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Arm trotz Arbeit

Montag, 20. Oktober 2008, 11:05 Uhr
Das behauptet der Deutsche Gewerkschaftsbund. Rund 2,5 Millionen Vollzeitbeschäftigte in Deutschland erhalten für ihre Arbeit einen Armutslohn. Trotz Vollzeittätigkeit und häufiger Nacht- und Wochenendarbeit reicht das Einkommen nicht zum Leben. In Nordhausen ist in dieser Woche ein Aktionstag geplant...


Immer mehr Menschen sind auf die Hilfe vom Staat angewiesen und das oft ein Leben lang. Der Anspruch auf Rente ist bei Niedriglohnempfängern so gering, dass auch im Alter der Staat zum Überleben beisteuern muss. Niedriglohn macht Deutschland arm, trotz Arbeit. Die Gewerkschaften wollen das ändern und fordern: Kein Lohn unter 7,50 Euro pro Stunde!

Für die Gewerkschaften ist das wichtigste Ziel, dass Menschen in Deutschland nur zu Löhnen beschäftigt werden dürfen, die mindestens Existenz sichernd sind. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe: Arm trotz Arbeit passt nicht in eine der reichsten Gesellschaften der Welt.

Deshalb führt der DGB am 23. Oktober 2008 von 11.00 Uhr bis 15.00 Uhr in Nordhausen am Bahnhofsvorplatz einen Mindestlohnaktionstag durch, zu dem alle Nordhäuserinnen und Nordhäuser herzlich eingeladen sind. Die Gewerkschafter wollen an diesem Tage zum Thema Mindestlohn informieren sowie mit Landtags- und Bundestagsabgeordneten in einer Talkrunde ins Gespräch kommen. Es wird ein Mindestlohnquiz mit attraktiven Preisen geboten. Den kulturellen Rahmen gestaltet der Nordhäuser Jugendzirkus Zappelini.
Autor: nnz

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