

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